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Radikale Akzeptanz

Birgit51

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Meine Therapeutin hat mir f√ľr die kommende Woche bis zum n√§chsten Termin folgendes mitgegeben f√ľr die jetzt schwierige Zeit gegeben, welche RADIKALE AKZEPTANZ hei√üt.

Hier wird beschrieben: Radikale Akzeptanz heißt, die Situation und unsere Reaktionen darauf so anzunehmen, wie sie sind, ohne dass wir sie ändern können. Die Situation ist so, wie sie ist, weil sie nicht anders sein kann, sonst wäre sie anders.

Und dann wird noch der Unterschied zwischen Schmerz und Leid beschrieben:

Schmerz ist ein Teil des Lebens und kann nicht immer vermieden werden. Im Gegenteil, manchmal m√ľssen unangenehme Gef√ľhle ertragen werden, da die Situation sich nicht ver√§ndern l√§sst. Versuchen wir Schmerzen zu vermeiden, und zu verdr√§ngen, leiden wir oft noch mehr darunter.

Leid besteht aus Schmerzen und dessen Nicht-Akzeptanz. Leid entsteht, wenn Menschen an dem haften, was sie wollen und sich weigern, das anzunehmen, was sie haben. Leid ist schwieriger zu ertragen als Schmerzen. Nur mithilfe von radikaler Akzeptanz kann man Leid in Schmerzen umwandeln.

Ich lese mir das immer und wieder durch, aber die Theorie ist wie immer einfacher als die Praxis.

22.10.2013 09:11 • x 1 #1


sanin

sanin


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ich finde das sehr interessant.
Wobei mir selbst der Unterschied oder √úbergang von Leid und Schmerz nicht ganz klar ist.

Deinen letzten Satz unterstreiche ich auch

Aber vielleicht liegt es daran, dass wir auch keine Schmerzen haben wollen....

Danke, du hast mir mit deinem Beitrag trotzdem geholfen. Gefällt mir sehr.

22.10.2013 10:48 • #2



Radikale Akzeptanz

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Alena-52


Zitat von Birgit51:
Schmerz ist ein Teil des Lebens und kann nicht immer vermieden werden. Im Gegenteil, manchmal m√ľssen unangenehme Gef√ľhle ertragen werden, da die Situation sich nicht ver√§ndern l√§sst. Versuchen wir Schmerzen zu vermeiden, und zu verdr√§ngen, leiden wir oft noch mehr darunter.

Leid besteht aus Schmerzen und dessen Nicht-Akzeptanz. Leid entsteht, wenn Menschen an dem haften, was sie wollen und sich weigern, das anzunehmen, was sie haben. Leid ist schwieriger zu ertragen als Schmerzen. Nur mithilfe von radikaler Akzeptanz kann man Leid in Schmerzen umwandeln.
hallo birgit

leid entsteht nur durch unser ego und bewertungen und verurteilungen. trauer ist genauso ein gef√ľhl wie freude, nat√ľrlich bringt freude uns in eine h√∂here energie=schwingung als trauer.

nach der bewusstseinsskala von David R. Hawkens liegt die reine bewusstseins-ebene bei 2000, die von frieden bei 600 - wut, hass, √§rger bei 150 und - angst bei 100 - die niedrigsten energien hat unser k√∂rper wenn wir schuld und scham empfinden - da sind es dann nur noch 20 % der energie, die wir f√ľr uns zur verf√ľgung haben.

deshalb finde ich es besonders wichtig wenn ich meine gedanken √ľberpr√ľfe, es kommt nicht darauf an was ich erlebe, sondern wie ich dar√ľber denke und damit auch f√ľhle, oft habe ich diese glaubenss√§tze sogar von anderen √ľbernommen, ohne zu √ľberpr√ľfen ob diese auch wahr sind.

akzeptanz ist annehmen zu können was ist, das ist liebe - sich dagegen zu wehren kommt vom ego ...

