Charla
Gast
Zitat von Amorelius:Genau hier wird es schwierig, da meine Tochter keine Lust hat das Wochenende bei meiner Exfrau zu verbringen
und ich nun der Vermittler bin, oder besser gesagt wieder beide Seiten zufrieden stellen möchte.
Aber ja ich weiß eigentlich müssten die beiden das Untereinander ausmachen .... nur möchte ich nicht das mir Vorgeworfen wird das Kind zu beeinflussen
Deine Tochter kann selbst entscheiden wann sie bereit ist ihre Mutter zu sehen und diese brauchst du dazu auch nicht in deine 4 Wände lassen, denn sie hat sich gegen dich entschieden, ihr dafür immer noch den roten Teppich auszurollen zeigt, dass sie dich mit ihrem Verhalten immer noch in die Tasche stecken kann.
Du selbst und die meisten User hier wissen, dass es so ist weil du dich von deiner Nochfrau respektlos überrollen läßt.
Du kannst deiner Tochter zu verstehen geben, dass du der Beziehung zwischen ihr und deiner Nochfrau nicht im Wege stehen möchtest und sie frei entscheiden kann, was sie möchte, du sie aber immer bei Fragen, die sie damit hat, so gut wie möglich unterstützen willst.
Dieses Verschweigen deiner Nochfrau, um besser dazustehen, ist gerade wo deine Tochter selbst verlassen wurde wahrscheinlich besonders schmerzhaft und schädlich. Sie spürt ja, das da etwas nicht stimmen kann und es ist für ihre Entwicklung und das Vertrauensverhältnis zu sich und ihrer Welt nicht förderlich.
Ich würde, weil mein Kind immer vorgeht und mir sehr an seinem Wohl liegt, in deinem Falle höchstwahrscheinlich meinen Nochpartner eine Frist setzen bis wann dieser dem Kind reinen Wein einzuschänken hat und diesem bis auf weiteres Haus- und Kontaktverbot mir gegenüber erteilen.
Ich kann nachvollziehen, dass dir dieses durchzusetzen immer noch sehr schwer fällt weil du dich immer wieder nachgiebig und als Friedenstifter und Freudenaktionär fühlst, also jetzt ganz entgegengesetzt deiner inneren gefühlten Verantwortlichkeit handeln "müsstest" oder könntest, weil das ein Lerneffekt für Gleichwertigkeit und Augenhöhe bedeuten kann.
Letztendlich musst du für dich herausfinden, was wirklich deins ist und womit du dich gut fühlen kannst, ohne dich verbiegen zu müssen oder ob du ein "Bediener- und Helfermuster" irgendwann erlernt hast, es dir von aussen schon ganz früh übergestülpt wurde und du damit fremdbestimmt dein Leben weiterführst.
Was würdest du dir jetzt in deiner Situation wünschen ?
Wie könntest du diese Situation so verändern, damit du und deine Tochter besser damit Leben können ?
Was könntest du dazu beitragen, was tun um dahingehend etwas zu verändern ?
Was sind deine Ressourcen und was fehlt dir noch dafür ?