Zitat von Amorelius: da das Grenzen setzen noch nicht so wirklich klappt.
Immer wenn ich denke ich habe es ihr Vernünftig und gut rübergebracht,
klingelt am nächsten morgen das Telefon.
Am Dienstag waren es 12 Anrufe in Abwesenheit.
Sie hat dich meiner Einschätzung nach schon verstanden, sie hat was deine Wünsche und Bedürfnisse betrifft nur taube Ohren und schaltet diese auf Durchzug.
Vielleicht hilft es ihr mit ihrem respektlosen und aufdringlichen Verhalten ihre Schuldgefühle zu verdrängen weil sie ihrer Vorstellung nach immer für euch da war und ist ?
Zitat von Amorelius: Nein nicht dumm, eher sehr naiv und wie schon oft gesagt sich der Konsequenzen ihres Handelns nicht wirklich bewusst.
Vielleicht ist sie auch naiv, ich finde sie auch gerissen, denn ich glaube mit ihrem Verhalten hat sie auch ein Ziel, sie macht es ja nicht wirklich für euch. Beide - deine Tochter und du - wollt ja nicht, dass sich sich so in euer Leben einmischt und zeigt ihr eure Grenzen. Das es so nicht funktioniert zeigt sich jetzt am Verhalten euer Tochter, die damit wahrscheinlich überhaupt nicht klarkommt weil einerseits hat sich die Mutter getrennt und andererseits drückt diese ständig auf euren Nerv und in eure Privatsphäre.
Was deine Nochfrau jetzt machen kann und damit ihre Elternrolle übernimmt ist, mit der Tochter aufrichtig zu reden und mit dir gemeinsam die Schule aufsuchen, dort eure Situation beschreiben und wie auch die Schule eurer Tochter Unterstützung geben kann um wieder auf einen "geraden" Weg zu kommen und ihr andere Möglichkeiten aufzuzeigen.
Für deine pubertierende Tochter ist es besonders schwer in diesen Zeiten ihrer Entwicklung als Übergang zwischen Kind zur Frau mit all den hormonell bedingten Stimmungsschwankungen und körperlichen Unsicherheiten klarzukommen, dann noch Trennung vom Freund, Corona und das Nest, was ihr vorher Sicherheit und Geborgenheit vermittelte plötzlich zur Hälfte wegfällt und die Mutter sich trennt, die ihr in dieser Zeit als Orientierung dienen kann, sie schweigend in der Luft hängen läßt und ihr im Idealfall besonders verhaltenstechnisch als Vorbild dienen könnte.
Von dir könnte deine Tochter wahrscheinlich auch Bewunderung gebrauchen, damit sie für ihre sich mehr entwickelnde "Weiblichlichkeit" einen Spiegel hat in dem sie sich sonnen und wohl fühlen kann, das kann helfen sie darin zu unterstützen, sich so zu mögen wie sie ist und andererseits ihr aber auch aufzeigen wo Grenzen sind, denn ihre Mutter überschreitet diese ja ständig, darin ist sie ein schlechtes Vorbild, deine Tochter testet das jetzt vermutlich auf ihre Art und mit ihren Möglichkeiten aus, weil sie wahrscheinlich mit all dem überfordert ist und ihre eigene Mitte finden muss.
Ihr könntet Familienberatung evtl. über kostenfreie kirchliche Einrichtungen nutzen, die euch unterstützen Konflikte zu lösen. Über diese kannst du auch Rat bekommen wie du auch weitere Unterstützung im Hauswirtschaftlichen- und Betreuungsbereich wie z.B. Reinigungshilfe, Arzt - und Einkaufsfahren bekommen kannst. um dich und deine Tochter etwas zu entlasten.
Für euch alle keine leichte Zeit, es müssen eingefahrene Muster überwunden werden um sich neu aufzustellen und das sorgt allgemein für Angst und Verunsicherung, die überwunden werden müssen.
Es braucht Mut, Zeit, Raum und Geduld und Gelassenheit um dahinzukommen.
Viel Kraft und Glück!