22.10.2013 11:06 • #3


sanin

sanin


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Zitat:
akzeptanz ist annehmen zu können was ist, das ist liebe - sich dagegen zu wehren kommt vom ego ...


Das kann ich so pauschal nicht unterst√ľtzen. Es kommt auf die Situation an, was man akzeptieren kann oder soll.

Ein Beispiel im Gegenextrem. Liebt eine gepr√ľgelte Frau ihren Mann wenn sie die Pr√ľgel akzeptiert? Und ist es egoistisch sich dagegen zu wehren?

22.10.2013 11:21 • #4


Alena-52


Sanin
ich meine etwas anderes, um bei deinem beispiel zu bleiben : , mein mann hat mich geschlagen, denn das ist ja erstmal die realit√§t, die muss angenommen und akzeptiert werden. das ist auch liebe und weitere liebe ist mich davor zu sch√ľtzen. wenn ich mich weigere das zu akzeptiren werden meine verletzungen bleiben und ich muss dann endlos drauf rumkauen.

etwas aus eigen-liebe annehmen zu k√∂nnen bedeutet noch lange nicht das auch gut heissen zu m√ľssen,
im gegenteil es bedeutet auch das trennen zu können, der andere hat seine schwäche an mir ausgelassen und dagegen kann ich mich angemessen wehren.

22.10.2013 12:08 • #5


Unfassbar


ich verstehe die Worte "radikale Akzeptanz" und weiß auch, dass ich loslassen muss. Aber ich weiß nicht, wie ich das genau bewerkstelligen soll.
Ich lese viel in diesem Forum mit, vor allem, was Alena schreibt, aber ich bekomme es nicht umgesetzt. Leider habe ich mich bisher nicht mit Esotherik o.ä. befasst und betrete daher absolutes Neuland.

Ist hier niemand, der einem Laien erklären kann, wie ich akzeptieren und loslassen kann?

P.S. Ich wurde vor 3 Monaten von meiner Lebensgefährtin nach 16 Jahren verlassen und befinde mich seither in einem Loch, aus dem ich einfach nicht herauskomme.

Gruß
Unfassbar

22.10.2013 12:09 • #6


sanin

sanin


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Zitat von Unfassbar:
ich verstehe die Worte "radikale Akzeptanz" und weiß auch, dass ich loslassen muss. Aber ich weiß nicht, wie ich das genau bewerkstelligen soll.
Ich lese viel in diesem Forum mit, vor allem, was Alena schreibt, aber ich bekomme es nicht umgesetzt. Leider habe ich mich bisher nicht mit Esotherik o.ä. befasst und betrete daher absolutes Neuland.

Ich bin kein Freund von Esotherik, und kann dir in dem Bereich nicht weiterhelfen.
Aber das Lernen der radikalen Akzeptanz erfordert meiner persönlichen Meinung auch ein Umdenken.
Die andere Seite der M√ľnze anzusehen, und auch selbst das Positive an der Situation erkennen.
Der der verlassen worden ist, geht das verlassen worden sein jetzt durch. Das heisst, den Weg den ich dann schon gegangen bin muss ich nicht mehr gehen.
Gelingt mir das zu akzeptieren, dann lindert es den Schmerz weil ich weiss es wird ein Morgen geben.
Es gab hier mal den Thread f√ľr Verlassene (eine wundersch√∂ne Idee), Dinge die ich wieder tun darf.
Dem Negativen auch etwas positves abgewinnen.

Ich erinnere mich, dass meine Nachbarin (Pianistin und Klavierlehrerin) mich manchmal zum Wahnsinn getrieben hat mit dem ewigen Klavierspiel. Aber ich habe irgendwann mich damit auseinandergesetzt. Ich kann mich ärgern und fertig machen, oder lernen es zu akzeptieren. Wenn sie oder ihre Töchter alleine gespielt haben, klang das eigentlich wunderschön. Ich hatte ein konzert umsonst. Wenn sie Unterricht gab, konnte ich mich plötzlich auf freuen, denn das heisst auch ich darf Lärm machen.
und plötzlich hat es mich nie wieder gestört. Die Nachbarin auf der anderen Seite allerdings, wird von dem Klavierspielen krank. Sie kann das unvermeidbare nicht lernen zu akzeptieren und leidet. Ich leide nicht mehr.

