Zitat von MissLilly: Da gehe eben nicht davon aus, dass er in 14 Tagen spätetens 3 Wochen in der neuen Bude ein fertig eingerichtetes Kinderzimmer hat
ich auch nicht. Hobbys, neue Arbeit, eigene Krise - da wird er im worst case genug Ausreden finden. Soll er die Kleine übers WE mit zu seiner Mutter nehmen - klar hat er's dann bequemer aber ich hätte in Anbetracht der Tatsachen kein gutes Gefühl, dort ein Kleinkind oder Baby ins innere und äußere Chaos zu setzen - die Kleine kennt die Wohnung ja auch noch nicht, in Nines Wohnung wäre Mist - wühlt die Kleine unnötig auf und erschwert Trennungsverarbeitung von Mami und Tochter - und das Zuhause der Schwiegermutti kennt sie bereits. Wenn ich ihn richtig einschätze, wird er eh Wege finden - und sei es mit weiterem theatralischen Gefeenze, um die Baby- und Kleinkindzeit wenig Alleinverantwortung zu tragen.
diese Angst, das Kommende in Bezug auf den Nachwuchs ohne seine Mithilfe nicht zu schaffen - ist groß. Und das halte ich grade mit für die größte Hürde. Der Umzug bringt Erleichterung und neue Herausforderungen gleichzeitig mit sich, der Kontakt besteht vermutlich weiterhin mehrmals wöchentlich.
Ich wollte kurz auf die Thematik 1. vs 2. Kind und gegenseitige Entlastung eingehen. Beim ersten nimmt ein Elternteil das Kind, der andere ist kindfrei. Beim zweiten teilt es sich grade in der Anfangszeit oft in "jeder hat eins gleichzeitig", speziell im Babyjahr - je nach Temperament und Schlafzeiten, Präferenz für Kinderwagen oder Trage ist vielleicht ein Spaziergang mit beiden drin oder das Große ist in der Kita - aber für gewöhnlich kann zumindest ich diese komplett kindfreie "Zeit für mich" weniger bestätigen. Hängt individuell von Organisation, Zeit und Umfeld / Netz ab.
Und solange er da die erste Geige in punkto Versorgung spielen soll und WANKELMÜTIG / seltsam ist, bleibst du, liebe Nine, im Burnout. Verpflichtung hin oder her - es geht für mich persönlich hier vorerst um die nächsten 3-4 Monate - wie das langfristig läuft, kann danach theoretisch noch geswitcht, angepasst, whatever werden.
Ich wünsche dir, dass die Haushaltshilfe, bestenfalls zwei, ab Zeitpunkt des Umzuges nächste Woche (!) regelmäßig parat steht. Reiner Haushalt und Kinderbetreuung des großen Kindes über die KK - ne Freundin von mir hatte beides ab dem 3. Trimester der Schwangerschaft mehrmals wöchentlich im Wechsel, dazu Lieferdienst und Hebamme und ab und ab kamen auch ihre Eltern vorbei. Ihr Mann war viel auf Dienstreise oder täglich viel eingespannt, ähnliche Situation der Abwesenheit, hat sie beim ersten und zweiten Kind trotz gemeinsamem Haushalt problemlos genehmigt bekommen, musste sie rechtzeitig beantragen. Aber das sollte halt zeitlich gestern passieren, um alles bestmöglich abzufangen. Ja, es ist schön, dass deine Eltern ab und an mit anpacken, aber du schriebst gleichzeitig, es wäre nur bis zu einem bestimmten Aufwand für sie okay - dazu der Schichtdienst deiner Mama.
Da du weiterhin kraftlos bist: Welche Kraftquellen geben mir Halt? Wie kann ich diese ausbauen? Was hilft mir, mich abzugrenzen? Was hab ich mir heute Gutes getan, gegessen, entspannt, getrunken, wofür bin ich heute dankbar gewesen?Was habe ich im psychischen Notfall parat? Bitte stell dir diese Fragen jeden Tag.