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Radikale Akzeptanz

Birgit51

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Meine Therapeutin hat mir für die kommende Woche bis zum nächsten Termin folgendes mitgegeben für die jetzt schwierige Zeit gegeben, welche RADIKALE AKZEPTANZ heißt.

Hier wird beschrieben: Radikale Akzeptanz heißt, die Situation und unsere Reaktionen darauf so anzunehmen, wie sie sind, ohne dass wir sie ändern können. Die Situation ist so, wie sie ist, weil sie nicht anders sein kann, sonst wäre sie anders.

Und dann wird noch der Unterschied zwischen Schmerz und Leid beschrieben:

Schmerz ist ein Teil des Lebens und kann nicht immer vermieden werden. Im Gegenteil, manchmal müssen unangenehme Gefühle ertragen werden, da die Situation sich nicht verändern lässt. Versuchen wir Schmerzen zu vermeiden, und zu verdrängen, leiden wir oft noch mehr darunter.

Leid besteht aus Schmerzen und dessen Nicht-Akzeptanz. Leid entsteht, wenn Menschen an dem haften, was sie wollen und sich weigern, das anzunehmen, was sie haben. Leid ist schwieriger zu ertragen als Schmerzen. Nur mithilfe von radikaler Akzeptanz kann man Leid in Schmerzen umwandeln.

Ich lese mir das immer und wieder durch, aber die Theorie ist wie immer einfacher als die Praxis.

22.10.2013 10:11 • x 1 #1


sanin

sanin


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ich finde das sehr interessant.
Wobei mir selbst der Unterschied oder Übergang von Leid und Schmerz nicht ganz klar ist.

Deinen letzten Satz unterstreiche ich auch

Aber vielleicht liegt es daran, dass wir auch keine Schmerzen haben wollen....

Danke, du hast mir mit deinem Beitrag trotzdem geholfen. Gefällt mir sehr.

22.10.2013 11:48 • #2



Radikale Akzeptanz

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Alena-52


Zitat von Birgit51:
Schmerz ist ein Teil des Lebens und kann nicht immer vermieden werden. Im Gegenteil, manchmal müssen unangenehme Gefühle ertragen werden, da die Situation sich nicht verändern lässt. Versuchen wir Schmerzen zu vermeiden, und zu verdrängen, leiden wir oft noch mehr darunter.

Leid besteht aus Schmerzen und dessen Nicht-Akzeptanz. Leid entsteht, wenn Menschen an dem haften, was sie wollen und sich weigern, das anzunehmen, was sie haben. Leid ist schwieriger zu ertragen als Schmerzen. Nur mithilfe von radikaler Akzeptanz kann man Leid in Schmerzen umwandeln.
hallo birgit

leid entsteht nur durch unser ego und bewertungen und verurteilungen. trauer ist genauso ein gefühl wie freude, natürlich bringt freude uns in eine höhere energie=schwingung als trauer.

nach der bewusstseinsskala von David R. Hawkens liegt die reine bewusstseins-ebene bei 2000, die von frieden bei 600 - wut, hass, ärger bei 150 und - angst bei 100 - die niedrigsten energien hat unser körper wenn wir schuld und scham empfinden - da sind es dann nur noch 20 % der energie, die wir für uns zur verfügung haben.

deshalb finde ich es besonders wichtig wenn ich meine gedanken überprüfe, es kommt nicht darauf an was ich erlebe, sondern wie ich darüber denke und damit auch fühle, oft habe ich diese glaubenssätze sogar von anderen übernommen, ohne zu überprüfen ob diese auch wahr sind.

akzeptanz ist annehmen zu können was ist, das ist liebe - sich dagegen zu wehren kommt vom ego ...

22.10.2013 12:06 • #3


sanin

sanin


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Zitat:
akzeptanz ist annehmen zu können was ist, das ist liebe - sich dagegen zu wehren kommt vom ego ...


Das kann ich so pauschal nicht unterstützen. Es kommt auf die Situation an, was man akzeptieren kann oder soll.

