Hallo ihr Lieben,
meine Trennung liegt jetzt fast 6 Monate zurück, wobei wir zwischendurch nochmal einen Anlauf gestartet haben und das endgültige Aus mit Kontaktabbruch und allem was dazu gehört erst vor etwas mehr als 2 Monaten war.
Aber für mich hat die Auseinandersetzung damit, das es jetzt wirklich vorbei ist, erst an diesem Punkt begonnen.
Rückwirkend kann ich sagen ich habe tatsächliche diese Phasen des Nicht-wahr-haben Wollens gehabt und auch Wut kam hoch, auf ihn, auf mich, auf die ganze Welt. Auch die Phase der Aufbrechenden Gefühle mit Angst, Selbstzweifel, Orientierungslosigkeit, Bewegungsunfähigkeit, ständiges Weinen, nicht atmen, schlafen oder essen können. Das volle Programm war dabei.
Wann dies aufgehört hat kann ich gar nicht sagen, aber es ist noch nicht so lange her.
Ich habe aber den wirklich entscheidenden Vorteil, dass wir keinerlei Berührungspunkte miteinander haben. Er ist weit weg gezogen und wir haben auch sonst nichts, was uns aneinander bindet. Und wir haben den Kontakt vollständig eingestellt.
Alles gelöscht, geblockt, kein Status Stalking etc.
Ich habe also wirklich null Ahnung, was in seinem Leben passiert. Ob er eine Neue hat, was er macht, wie es ihm geht etc.
Auch wenn ich oft denke, das mir der harte Schnitt, jemanden den man liebt so plötzlich vollständig aus seiner Welt zu entfernen, schwer zu schaffen macht.
Es ist aber letztendlich wirklich so, dass es mich auch zwingt die Trennung bedingungslos zu akzeptieren und mich auch in emotional schwachen Momenten nicht in Versuchung führt mein letztes bißchen Selbstachtung vor den Bug zu schmeissen und um einen Neuanfang zu betteln.
Nach dem die Lähmung bedingt durch die Trennung nachgelassen hat, hat dies bei mir in totalen Aktionismus umgeschlagen und ich probiere gerade alles aus was geht. Ich gehe viel zum Sport, ich koche gut für mich (auch wenn mein Appetit noch nicht so massiv zurück gekehrt ist), ich versuche gut zu mir zu sein. Lese viel, höre Podcasts und Meditationen. Bin offen neue Menschen kennen zu lernen.
Ich mache mir ernsthaft Gedanken um mich selbst und wie es mit mir weiter gehen soll und möchte gerne grundlegend Dinge in meinem Leben ändern.
Und ich bin mittlerweile fast ein bißchen dankbar das diese Trennung mich so aufgerüttelt hat und empfinde es als Chance jetzt das Beste aus mir heraus zu holen.
Da er trotz allem immer noch ständig in Gedanken bei mir ist, kann ich mir einen neuen Mann in meinem Leben derzeit überhaupt nicht vorstellen. Was ich die meiste Zeit aber auch gar nicht schlimm finde, da ich es auch irgendwie geniesse mich um mich selber zu kümmern und wieder ganz ich sein zu können ohne das mich jemand bewertet oder mich auf irgendeine Weise versucht zu beeinflussen.
Ich weine auch zwischendurch noch, aber nicht mehr so viel und ich habe das Gefühl jedes Mal wenn ich weine, lasse ich ein Stückchen mehr los.
Vor 6 Monaten hätte ich nie gedacht, dass ich hier an diesem Punkt irgendwann stehen kann. Und ich bin gespannt wie sich die nächsten 6 Monate für mich entwickeln.
Es geht aufwärts Mädels (und Jungs), lasst euch nicht unterkriegen.
