Zitat von Zweizelgänger:
Was die Destruktivität angeht gebe ich dir wirklich recht.
Man sollte da wirklich versuchen klar hinzuschauen und zu unterscheiden.
Aber auch dieses destruktive Verhalten kann durchaus ein Hinweis sein und längst erlernt sein.
Man versucht vieles im Nachgang einfach nur für sich selbst erklärbar zu machen. Es hätte auch funktionieren können, denn unsere Welt und wir als Lebewesen darin sind vielschichtig. Es wird nach Antworten für´s Scheitern gesucht, ob die immer den Kern treffen, wage ich zu bezweifeln.
Ich hatte damals mit meinem Partner Schluss gemacht, eine frühere Kurzzeitliebe war kurze Zeit später wieder neu entflammt, aber irgendwie hat auch das nicht mehr harmoniert. Ich beendete es ebenfalls und fuhr am selben Abend von der Männerwelt genervt zu einem Freund, um dort einfach einen schönen Abend zu verbringen. Was folgte war völlig ungeplant, ich verliebte mich in meinen späteren Partner, der bei ihm daheim war und zwar so sehr, dass ich nach einem reichlichen halben Jahr in seine Stadt und in das gleiche Haus zog. Ich fand ihn von oben bis unten, von links nach rechts, von hinten und vorn, einfach toll, mochte sein Art zu sprechen, seinen Umgang mit Menschen und Dingen, seine Art sich zu bewegen, seine Ansichten, seinen Humor, seine Klugheit. Es hat einfach gepasst. Wir waren immer auf Augenhöhe, haben uns geliebt, miteinander gelacht, unsere Meinungen gegenseitig geschätzt und waren nach acht Jahren immer noch selbst darüber erstaunt und dankbar für dieses Geschenk.
Wäre es in die Hose gegangen, hätte ich sagen können, das ging zu schnell, du warst geblendet, hast zu viel investiert, du hättest nicht schon nach so kurzer Zeit zu ihm ziehen dürfen usw.
Egal wie es kommt, man redet sich vieles zurecht.