Ein Beispiel im Gegenextrem. Liebt eine geprügelte Frau ihren Mann wenn sie die Prügel akzeptiert? Und ist es egoistisch sich dagegen zu wehren?

22.10.2013 12:21 • #4


Alena-52


Sanin
ich meine etwas anderes, um bei deinem beispiel zu bleiben : , mein mann hat mich geschlagen, denn das ist ja erstmal die realität, die muss angenommen und akzeptiert werden. das ist auch liebe und weitere liebe ist mich davor zu schützen. wenn ich mich weigere das zu akzeptiren werden meine verletzungen bleiben und ich muss dann endlos drauf rumkauen.

etwas aus eigen-liebe annehmen zu können bedeutet noch lange nicht das auch gut heissen zu müssen,
im gegenteil es bedeutet auch das trennen zu können, der andere hat seine schwäche an mir ausgelassen und dagegen kann ich mich angemessen wehren.

22.10.2013 13:08 • #5


Unfassbar


ich verstehe die Worte "radikale Akzeptanz" und weiß auch, dass ich loslassen muss. Aber ich weiß nicht, wie ich das genau bewerkstelligen soll.
Ich lese viel in diesem Forum mit, vor allem, was Alena schreibt, aber ich bekomme es nicht umgesetzt. Leider habe ich mich bisher nicht mit Esotherik o.ä. befasst und betrete daher absolutes Neuland.

Ist hier niemand, der einem Laien erklären kann, wie ich akzeptieren und loslassen kann?

P.S. Ich wurde vor 3 Monaten von meiner Lebensgefährtin nach 16 Jahren verlassen und befinde mich seither in einem Loch, aus dem ich einfach nicht herauskomme.

Gruß
Unfassbar

22.10.2013 13:09 • #6


sanin

sanin


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Zitat von Unfassbar:
ich verstehe die Worte "radikale Akzeptanz" und weiß auch, dass ich loslassen muss. Aber ich weiß nicht, wie ich das genau bewerkstelligen soll.
Ich lese viel in diesem Forum mit, vor allem, was Alena schreibt, aber ich bekomme es nicht umgesetzt. Leider habe ich mich bisher nicht mit Esotherik o.ä. befasst und betrete daher absolutes Neuland.

Ich bin kein Freund von Esotherik, und kann dir in dem Bereich nicht weiterhelfen.
Aber das Lernen der radikalen Akzeptanz erfordert meiner persönlichen Meinung auch ein Umdenken.
Die andere Seite der Münze anzusehen, und auch selbst das Positive an der Situation erkennen.
Der der verlassen worden ist, geht das verlassen worden sein jetzt durch. Das heisst, den Weg den ich dann schon gegangen bin muss ich nicht mehr gehen.
Gelingt mir das zu akzeptieren, dann lindert es den Schmerz weil ich weiss es wird ein Morgen geben.
Es gab hier mal den Thread für Verlassene (eine wunderschöne Idee), Dinge die ich wieder tun darf.
Dem Negativen auch etwas positves abgewinnen.

Ich erinnere mich, dass meine Nachbarin (Pianistin und Klavierlehrerin) mich manchmal zum Wahnsinn getrieben hat mit dem ewigen Klavierspiel. Aber ich habe irgendwann mich damit auseinandergesetzt. Ich kann mich ärgern und fertig machen, oder lernen es zu akzeptieren. Wenn sie oder ihre Töchter alleine gespielt haben, klang das eigentlich wunderschön. Ich hatte ein konzert umsonst. Wenn sie Unterricht gab, konnte ich mich plötzlich auf freuen, denn das heisst auch ich darf Lärm machen.
und plötzlich hat es mich nie wieder gestört. Die Nachbarin auf der anderen Seite allerdings, wird von dem Klavierspielen krank. Sie kann das unvermeidbare nicht lernen zu akzeptieren und leidet. Ich leide nicht mehr.

Zitat:
Ist hier niemand, der einem Laien erklären kann, wie ich akzeptieren und loslassen kann?

