Brawler
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Ich war lange nicht mehr hier! Nach meiner Reise zu mir selbst nach meiner Trennung vor 5 Jahren (alter Beitrag ist noch online) habe ich mich entschieden eine polyamore beziehung einzugehen.
Erstmal - nicht die beste Idee, ich weiß. Es war eine jahrelange freundschaft zu einem pärchen das ich sehr mag, wir waren eines nachts unterwegs und eins kam zum anderen. Von hier weg dann mal wieder und dann wieder bis wir langsam in diese "Beziehung" reingerutscht sind.
An Anfang war natürlich alles noch etwas leichter bis nach der Zeit die Gefühle zwischen mir uns der Dame mehr wurden und wir auch alleine daten wollten. Ist natürlich immer eine Herausforderung soetwas zu dritt zu meistern - wir sprachen darüber und nach ein bisschen hin und her einigten wir uns. Ich verliebte mich immer mehr in diese Frau wobei die Beziehung zu dritt immer mehr auf der Strecke blieb. Der andere Partner tat sich schwer loszulassen bzw. teilweise damit fertig zu werden.
Das lief einige Zeit so bis mir auch das zuwenig wurde und ich mehr wollte. Eine polyamore Beziehung müssten doch 3/3 sein oder? Von meinen 33% war ich allerdings sehr weit entfernt.
Die Verbindung zu der Frau war allerdings sehr stark, wir verstanden uns toll, hatten immer eine sehr gute Zeit und sie wurde wenn wir zu zweit waren ein Stück weit zu einem anderen Menschen - super tiefgründige & emotionale Gespräche die wir nie führten wenn wir zu dritt waren bzw. ich diese seite an ihr auch so noch nie gesehen hatte. Als würde sie in der Beziehung zu mir ein wenig aufblühen.
Doch wir sahen uns vielleicht 1-2 mal die Woche, bekamen etwa alle 2 Monate ein Date zu zweit erlaubt und auch den alltag musste ich immer alleine meistern. Das ist grundsätzlich kein Problem für mich, denoch fühlte ich mich nicht als Teil der Beziehung bzw. fühlte ich mich oft als wäre ich in garkeiner.
Leider blieben Gespräche erfolglos. (auch zu meinem Verständnis, die gegenüberliegende Seite hat gerade in so einer Beziehungsform ein recht auf ihre Granzen)
Man müsse "noch vertrauen gewinnen und es sei ein andauerrnder prozess. "
Ich verstehe das - allerdings nach 2 Jahren fällt es mir schwer immerwieder Verständnis zu haben und selbst auf der Strecke zu bleiben.
Ich habe die Beziehung schweren Herzens beendet - super komisch eine Beziehung mit einem Menschen zu beenden den man sehr liebt und es grundsätzlich keine Probleme gibt. Doch das ist nunmal polyamorie.
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen.
Liebe Grüße