@NineNinchen Es wird ja langsam unbequem, dauernd woanders zu nächtigen und mit Kleinkind und Baby gleichzeitig Umgang wird ebenfalls aufwendiger alleine woanders als im trauten Heim.Für mich klingt es so, als will er aktuell weiter seinen Eltern-WG-Plan umsetzen, dazu sind ihm genug Mittel recht.
Ich sags dir ganz ehrlich: ein ernsthaftes Comeback in aktueller Situation mit Versöhnung, Wiedereinzug, aufploppenden langanhaltenden Liebesgefühlen inkl. körperlicher Nähe und Vertrauen ist aus meiner Sicht schwer vorstellbar. Warum? Weil ihr zu viert seid, somit in kommender Zeit die Elternebene viel im Vordergrund steht, sowohl was Zeitfenster, Nervenkostüm, körperliche/ emotionale Ressouren angeht und eure Paarebene einen riesigen, wenn langfristig gesehen möglicherweise irreparablen Knacks abbekommen hat. Seine ihn angeblich belastenden Kindheitsmuster (?) hat er bisher kein bischen bearbeitet und in seinen Worten lese ich nirgends heraus, dass er dich als Partnerin unbedingt zurückmöchte. Es klingt nach halbherzigem Geplenkel. Im Gegenteil, seit Wochen wiederholt er trotz deinem Flehen, Argumenten vehement, dass er nur ohne Paarebene wieder einzieht. Ich bin da ganz bei deiner Therapeutin:
Zitat von NineNinchen: Er ist so wankelmütig, er müsste ersteinmal eine Einzeltherapie machen, um sich mal zu sammeln. Erst danach würde eine Paartherapie Sinn machen und ich solle mich so lange mit der Trennung arrangieren.
daher finde ich es super, dass du dich nicht durch seinen hingeworfenen Brotkrumen direkt einlullen lässt. Das hat er zu respektieren und wird Verständnis und Geduld aufbringen - sollte es ihm hier auch um DICH gehen. Im bisherigem Verlauf hatte er das nicht und es würde mir schwerfallen, ihm das abzukaufen. ER ist am Zug, sich da zu 1000% reinzuhängen - du hast ihm oft genug gezeigt, dass du zu kämpfen bereit bist und möchtest es weiterhin versuchen - völlig in Ordnung.
Behalte deine bisher gesammelten Ressourcen für die kommende Zeit unabhängig von ihm unbedingt bei, die Idee mit dem Familientreff ist toll, alles was du an zusätzlichem Netzwerk hast ist wertvoll. Niemand - vielleicht nichtmal er selbst - kann einschätzen, ob es ihm dann in paar Wochen wieder zu viel wird und er wieder abhaut. Du hast aktuell keine Kraft für weitere Spielchen und Wankelmütigkeiten seinerseits, deine Kinder ebenfalls nicht - eine mögliche Annäherung kann auch stattfinden, wenn er woanders eine Bleibe hat.
Ich persönlich halte räumlichen Abstand daher ebenfalls weiterhin für sinnvoll und notwendig. Und schließe mich meinen Vorschreiberinnen an: rede mit ihm aktuell nur das Notwendigste im Sinne der Kinder, alles weitere hast du ihm ja im Brief und persönlich bereits mitgeteilt.