Hallo liebe, tapfere NineNinchen, schön von dir zu lesen.
Ich ahnte es, dass er jetzt mit Paartherapie kommt.
Jetzt wo er merkt, alles nicht mehr so einfach und keiner da, der ihm alles abnimmt, was schwierig und anstrengend ist.
Und du suchst leider noch immer bei dir? Warum? Wofür?
Du hast dich verbogen, geteilt, Spagat gemacht, geregelt, gearbeitet für Kind und Kind 2 ( den BWK), deine körperlichen und seelischen Grenzen überschritten, für... Mimimi.
Familie, Kind heißt, Kompromisse finden, verzichten, regeln, einstehen, lernen und wachsen, den Fokus von sich zu nehmen. neue Wege zu gehen. U. v. m.
Sehe ich nur bedingt bei ihm. Eher nur, wenn er dadurch was gewinnt.
Du solltest manage, seinen Bauch und tiefer pinseln, regeln, auffangen, besorgen, die Zweisamkochaktionen ermöglichen... Kind, Job und den Rest mit Links hinbekommen.
Familie heißt aber auch, verzichten können, damit etwas anderes wächst und nicht nur das "Ich".
Und genauso muss deine Tochter, daß mit deiner Hilfe lernen. Verzichten, teilen und unterstützen, für einander einzustehen.
Egal ob als Ehepaar oder alleine, das Problem hast du immer, wenn mehr als ein Kind vorhanden ist.
Wird dir jede Mutter von 2,3,4... Kindern bestätigen.
Die Kunst, sie so einzubinden und zu unterstützen auch wenn ein Kind mal mehr Aufmerksamkeit braucht, ist immer gefordert.
Spann sie ein, gebe ihr Verantwortung für den Bruder und ein enges Band kann wachsen.
Eine enge Bindung zwischen Geschwistern ist die schönste Bestätigung.
Selbst wenn sie groß sind und zwischen ihnen die Beziehung dicker ist als zu dir, weißt du, daß alles richtig lief.
Sie stehen für einander ein, auch wenn du mal nicht mehr bist.
Und das ist unabhängig davon, ob du alleine erziehst.
Und ganz ehrlich, alleine eher leichter, da weniger Kompromisse nötig sind.
Es ist einfach so, egal ob alleine oder mit Partner, du kannst nie 100% allen gerecht werden.
Und es ist gut so, sonst würde deine Tochter ebenfalls eine BWK.
Auch wenn sie jetzt teilen lernen muss, hat sie gleichzeitig viel mehr gewonnen.
Einen Bruder, einen Spielkameraden,, einen Verbündeten, später einen Beschützer, einen Seelentröster, u. v. m.
Sie wird nie einsam sein.
Es liegt an dir ein gesundes Fundament zu bilden. Das ist nicht immer einfach, aber auch wunderschön zu erleben, wenn sie sich gegenseitig stützen, zusammen halten, von einander lernen, selbstständiger werden.
Bei meinen Kindern passt kein Blatt dazwischen (nicht einmal ich) , klar gab es auch mal Streit, aber sie stehen immer füreinander ein, helfen sich gegenseitig, passen noch immer auf einander auf und sind gerne zusammen.
Um die Zukunft brauche ich mir keine Gedanken zu machen.
Für den Spielplatz würde ich eine Babytrage/tuch nutzen.
Du magst jetzt vielleicht nicht so mobil auf dem Spielplatz sein, aber teilnehmen am Geschehen, kannst Du ja trotzdem. Du darfst auch mal loslassen, sie machen lassen. Das dürft ihr jetzt beide lernen. Kein Mangel, sondern ein wichtiger Entwicklungsschritt. 😉
Mach dein Ding!
Allein diese Aussage "noch zwei Jahre..."
Finde keine Worte die passend sind, wie perfide...
Spare dir die Zeit und das Geld für eine Paartherapie. Wer solche Gedanken hat, gehört nicht in dein Leben.