Zitat:
Ist hier niemand, der einem Laien erklären kann, wie ich akzeptieren und loslassen kann?

Verlassen zu werden heisst leider auch, das verlorene auf ein Podest zu stellen. Ein Podest wo der andere nicht hingehört. Denn will ich wirklich einen Menschen in meinem Leben haben, der in der Lage ist mich so zu verletzen? NEIN.
Aber vor lauter Trauer und Schmerz tendieren wir dazu diese Seiten zu √ľbersehen.
Dann hat auch irgendetwas zur Trennung gef√ľhrt. Habe ich meinen Partner vernachl√§ssigt? Wenn ja, warum? Weil er mich nicht mehr interessiert hat. Aber sobald er nicht mehr da ist, interessiert er uns.
Parodox, aber wenn er wieder da wäre, und genauso wäre wie er war....warum sollten er uns plötzlich wieder interessieren?
Es hilft unglaublich mit Freundinnen √ľber die schrulligkeiten und Zickigkeiten des Partners zu lachen. Da verletzt er einen, und man kann das Verhalten so unglaublich doof finden, dass man auch dar√ľber lachen kann. Will man so einen Menschen wirklich haben?
Schritt f√ľr Schritt lernt man dann das geschehene zu akzeptieren.
Wir tendieren auch dazu genau die Gedanken zuzulassen die weh tun. Aber wenn du dir dabei vorstellst, dass dieses Zulassen des Schmerzes den Schmerz abstumpfen lässt.
Manchmal passiert es ganz pl√∂tzlich. Du wachst auf, und pl√∂tzlich ist es dir egal. Der Weg dorthin ist hart. Aber diese kleinen Zieletappen vor Augen zu f√ľhren hilft.
Du selbst bist es dir schuldig verarbeiten zu lernen.

Zitat:
P.S. Ich wurde vor 3 Monaten von meiner Lebensgefährtin nach 16 Jahren verlassen und befinde mich seither in einem Loch, aus dem ich einfach nicht herauskomme.

So leid es mir tut zu sagen, aber 3 Monate ist nach 16 jahren keine Zeit.
Je länger und intensiver wir mit einem Partner zusammen waren, desto schwerer fällt es.
Es gibt Menschen die den liebsten Partner verlieren, ohne verlassen zu werden. Und doch schaffen sie es die Trauer zu √ľberwinden. WArum sollten wir das nicht auch schaffen?
Es kommt der Tag andem der Schmerz nachl√§sst. Du kannst nur selbst ein bisschen nachhelfen, indem du mehr f√ľr dich selbst tust. Ich kannte eine Frau die nach der Scheidung jedes Zimmer ihrer Wohnung knallbunt gestrichen hatte. Eine andere lie√ü sich t√§towieren, und piercen, andere schneiden die Haare oder f√§rben. Du musst in dich h√∂ren, und das finden was dir gut tut. Ob Sportverein Umgestaltung der Wohnung, Umgestaltung deiner Person, motorradfahren wasauchimmer....

22.10.2013 12:45 • #7


Alena-52


Zitat von Unfassbar:
Ich lese viel in diesem Forum mit, vor allem, was Alena schreibt, aber ich bekomme es nicht umgesetzt. Leider habe ich mich bisher nicht mit Esotherik o.ä. befasst und betrete daher absolutes Neuland.

Ist hier niemand, der einem Laien erklären kann, wie ich akzeptieren und loslassen kann?

