Zitat von MariaLaFleur:Ich finde es schwierig, dass so häufig die Narzisstenkeule ausgepackt wird, sobald ein (Ex)Partner sich anders verhält, als man gerne hätte.
Richtig. Aber das Problem bezeichnet Prof. Dr. Reinhard Haller genau so. Mehrfach kann man bei ihm nachlesen, dass jeder vierte heute sehr starke narzisstische Züge hat. Die Welt ist nun einmal so geworden, wenn man die Augen mal in die Runde dreht.
Wenn man von 1-2 % der Bevölkerung sagt, sie sei narzisstisch, dann sind es die diagnostizieren. Welcher Narz geht zum Arzt und fragt nach der Diagnostik?
Ich verteufle sie nicht, denn sie sind auch nur Opfer ihrer Umstände. Wenn ich bei uns im Ort in die Runde schau, bedaure ich diese Erde. Warum wird eigentlich Narzissmus als Schimpfwort empfunden. Das frage ich mich in diesem Forum sehr oft. Es ist eine Persönlichkeitsstörung mit verschiedene Ausprägungen. Genau wie ich sind hier viele, die wahrscheinlich ebenso aus ihrer Kindheit etwas mitgenommen haben, weil sie vielleicht zu wenig narzisstische Züge haben, denn ein gewisser Grad an narzisstischen Anteilen ist gesund.
Ich habe mich immer gefragt, warum ich ADHS habe, meine Schwester ADHS, mein Bruder ein A. L. K. I. ist. Drei Menschen mit Persönlichkeitsstörungen auf Grund einer narzisstischen Mutter.
Soll ich jetzt meine Mutter verteufeln, die aus dem Krieg ihre PKS mitgenommen hat. Nee, es ist trotzdem meine Mutter.
Ich musste est mit ü50 lernen, was das ist und konnte dadurch mein Leben und Umfeld verändern.
Narzissmus ist keine Keule, es ist eine Tatsache, dass dieser weltweit extrem zunimmt.
Vor zwei Jahren dachte ich noch genau so, dass man nicht jedes Mal das so nennen darf. Andererseits kann es jeder User, den man es verschweigt es für sich auch nicht heraus finden. Ich habe dazu auch zwei Jahren im Forum verbracht um das erst zu erkennen. Hätte man mir es mal früher gesteckt, wäre mir viel weiteres Leid erspart geblieben.
Meine Meinung