Verlassen zu werden heisst leider auch, das verlorene auf ein Podest zu stellen. Ein Podest wo der andere nicht hingehört. Denn will ich wirklich einen Menschen in meinem Leben haben, der in der Lage ist mich so zu verletzen? NEIN.
Aber vor lauter Trauer und Schmerz tendieren wir dazu diese Seiten zu übersehen.
Dann hat auch irgendetwas zur Trennung geführt. Habe ich meinen Partner vernachlässigt? Wenn ja, warum? Weil er mich nicht mehr interessiert hat. Aber sobald er nicht mehr da ist, interessiert er uns.
Parodox, aber wenn er wieder da wäre, und genauso wäre wie er war....warum sollten er uns plötzlich wieder interessieren?
Es hilft unglaublich mit Freundinnen über die schrulligkeiten und Zickigkeiten des Partners zu lachen. Da verletzt er einen, und man kann das Verhalten so unglaublich doof finden, dass man auch darüber lachen kann. Will man so einen Menschen wirklich haben?
Schritt für Schritt lernt man dann das geschehene zu akzeptieren.
Wir tendieren auch dazu genau die Gedanken zuzulassen die weh tun. Aber wenn du dir dabei vorstellst, dass dieses Zulassen des Schmerzes den Schmerz abstumpfen lässt.
Manchmal passiert es ganz plötzlich. Du wachst auf, und plötzlich ist es dir egal. Der Weg dorthin ist hart. Aber diese kleinen Zieletappen vor Augen zu führen hilft.
Du selbst bist es dir schuldig verarbeiten zu lernen.

Zitat:
P.S. Ich wurde vor 3 Monaten von meiner Lebensgefährtin nach 16 Jahren verlassen und befinde mich seither in einem Loch, aus dem ich einfach nicht herauskomme.

So leid es mir tut zu sagen, aber 3 Monate ist nach 16 jahren keine Zeit.
Je länger und intensiver wir mit einem Partner zusammen waren, desto schwerer fällt es.
Es gibt Menschen die den liebsten Partner verlieren, ohne verlassen zu werden. Und doch schaffen sie es die Trauer zu überwinden. WArum sollten wir das nicht auch schaffen?
Es kommt der Tag andem der Schmerz nachlässt. Du kannst nur selbst ein bisschen nachhelfen, indem du mehr für dich selbst tust. Ich kannte eine Frau die nach der Scheidung jedes Zimmer ihrer Wohnung knallbunt gestrichen hatte. Eine andere ließ sich tätowieren, und piercen, andere schneiden die Haare oder färben. Du musst in dich hören, und das finden was dir gut tut. Ob Sportverein Umgestaltung der Wohnung, Umgestaltung deiner Person, motorradfahren wasauchimmer....

22.10.2013 13:45 • #7


Alena-52


Zitat von Unfassbar:
Ich lese viel in diesem Forum mit, vor allem, was Alena schreibt, aber ich bekomme es nicht umgesetzt. Leider habe ich mich bisher nicht mit Esotherik o.ä. befasst und betrete daher absolutes Neuland.

Ist hier niemand, der einem Laien erklären kann, wie ich akzeptieren und loslassen kann?

P.S. Ich wurde vor 3 Monaten von meiner Lebensgefährtin nach 16 Jahren verlassen und befinde mich seither in einem Loch, aus dem ich einfach nicht herauskomme.
hallo unfassbar

zur esoterik kann ich dir auch nicht viel sagen, aber zur spiritualität, die für mich eine höhere bewusstseinsebene bedeutet, aber dennoch auf den boden der tatsachen bleibt.

bewusstsein ist, dass ich erstmal der tatsache ins auge schaue und annehme und akzeptieren was ist. z.b.: Ok, ich wurde jetzt verlassen und fühle mich jetzt traurig, enttäuscht, ängstlich.
eine zweite frage wäre für mich warum ich mich jetzt so fühle. welche gedanken sind da, denn diese gedanken lösen die gefühle aus.
also anstatt es zu bekämpfen und ablehnen zu wollen, nehme ich erstmal die situation an, so wie sie ist.
der zweite schritt ist, dass ich nach lösungen und los-lösungen suche.