P.S. Ich wurde vor 3 Monaten von meiner Lebensgefährtin nach 16 Jahren verlassen und befinde mich seither in einem Loch, aus dem ich einfach nicht herauskomme.
hallo unfassbar

zur esoterik kann ich dir auch nicht viel sagen, aber zur spiritualit√§t, die f√ľr mich eine h√∂here bewusstseinsebene bedeutet, aber dennoch auf den boden der tatsachen bleibt.

bewusstsein ist, dass ich erstmal der tatsache ins auge schaue und annehme und akzeptieren was ist. z.b.: Ok, ich wurde jetzt verlassen und f√ľhle mich jetzt traurig, entt√§uscht, √§ngstlich.
eine zweite frage w√§re f√ľr mich warum ich mich jetzt so f√ľhle. welche gedanken sind da, denn diese gedanken l√∂sen die gef√ľhle aus.
also anstatt es zu bekämpfen und ablehnen zu wollen, nehme ich erstmal die situation an, so wie sie ist.
der zweite schritt ist, dass ich nach lösungen und los-lösungen suche.

bewusstes loslassen ist zu wissen was ich √ľberhaupt loslassen "muss" - es geht doch um die gedanken, die ich dann habe, oft sind diese nicht wahr, z.b. ich bin nicht gut genug und werde deshalb verlassen.
bewusstsein ist zu erkennen wo ein gedanken- und handlungsmuster mich in leid versetzt.

anstatt jetzt f√ľrsorglich und verst√§ndnisvoll mit mir umzugehen damit ich besser mit der situation umgehen kann mache ich oft genau das gegenteil und ziehe mich damit nur weiter runter wenn ich mir nicht bewusst bin. ein selbstsch√§digendes verhaltensmuster, was bleibt, wenn ich nichts daran ver√§ndern kann.

bewusster leben ist ein prozess, der langsam geschieht. gleichzeitig lebt es sich besser weil es leichter fällt dinge zu verarbeiten und zu verändern. das ist alles.

bewusst sein bedeutet auch sich bewusst zu sein, dass ich selbst schöpfer meines lebens bin und die kraft und die macht habe mein leben so zu gestalten, das es mir gut damit geht. das bedeutet nicht das ich vor den widerwärtigkeiten des lebens verschont bleibe, ich mache es mir nur leichter weil ich mich vor vielen anhaftungen lösen konnte.

welche gedanken halten dich denn im "dunklen loch" fest ?

22.10.2013 15:26 • #8


Unfassbar


meine Gedanken drehen sich ständig um sie, was sie wohl gerade macht und vor allem, mit wem. Ich weiß, dass es einen Mann gibt, der sie umgarnt und der ihr wohl auch gefällt. Die Vorstellung, dass die beiden zusammenkommen, läßt mich fast verzweifeln.
Ich schaue st√§ndig auf mein Handy, ob vielleicht eine SMS von ihr gekommen ist, aber das wird nat√ľrlich nicht passieren. Sie hat bereits einer gemeinsamen Bekannten gesagt, dass ihre Entscheidung, mich zu verlassen, richtig war und es kein Zur√ľck f√ľr sie gibt. Trotzdem bekomme ich das nicht in meinem Kopf und hoffe immer noch, dass sie eines Tages wieder zur√ľck kommt.

Der Trennungsgrund war auch kein Streit. Wir haben uns immer super verstanden. Sie ist ein sehr sportlicher Mensch und sehr unternehmungsfreudig. Ich dagegen bin nicht sehr sportlich und bin auch mal sehr gerne zu Hause. Das war aber auch in den vergangenen 16 Jahren so. Eines Tages sagte sie mir, dass wir nicht mehr gleich ticken und ihre Gef√ľhle f√ľr mich nur noch freundschaftlicher Art sind. Danach suchte sie sich eine eigene Wohnung und zog 2 Monate sp√§ter aus.
Seither sitze ich in meiner Wohnung und kann mich zu nichts mehr aufraffen.
Mein einziger Lebensinhalt ist momentan meine Arbeit. Ich gehe jeden Morgen ins B√ľro, abends sitze ich zu Hause und gr√ľble.

