Franciska
Mitglied
- Beiträge:
- 10
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 19
- Mitglied seit:
Ihr könnt euch vorstellen: Ich bin natürlich nicht zufrieden! Am 11.11.2020 um 22 Uhr habe ich meinen Freund aus der Wohnung geschmissen und das nach nur 3 Monaten Beziehung. Trotz der kurzen Zeit, schmerzt es mich und ich bin daran zerbrochen. Der Grund: Fremdgehen fängt da an, wo man einer anderen Person nicht erzählt, dass man vergeben ist. Und das hat er. Es fehle ihm noch die richtige Person für Netflixabende. Da ich momentan nicht alles wieder durchkauen muss, müsst ihr nur wissen, dass dies nur der Grund war, warum ich es schnell beendet habe. Es gab weitere Probleme in der Beziehung, die er, welch eine Überraschung, grundsätzlich auf mich geschoben hat, anstatt mit mir darüber zu reden. Und das obwohl er hoch und heilig versprochen hat, er sei nicht so ein Mann. - Ja ich weiß, welcher Mann sagt das nicht?!
Ich habe schon einige Strapazen mitgemacht auf dem Gebiet und habe mein Grundverständnis in einer Beziehung stark verändert und tatsächlich dachte ich, dass es dieses Mal keine toxische Beziehung ist und ich nun endlich mit einem Partner eine Zukunft aufbauen kann. Dafür hab ich vertraut, geliebt und viel von mir gegeben. Vielleicht zu viel und zu schnell.
Nun sitze ich hier und weiß nicht weiter. Die Heulerei hat zwar ein Ende, aber ich fühle auch nichts mehr oder sagen wir "nicht tief". Ich muss ja dennoch funktionieren und das geht nicht, wenn ich Tag ein Tag aus immer wieder über alles nachdenken würde. Funktionieren ist das richtige Wort dafür. Ich lebe von Tag zu Tag und denke nicht weiter. Hauptsache ich überstehe die Arbeitszeit und es ist schnell Wochenende.
Es kommt Weihnachten: Ich will nicht! - Es folgt Silvester: Ich will nicht! - Im Februar dann mein Geburtstag: Ich will erst recht nicht! Corona macht es da nicht einfacher!
Mein innerer Schmerz, den ich nach der Trennung fühlte und auch immer noch fühlen würde, wenn ich es zulassen würde, basiert nicht auf diesen 3 Monaten, sondern vielmehr auf den anderen sehr schrecklichen Erfahrungen, die ich in den vergangenen Jahren durchleben durfte. Die Hoffnung, jemanden zu finden, der wirklich ehrlich, liebevoll und aufrichtig ist, schwindet von Enttäuschung zur Enttäuschung. Die Hoffnung, irgendwann eine eigene Familie zu haben ebenso! Die beiden Wünsche waren immer schon mit die größten Wünsche, die ich besaß. Lohnt es sich dann noch weiterzumachen? Ich weiß es ehrlich nicht! Weitere 50 Jahre halte ich solch ein Verhalten anderer Menschen nicht mehr aus! Die Angst, dass es aber darauf hinauslaufen wird, ist groß.
Ich musste dies alles mal herunter schreiben. Ich lese es mir nicht erneut durch und werde es einfach veröffentlichen. Ich brauchte ein Ventil. Denn alle in meiner Umgebung wollen, dass ich positiv denke. Ich kann es nicht mehr nach all den Jahren der Verletzungen. Egal ob körperlich oder seelisch.
liebeskummer ist immer grässlich, wenn man so viel hoffnung in die beziehung gesteckt hatte - egal, wie alt man ist und egal, wie lange die beziehung gedauert hat!