bewusstes loslassen ist zu wissen was ich überhaupt loslassen "muss" - es geht doch um die gedanken, die ich dann habe, oft sind diese nicht wahr, z.b. ich bin nicht gut genug und werde deshalb verlassen.
bewusstsein ist zu erkennen wo ein gedanken- und handlungsmuster mich in leid versetzt.

anstatt jetzt fürsorglich und verständnisvoll mit mir umzugehen damit ich besser mit der situation umgehen kann mache ich oft genau das gegenteil und ziehe mich damit nur weiter runter wenn ich mir nicht bewusst bin. ein selbstschädigendes verhaltensmuster, was bleibt, wenn ich nichts daran verändern kann.

bewusster leben ist ein prozess, der langsam geschieht. gleichzeitig lebt es sich besser weil es leichter fällt dinge zu verarbeiten und zu verändern. das ist alles.

bewusst sein bedeutet auch sich bewusst zu sein, dass ich selbst schöpfer meines lebens bin und die kraft und die macht habe mein leben so zu gestalten, das es mir gut damit geht. das bedeutet nicht das ich vor den widerwärtigkeiten des lebens verschont bleibe, ich mache es mir nur leichter weil ich mich vor vielen anhaftungen lösen konnte.

welche gedanken halten dich denn im "dunklen loch" fest ?

22.10.2013 16:26 • #8


Unfassbar


meine Gedanken drehen sich ständig um sie, was sie wohl gerade macht und vor allem, mit wem. Ich weiß, dass es einen Mann gibt, der sie umgarnt und der ihr wohl auch gefällt. Die Vorstellung, dass die beiden zusammenkommen, läßt mich fast verzweifeln.
Ich schaue ständig auf mein Handy, ob vielleicht eine SMS von ihr gekommen ist, aber das wird natürlich nicht passieren. Sie hat bereits einer gemeinsamen Bekannten gesagt, dass ihre Entscheidung, mich zu verlassen, richtig war und es kein Zurück für sie gibt. Trotzdem bekomme ich das nicht in meinem Kopf und hoffe immer noch, dass sie eines Tages wieder zurück kommt.

Der Trennungsgrund war auch kein Streit. Wir haben uns immer super verstanden. Sie ist ein sehr sportlicher Mensch und sehr unternehmungsfreudig. Ich dagegen bin nicht sehr sportlich und bin auch mal sehr gerne zu Hause. Das war aber auch in den vergangenen 16 Jahren so. Eines Tages sagte sie mir, dass wir nicht mehr gleich ticken und ihre Gefühle für mich nur noch freundschaftlicher Art sind. Danach suchte sie sich eine eigene Wohnung und zog 2 Monate später aus.
Seither sitze ich in meiner Wohnung und kann mich zu nichts mehr aufraffen.
Mein einziger Lebensinhalt ist momentan meine Arbeit. Ich gehe jeden Morgen ins Büro, abends sitze ich zu Hause und grüble.

Ich weiß, dass ich mit der ganzen Geschichte abschließen muß, damit ich wieder ein normales Leben führen kann. Ich sage mir auch ständig vor,dass ich sie loslasse. Aber es sind irgendwie nur leere Worte, die an meinem Zustand nichts ändern.

22.10.2013 20:10 • #9


Alena-52


@ Birgit
RADIKALE AKZEPTANZ beinhaltet auch RADIKALE VERGEBUNG ......