Ich wei√ü, dass ich mit der ganzen Geschichte abschlie√üen mu√ü, damit ich wieder ein normales Leben f√ľhren kann. Ich sage mir auch st√§ndig vor,dass ich sie loslasse. Aber es sind irgendwie nur leere Worte, die an meinem Zustand nichts √§ndern.

22.10.2013 19:10 • #9


Alena-52


@ Birgit
RADIKALE AKZEPTANZ beinhaltet auch RADIKALE VERGEBUNG ......


Zitat von Unfassbar:
meine Gedanken drehen sich ständig um sie, was sie wohl gerade macht und vor allem, mit wem. Ich weiß, dass es einen Mann gibt, der sie umgarnt und der ihr wohl auch gefällt. Die Vorstellung, dass die beiden zusammenkommen, läßt mich fast verzweifeln.
Ich schaue st√§ndig auf mein Handy, ob vielleicht eine SMS von ihr gekommen ist, aber das wird nat√ľrlich nicht passieren. Sie hat bereits einer gemeinsamen Bekannten gesagt, dass ihre Entscheidung, mich zu verlassen, richtig war und es kein Zur√ľck f√ľr sie gibt. Trotzdem bekomme ich das nicht in meinem Kopf und hoffe immer noch, dass sie eines Tages wieder zur√ľck kommt.
hallo unfassbar
meiner einsch√§tzung nach wird dein gedankenkreisel von deinen verlust√§ngsten und/oder verlassenheitsgef√ľhlen angetrieben.
wenn du aus deiner gedankenspirale heraus willst ist es wichtig zu erkennen, dass deine √§ngste nur gef√ľhle sind, die meistens nicht der realit√§t entsprechen. es gibt mehrere verkn√ľpfungen, die durch fr√ľhe erfahrungen entstanden und noch nicht aufgel√∂st worden sind.
das ist jetzt die chance deine verlust√§ngste anzuschauen, sie anzunehmen und zu verarbeiten, sie umzuwandeln in das was sie mal waren. in liebe. angst entsteht immer aus einem mangelgef√ľhl von liebe heraus.
Zitat:
Sie ist ein sehr sportlicher Mensch und sehr unternehmungsfreudig. Ich dagegen bin nicht sehr sportlich und bin auch mal sehr gerne zu Hause. Das war aber auch in den vergangenen 16 Jahren so. Eines Tages sagte sie mir, dass wir nicht mehr gleich ticken und ihre Gef√ľhle f√ľr mich nur noch freundschaftlicher Art sind. Danach suchte sie sich eine eigene Wohnung und zog 2 Monate sp√§ter aus.
Seither sitze ich in meiner Wohnung und kann mich zu nichts mehr aufraffen.
Mein einziger Lebensinhalt ist momentan meine Arbeit. Ich gehe jeden Morgen ins B√ľro, abends sitze ich zu Hause und gr√ľble.

Ich wei√ü, dass ich mit der ganzen Geschichte abschlie√üen mu√ü, damit ich wieder ein normales Leben f√ľhren kann. Ich sage mir auch st√§ndig vor,dass ich sie loslasse. Aber es sind irgendwie nur leere Worte, die an meinem Zustand nichts √§ndern.
die unterschiedlichen bed√ľrfnisse und w√ľnsche k√∂nnen mit der zeit dazu beitragen das irgendwann ein mangelgef√ľhl entstehen kann, w√§hrend du eher der h√§usliche, gem√ľtliche bist, ist sie die aktivere, bewegungsfreudigere - vielleicht hatte sie das gef√ľhl einer vers√§umnis ?

