Zitat von Allabama: Die neuen Partner meiner Freundinnen brauchen sowas jedenfalls nicht.
Meiner braucht sowas auch.
Musste ich mich auch erst dran gewöhnen und kannte ich vorher so nicht. Anfangs sind wir oft aneinandergerasselt, weil ich davon ausging, Feiertage (für mich) selbstverständlich zusammen zu verbringen, und er war gabh verdutzt, als ich am Pfingstwochenende plötzlich mit Sachen für 1 Tag länger bei ihm aufkreuzte. Er sieht das nunmal anders und möchte auch mal für sich sein, als wird jeweils abgesprochen, wer wann wo ist. Für mich ist das aber kein Anlass, enttäuscht zu sein oder seine Liebe anzuzweifeln. Er ist anders sozialisiert als ich und hat andere Bedürfnisse.
Wir haben also einfach geschaut, wo unsere Schnittmenge ist, jeder kommt dem anderen ein Stück entgegen und gut ist. Er verzichtet auf etwas Zeit alleine und ich auf etwas Zeit mit ihm, keiner verzichtet zu sehr und keiner kommt zu kurz, und so kommt es prima aus ohne dass sich einer verbiegen muss.
In vielen Beziehungen wird viel zu sehr nach dem eigenen Maßstab gemessen; verhält der andere sich nicht so, wie man selber sich verhalten würde, stimmt mit ihm was nicht oder es wird Veränderung erwartet (gerne mit der "Begründung": "wenn er verstehen würde, wie wichtig mir das ist..." - Quatsch, er versteht das schon, will es aber einfach trotzdem nicht!) und dann gibt's Ärger und Stress, weil jeder in seiner Komfortzone verharrt und erwartet, dass der Partner sich ändert.