Zitat von Unfassbar:
meine Gedanken drehen sich ständig um sie, was sie wohl gerade macht und vor allem, mit wem. Ich weiß, dass es einen Mann gibt, der sie umgarnt und der ihr wohl auch gefällt. Die Vorstellung, dass die beiden zusammenkommen, läßt mich fast verzweifeln.
Ich schaue ständig auf mein Handy, ob vielleicht eine SMS von ihr gekommen ist, aber das wird natürlich nicht passieren. Sie hat bereits einer gemeinsamen Bekannten gesagt, dass ihre Entscheidung, mich zu verlassen, richtig war und es kein Zurück für sie gibt. Trotzdem bekomme ich das nicht in meinem Kopf und hoffe immer noch, dass sie eines Tages wieder zurück kommt.
hallo unfassbar
meiner einschätzung nach wird dein gedankenkreisel von deinen verlustängsten und/oder verlassenheitsgefühlen angetrieben.
wenn du aus deiner gedankenspirale heraus willst ist es wichtig zu erkennen, dass deine ängste nur gefühle sind, die meistens nicht der realität entsprechen. es gibt mehrere verknüpfungen, die durch frühe erfahrungen entstanden und noch nicht aufgelöst worden sind.
das ist jetzt die chance deine verlustängste anzuschauen, sie anzunehmen und zu verarbeiten, sie umzuwandeln in das was sie mal waren. in liebe. angst entsteht immer aus einem mangelgefühl von liebe heraus.
Zitat:
Sie ist ein sehr sportlicher Mensch und sehr unternehmungsfreudig. Ich dagegen bin nicht sehr sportlich und bin auch mal sehr gerne zu Hause. Das war aber auch in den vergangenen 16 Jahren so. Eines Tages sagte sie mir, dass wir nicht mehr gleich ticken und ihre Gefühle für mich nur noch freundschaftlicher Art sind. Danach suchte sie sich eine eigene Wohnung und zog 2 Monate später aus.
Seither sitze ich in meiner Wohnung und kann mich zu nichts mehr aufraffen.
Mein einziger Lebensinhalt ist momentan meine Arbeit. Ich gehe jeden Morgen ins Büro, abends sitze ich zu Hause und grüble.

Ich weiß, dass ich mit der ganzen Geschichte abschließen muß, damit ich wieder ein normales Leben führen kann. Ich sage mir auch ständig vor,dass ich sie loslasse. Aber es sind irgendwie nur leere Worte, die an meinem Zustand nichts ändern.
die unterschiedlichen bedürfnisse und wünsche können mit der zeit dazu beitragen das irgendwann ein mangelgefühl entstehen kann, während du eher der häusliche, gemütliche bist, ist sie die aktivere, bewegungsfreudigere - vielleicht hatte sie das gefühl einer versäumnis ?

die erkenntnis und der gedanke jetzt loslassen zu "müssen" bringt dir nicht viel wenn du innerlich ängste hast das auch zu tun. du musst es schaffen in das gefühl zu kommen, das loslassen dir gut tut.
unser ganzes leben besteht darin zu lernen loszulassen, nur dann sind wir im fluss des lebens und bleiben nicht stehen.
wichtig ist aktiv zu werden und etwas zu tun, dich zu bewegen. und wenn du eine runde mit dem rad fährst, freunde besuchst, ein tolles hobby.
es wird dir anfangs schwer fallen, aber nur du selbst kannst dich aus deinem dunklen loch rausholen.
stecke dir täglich kleine erreichbare ziele, lasse dir mdazwischen auch zeit um deine trauer zu bewältigen, aber nehme dir auch zeit für dinge die dir gut tun und wenn das ein koch- oder fotokurs ist, den du besuchst.
es wird niemand an deine tür klingeln und dich aus deinem tief herausziehen, die motivation dazu musst du selbst aufbringen und wenn du unterwegs bist wirst du viele möglichkeiten haben die dir helfen wieder nach vorn zu kommen.

23.10.2013 04:36 • #10


Birgit51


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Guten Morgen, guten Morgen Alena, guten Morgen Sanin,

Alena, besonders Deine Beiträge verfolge ich mit großem Interesse. Du hast mich in den letzten Tagen ein ganzes Stück weiter gebracht. Über den Hinweis radikale Akzeptanz bedeutet auch radikale Vergebung denke ich immer wieder nach. Der Akzeptanz versuche ich jeden Tag ein Stückchen näher zu kommen. Das mit der Vergebung wird noch dauern, so geht es sicher vielen Betroffenen hier. Aber es ist ein guter Gedanke.

