OnOffine
Gast
ich habe mir gerade viele Gedanken gemacht und wollte mal eure Meinungen hören: was denkt ihr über die Beziehungsfähigkeit von Menschen mit psychischen Erkrankungen?
Der Hintergrund ist, dass ich selbst ADS habe. Ich bin in Behandlung, dennoch ist es utopisch zu denken, dass ich jemals ganz "normal"(was auch immer das bedeutet) sein werde. Ich habe eine Reihe positiver Eigenschaften: bin intelligent, hübsch, humorvoll, spontan, empathisch usw.
Aber ich habe aufgrund meiner Störung impulsive Momente, in denen ich einfach anders bin. Ich werde dann von meinen Gefühlen übermannt und kann sie nicht steuern. Bin dann zickig, launisch, sehr verletzlich usw. Meist ziehe ich mich dann zurück damit ich "herunter" fahren kann.
Da diese Gefühle aber aus den Nichts auftauchen, sind sie trotz Therapie für mich und auch für meine bisherigen Partner schwer auszuhalten.
Jetzt bin ich am überlegen, ob ich das Thema Partnerschaft vielleicht einfach für mich abschließen sollte. Ich verstehe natürlich, dass es für einen normalen Menschen schwer bis gar nicht möglich ist, diese Seiten an mir zu akzeptieren, es tut aber verdammt weh immer und immer wieder für etwas abgelehnt zu werden, was man weder ändern noch steuern oder beeinflussen kann.
Was denkt ihr darüber? Sollte man als jemand mit einer ausgeprägten psychischen Störung versuchen eine Beziehung zu führen oder lieber für sich nach Wegen suchen, ein Leben ohne eine Beziehung zu haben und daran arbeiten diese Wege auszubauen?
