Nicola89
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Meine Frau hat mir, nachdem wir einen wichtigen Vertrag unterschrieben hatten, zu Hause gesagt, dass sie mich nicht mehr liebt und die Scheidung möchte.
Ich bin w 36 Jahre alt und vor acht Jahren für sie in ihre Gegend gezogen. Dafür habe ich meine Heimat und mein damaliges Leben zurückgelassen.
Wir waren neun Jahre zusammen und davon vier Jahre verheiratet. Wir waren wie Pech und Schwefel, hatten immer viel um die Ohren, teilten dasselbe Hobby – das Reiten – und gingen gerne schön essen. Wir mochten schöne Dinge, schnelle Autos und haben unser gemeinsames Leben geliebt.
Wir haben zwei Hunde, zwei Katzen und drei Pferde. Gemeinsam haben wir über ein Jahr lang unser Traumhaus gebaut. In dieses Haus sind all unsere Wünsche, Träume, unsere Zeit und unsere ganze Kraft geflossen. Erst vor wenigen Wochen haben wir noch gemeinsam ein neues Auto gekauft und unseren Urlaub gebucht.
Ich habe einen tollen Job direkt in der Nähe unseres Hauses und liebe die Gegend, in der wir leben.
Vor einigen Wochen hatten wir bereits ein Gespräch, weil sie sagte, sie wisse nicht, ob sie mich noch liebt. Danach war sie ein paar Tage weg. Als sie zurückkam, sagte sie mir, dass sie mich schon vermisst hatte, als sie losgefahren war. Für mich war das Thema damit erledigt. Offenbar war es das für sie nicht.
Ich lebte unseren Alltag weiter, machte den Haushalt, kümmerte mich um den Garten, kochte und versorgte unsere Tiere. Leider blieben Kommunikation und Zärtlichkeiten mit der Zeit auf der Strecke.
Dann kam der Tag, an dem wir mit unseren Hunden spazieren gingen. Keiner sagte etwas, keiner nahm den anderen an die Hand. Wir waren zwar nie besonders die „Kuscheltypen“, aber dieses Schweigen fühlte sich trotzdem komisch an. Ich habe in diesem Moment leider nichts verändert.
Am nächsten Tag hatten wir den Termin wegen des Ehevertrags. Danach ließ sie die Bombe platzen: Sie liebt mich nicht mehr und möchte die Scheidung.
Für mich ist in diesem Moment eine Welt zusammengebrochen.
Vier Tage später bin ich noch einmal nach Hause gefahren. Ich hatte ihr zuvor unzählige Nachrichten geschrieben – mal ruhig, mal aus meiner Verzweiflung heraus. Als ich dort ankam, waren bereits die Schlösser ausgetauscht worden. Das war der nächste Schock. Immerhin war es auch mein Zuhause, und ich habe dort mitgelebt und meinen Anteil bezahlt.
Ich bin daraufhin für ein paar Tage zurück in meine alte Heimat gefahren und finde etwas Halt bei meinen Eltern und Freunden.
Trotzdem fühlt es sich an, als hätte mir jemand den Boden unter den Füßen weggezogen.
Ich habe das Gefühl, alles verloren zu haben:
unser wunderschönes Haus, mein Zuhause, meine Zukunft, unsere Tiere, meine Heimat hier und vermutlich auch meinen geliebten Job, weil ich dort ohne unser gemeinsames Leben nicht bleiben kann.
Ich habe noch nie in meinem Leben eine solche Leere und einen solchen Schmerz gespürt. Es fühlt sich wie ein Trauma an.
Ich weine jeden Tag. Ich habe Panikattacken, Angst, Albträume und fühle mich unendlich allein.
Mein kompletter Lebensentwurf ist innerhalb weniger Minuten zerbrochen. Alles, woran ich geglaubt habe und was ich geliebt habe, scheint plötzlich weg zu sein.
Ich habe mir bereits Hilfe bei meiner Hausärztin geholt und nehme Medikamente gegen die Angst und zur Beruhigung.
Trotzdem fühle ich mich völlig am Ende.
Ich frage mich jeden Tag, was ich falsch gemacht habe. Ich dachte, wir hätten eine gemeinsame Zukunft und hätte alles richtig gemacht. Jetzt herrscht in meinem Leben nur noch Chaos.
Die Erinnerungen kommen ununterbrochen zurück – unsere gemeinsame Zeit, unser Haus, unsere Pläne, unsere Tiere und all die Träume, die wir hatten.
Besonders schwer fällt mir der Gedanke, dass wir kurz vor der Trennung noch gemeinsam ein Auto gekauft, einen Urlaub gebucht und Pläne für die Zukunft gemacht haben. Im Nachhinein fühlt sich das für mich so an, als wäre diese Zeit nicht mehr echt gewesen. Das macht den Schmerz noch größer.
Ich liebe meine Frau immer noch von ganzem Herzen und bin im Moment völlig am Boden zerstört.
Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, meinen Text zu lesen. Vielleicht gibt es Menschen, die Ähnliches erlebt haben und mir ein wenig Hoffnung oder Trost schenken können.
