La-Fleur
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Zitat von blindsided:
Puh, schwierige Fragen. Aber alles Erstrebenswerte kommt nicht unbedingt herbeigeflogen, nicht wahr? Also eigentlich ist das ja "Psychologie 101", aber wirklich helfen kann ich mir ohnehin nur selbst. Meine Freunde hören mir zu, bestärken mich von Zeit zu Zeit, fragen mich aber gleichzeitig auch ob ich denn wirklich so dumm bin wie ich mich anstelle - das hilft mir.
Es hilft mir auch, wenn mein Therapeut mit den Augen rollt oder Kopf schüttelt, ohne wirklich zu sagen was er denkt bzw. es der Neutralität wegen sehr zögerlich tut. Das hat mich anfänglich immens wütend gestimmt (was wohl verständlich ist) ehe ich verstanden habe, dass sein Reaktion völlig angebracht ist.
Letztlich hilft mir ein kontinuierlicher "reality Check", also das fortwährende erinnert werden an Tatsachen. Wahrscheinlich höre ich mich deswegen an wie eine kaputte Schallplatte die sich immerzu wiederholt, aber genau das hilft mir. Es hilft, mich nicht verwirren zu lassen und ansatzweise "bei mir" zu bleiben wie man so schön sagt, auch wenn es mir bei Weitem noch nicht gelingt.
Loslassen ist wahrhaftig nicht einfach, aktuell ist es in der Tat ein langwieriger Umweg, der jedoch hoffentlich zum Ziel führt.
Nö keine Psychologie in den schweren, sondern ganz simpel. Du musst höchstens lernen simpel zu denken und eben nicht alles zu zerdenken.
Was könnten deine Freunde aktiv tun, außer reden? Welche Handlungen könnten erfolgen, die dir hilfreich erscheinen?
Inwiefern ich das Verhalten deines Psychologen produktiv finde, lasse ich mal so stehen... mein Psychiater hat mich quasi beleidigt, klein geredet, meine Probleme ins lächerliche gezogen und ich bin lachend raus und dachte: was n Affe...aber am Ende des Tages kam die Message an.
Er zeigt dir also das du dich im Kreis drehst.
