Zitat von oerv: Die Sache mit dem Mann ihrer Tochter schmerzt mich nicht, da ich ihn nicht als "Konkurrent" sehe, den anderen Typen, mit dem sie was hatte, als wir beide keinen Kontakt hatten, sehe ich durchaus als "Konkurrent".
Ok, wirklich spannend.
Kannst du nochmal präzisieren, warum dich diese Sache dann stört, genug stört, um eine Thema aufzumachen? Wenn es nicht schmerz ist?
Mein nächster Absatz ist nicht als Werturteil gemeint, sondern wirklich nur als Denkanstoß.
Ansonsten möchte ich vorschlagen, dass du über folgendes Dilemma nachdenkst:
Du scheinst bei der Sache sehr stark von dir selber auszugehen, eine sehr egozentrische Perspektive einzunehmen:
Dass sie noch bei ihrem Mann wohnt, nicht getrennt ist usw. juckt dich nicht, weil du hast sie ja als Partnerin und die Urlaube. Dass es den Ehemann schmerzen könnte, und dass es gegen das Versprechen geht, das sie irgendwann einmal gegeben hat, ist dir wurscht, schmerzt dich nicht, geht dich nix an.
Dass sie mit dem Mann ihrer Tochter Sex hat, schmerzt dich nicht, geht dich ja nicht direkt an. Weil du ihn nicht als Bedrohung empfindest. Dass das der Mutter-Tochter-Beziehung schaden könnte, dass das eine Ehe zerstören könnte, dass das die Tochter ganz massive schmerzen könnte, stört dich nicht besonders, weil, hat ja nix mit dir zu tun.
Also dich schmerzen nur Dinge, die dich persönlich pieksen, Dinge, die andere Leute massiv verletzen, machen dir nur milde Bauchschmerzen.
Ist ja soweit auch eine gültige Einstellung, schließlich passiert nix strafrechtlich relevantes.
Was du dabei aber übersiehst, und damit kommen wir zu dem Dilemma:
1. Was sagt das alles über deine "Partnerin" aus? Was kannst du in dieser "Partnerschaft" von deiner Partnerin wohl erwarten? Wie wird sie wohl mit dir umgehen?
2. Was sagt es über dich aus, dass du deine eigenen Bedürfnisse so ganz klar über die Bedürfnisse anderer Männer stellst?
3. Niemand ist eine Insel. Du und sie mögen das alles jetzt ganz gut ausblenden können, wenn duch das auf die Füße fällt, und das wird es über kurz oder lang, dann wird das alle Sorten von schlechten Konsequenzen haben, an denen Partnerschaften durchaus scheitern können. z.B. wirst du dann vermutlich nie mehr ein gutes, entspanntes Verhältnis zu ihrer Tochter und vielleicht zum Rest ihres Umfeldes haben. Eine friedliche Trennung und Scheidung bei ihr wird eher unwahrscheinlich. Vielleicht brechen sich bei ihr dann doch irgendwann die Schuldgefühle bahn. usw.
Ich meine, es gibt 2 Möglichkeiten:
1. Wie Blindfisch vorgeschagen hat, du nimmst die Sache unverbindlich mit ohne dich ernsthaft zu binden. Dann scheint es jetzt schon so, dass die Kosten höher sind als der Spaß. Dann klingt es so, als wäre es sinnvoller, die Reißleine zu ziehen, bevor du ins Megadrama hineingezogen wirst.
2. Du möchtest eine ernsthafte Partnerschaft. Dazu würde passen, dass dir wichtig ist, zu betonen, dass es auch Urlaube sind, und mehr als eine Affaire. Dann würde ich dir allein schon aus Selbstschutz raten, darauf hinzuarbeiten, die Sache auf klare und ethisch vertretbare Beine zu stellen, oder eben das weite zu suchen, weil auch für dich enormes Verletzungsptotential drin steckt.