Zitat von SchmerzHoch10: Aber die Jahre mit diesem Menschen haben bei mir eine Angststörung ausgelöst (deren Basis schon in der Kindheit gelegt wurde) und die immer wieder aufflackert.
Und genau auf diese Basis kommt es an. Diese muss man, wie auch immer, auflösen. Spätere Ereignisse können zwar verstärkend wirken, aber das Entscheidende ist die Ursache von alledem, diese muss man ins Bewusstsein bringen und - auf welche Weise auch immer - auflösen.
Mir fällt dazu gerade eine Klientin ein, die ich einmal hatte. Die hatte eine wirklich enorme Angststörung (samt schweren Depressionen), jeder Gang aus dem Haus war mit Ängsten verbunden und bedurfte der Überwindung. Das ist so weit gegangen, dass sie irgendwann berufsunfähig geworden ist.
Nach vielen Gesprächen ist dann herausgekommen, dass sie gar nicht geboren, sondern abgetrieben werden sollte, was aber nicht geglückt ist. Und nachdem dies sozusagen ans Tageslicht des Bewusstseins gekommen war (übrigens hat das ihre Mutter dann auch bestätigt und war nicht vielleicht bloße Phantasie, um irgendeinen Grund zu konstruieren), ging es nur noch darum, hinter all dem einen tieferen Sinn zu sehen bzw. ihm einen anderen Sinn geben (immerhin hat sie ja überlebt und wurde geboren) - und die Ängste sind nach und nach geschwunden und sie ist auch wieder arbeitsfähig geworden, hat dann selber ein Kind bekommen usw.