die erkenntnis und der gedanke jetzt loslassen zu "m√ľssen" bringt dir nicht viel wenn du innerlich √§ngste hast das auch zu tun. du musst es schaffen in das gef√ľhl zu kommen, das loslassen dir gut tut.
unser ganzes leben besteht darin zu lernen loszulassen, nur dann sind wir im fluss des lebens und bleiben nicht stehen.
wichtig ist aktiv zu werden und etwas zu tun, dich zu bewegen. und wenn du eine runde mit dem rad fährst, freunde besuchst, ein tolles hobby.
es wird dir anfangs schwer fallen, aber nur du selbst kannst dich aus deinem dunklen loch rausholen.
stecke dir t√§glich kleine erreichbare ziele, lasse dir mdazwischen auch zeit um deine trauer zu bew√§ltigen, aber nehme dir auch zeit f√ľr dinge die dir gut tun und wenn das ein koch- oder fotokurs ist, den du besuchst.
es wird niemand an deine t√ľr klingeln und dich aus deinem tief herausziehen, die motivation dazu musst du selbst aufbringen und wenn du unterwegs bist wirst du viele m√∂glichkeiten haben die dir helfen wieder nach vorn zu kommen.

23.10.2013 03:36 • #10


Birgit51


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Guten Morgen, guten Morgen Alena, guten Morgen Sanin,

Alena, besonders Deine Beitr√§ge verfolge ich mit gro√üem Interesse. Du hast mich in den letzten Tagen ein ganzes St√ľck weiter gebracht. √úber den Hinweis radikale Akzeptanz bedeutet auch radikale Vergebung denke ich immer wieder nach. Der Akzeptanz versuche ich jeden Tag ein St√ľckchen n√§her zu kommen. Das mit der Vergebung wird noch dauern, so geht es sicher vielen Betroffenen hier. Aber es ist ein guter Gedanke.

Ich w√ľnsche Euch allen einen sonnigen Tag.

ES WIRD BESSER, wenn nicht gleich, aber der Tag kommt.

23.10.2013 04:03 • #11


Birgit51


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Ich gr√ľ√üe euch alle...

das mit der radikalen Akzeptanz hat mich die ganze letzte Woche besch√§ftigt und heut war wieder ein Termin bei meiner Therapeutin. Sie hat nat√ľrlich nachgefragt, wie die Woche f√ľr mich war.

Ich habe von meinen tieftraurigen Momenten berichtet, aber auch davon, dass es zwischendurch schon einige Momente gab, wo ich mich ein St√ľck aus dem Jammertal hocharbeiten konnte.

Dann erz√§hlte ich auch von meinem gestrigen Telefonat mit IHM: Ich habe f√ľr das kommende Wochenende etwas zu besprechen gehabt. Die Antwort darauf war n√ľchtern, aber klar und deutlich und nat√ľrlich wartete ich vergeblich auf ein Zeichen, auf einen Hoffnungsschimmer. Es kam nichts, es wurde kein Interesse an meiner Situation deutlich, im Gegenteil, er brachte r√ľber, dass er sich gut f√ľhlt.

Daraufhin antwortete mir die Therapeutin, ich solle mir mal folgendes vorstellen: So wie ich mich verhalte, gehe ich sinnbildlich seit der Trennung jeden Tag zum Metzger und frage nach Bananen und und Birnen. Jedes Mal werde ich enttäuscht, weil ich diese dort nicht finden werde. Und immer und immer wieder gehe ich in das Geschäft, um frisches Obst kaufen zu wollen. Und immer und immer wieder bekomme ich die enttäuschende Antwort, dass ich das nicht finden werde, jedenfalls nicht in diesem Geschäft.
Das einzige, was ich fand, war ein fauler Apfel. Nun könnte ich sagen, dann nehm ich den, aber den will ich ja gar nicht. Ich möchte frisches Obst.

Es wird, wenn es so weiter l√§uft wie bisher, einige Zeit vergehen, wo ich mich damit abfinde, dass ich in diesem Gesch√§ft nicht f√ľndig werde, bis der Moment kommt, wo ich wieder das Bed√ľrfnis habe, genau in dieses Gesch√§ft zu gehen. Mein Kopf sagt dann sicher wieder, langsam mache ich mich l√§cherlich dort, aber mein Bauch sagt, vielleicht haben die ihr Angebot ja ge√§ndert. Und .... wieder eine Entt√§uschung.

Wie oft ich noch in dieses Gesch√§ft gehen werde, kann mir die Therapeutin nat√ľrlich nicht sagen. Wann es endlich Klick macht und ich gezielt ein Obst- und Gem√ľsegesch√§ft aufsuche, wird ihrer Meinung nach erst dann passieren, wenn der Leidensdruck einfach zu hoch ist.

Der Vergleich regt schon zum Nachdenken an und verdeutlicht, dass ich immer wieder ins gleiche Muster verfalle. Ich denke, dass es vielen genau so geht, die die Hoffnung nicht aufgeben, dass alles gut werden könnte.

Ich hoffe so sehr, dass ich so schnell nicht wieder zum Metzger gehe.

29.10.2013 14:09 • #12


Unfassbar


Hallo Birgit 51,

die Geschichte mit dem Metzger trifft die Sache auf den Punkt. Mir geht es da genau wie dir.
Ich hoffe auch st√§ndig, dass meine Ex es sich nochmal √ľberlegt und wieder zur√ľck kommt, obwohl sie schon gesagt hat, dass dies f√ľr sie nicht mehr in Frage kommt.

Ich wache auch jeden Morgen auf mit dem Gedanken, es muß ihr doch wenigstens ein bißchen so gehen wie mir. Sie kann doch nicht einfach so viele Jahre Gemeinsamkeit einfach wegwerfen. .....und schon wieder bin ich in der Metzgerei.

Ich bete inständig, dass ich aus dieser Spirale endlich rauskomme.

Ich w√ľnsche uns beiden, dass wir bald loslassen k√∂nnen, oder dass die verdammte Metzgerei endlich ihr Sortiment erweitert.

29.10.2013 20:00 • x 1 #13


Alena-52


Zitat von Birgit51:
Und immer und immer wieder gehe ich in das Geschäft, um frisches Obst kaufen zu wollen. Und immer und immer wieder bekomme ich die enttäuschende Antwort, dass ich das nicht finden werde, jedenfalls nicht in diesem Geschäft.
Das einzige, was ich fand, war ein fauler Apfel.
Nun könnte ich sagen, dann nehm ich den, aber den will ich ja gar nicht. Ich möchte frisches Obst.

hallo birgit

nach welchen fr√ľchten suchst du denn ? was fehlt dir wirklich ?
liebe ? anerkennung ? wertschätzung ? beachtung ?

suche in dir, nicht im aussen ....

29.10.2013 20:11 • #14


Birgit51


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Hallo Alena,

man wollte mir heut veranschaulichen, dass ich bei Kontakten sei es telefonisch oder persönlich vergeblich auf Zuwendung oder Trost von IHM warten werde. Mein EX hat nach Meinung der Therapeutin schon lange mit mir abgeschlossen.

Ich bin nicht auf der Suche nach etwas Neuem. Ich muss zuerst einmal das Alte verarbeiten und damit abschließen. Daran hindert mich aber nach wie vor, dass ich die Hoffnung nicht aufgebe, dass alles gut werden könnte.
Wie jeder andere Mensch bin ich nat√ľrlich auf der Suche nach Liebe, Vertrauen, Akzeptanz, Achtung und Ehrlichkeit in der Beziehung. Ich wei√ü auch, dass das alte Beziehungsmuster nicht mehr funktionieren kann. Und ja das Vertrauen w√ľrde mir wahrscheinlich fehlen.

Aber um klare Vorstellungen f√ľr die Zukunft zu haben, ist einfach alles noch zu frisch. Ich hoffe, ich warte, ich suche die Fehler st√§ndig bei mir.

29.10.2013 20:51 • #15



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