Ich wünsche Euch allen einen sonnigen Tag.

ES WIRD BESSER, wenn nicht gleich, aber der Tag kommt.

23.10.2013 05:03 • #11


Birgit51


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Ich grüße euch alle...

das mit der radikalen Akzeptanz hat mich die ganze letzte Woche beschäftigt und heut war wieder ein Termin bei meiner Therapeutin. Sie hat natürlich nachgefragt, wie die Woche für mich war.

Ich habe von meinen tieftraurigen Momenten berichtet, aber auch davon, dass es zwischendurch schon einige Momente gab, wo ich mich ein Stück aus dem Jammertal hocharbeiten konnte.

Dann erzählte ich auch von meinem gestrigen Telefonat mit IHM: Ich habe für das kommende Wochenende etwas zu besprechen gehabt. Die Antwort darauf war nüchtern, aber klar und deutlich und natürlich wartete ich vergeblich auf ein Zeichen, auf einen Hoffnungsschimmer. Es kam nichts, es wurde kein Interesse an meiner Situation deutlich, im Gegenteil, er brachte rüber, dass er sich gut fühlt.

Daraufhin antwortete mir die Therapeutin, ich solle mir mal folgendes vorstellen: So wie ich mich verhalte, gehe ich sinnbildlich seit der Trennung jeden Tag zum Metzger und frage nach Bananen und und Birnen. Jedes Mal werde ich enttäuscht, weil ich diese dort nicht finden werde. Und immer und immer wieder gehe ich in das Geschäft, um frisches Obst kaufen zu wollen. Und immer und immer wieder bekomme ich die enttäuschende Antwort, dass ich das nicht finden werde, jedenfalls nicht in diesem Geschäft.
Das einzige, was ich fand, war ein fauler Apfel. Nun könnte ich sagen, dann nehm ich den, aber den will ich ja gar nicht. Ich möchte frisches Obst.

Es wird, wenn es so weiter läuft wie bisher, einige Zeit vergehen, wo ich mich damit abfinde, dass ich in diesem Geschäft nicht fündig werde, bis der Moment kommt, wo ich wieder das Bedürfnis habe, genau in dieses Geschäft zu gehen. Mein Kopf sagt dann sicher wieder, langsam mache ich mich lächerlich dort, aber mein Bauch sagt, vielleicht haben die ihr Angebot ja geändert. Und .... wieder eine Enttäuschung.

Wie oft ich noch in dieses Geschäft gehen werde, kann mir die Therapeutin natürlich nicht sagen. Wann es endlich Klick macht und ich gezielt ein Obst- und Gemüsegeschäft aufsuche, wird ihrer Meinung nach erst dann passieren, wenn der Leidensdruck einfach zu hoch ist.

Der Vergleich regt schon zum Nachdenken an und verdeutlicht, dass ich immer wieder ins gleiche Muster verfalle. Ich denke, dass es vielen genau so geht, die die Hoffnung nicht aufgeben, dass alles gut werden könnte.

Ich hoffe so sehr, dass ich so schnell nicht wieder zum Metzger gehe.

29.10.2013 15:09 • #12


Unfassbar


Hallo Birgit 51,

die Geschichte mit dem Metzger trifft die Sache auf den Punkt. Mir geht es da genau wie dir.
Ich hoffe auch ständig, dass meine Ex es sich nochmal überlegt und wieder zurück kommt, obwohl sie schon gesagt hat, dass dies für sie nicht mehr in Frage kommt.

Ich wache auch jeden Morgen auf mit dem Gedanken, es muß ihr doch wenigstens ein bißchen so gehen wie mir. Sie kann doch nicht einfach so viele Jahre Gemeinsamkeit einfach wegwerfen. .....und schon wieder bin ich in der Metzgerei.

Ich bete inständig, dass ich aus dieser Spirale endlich rauskomme.

Ich wünsche uns beiden, dass wir bald loslassen können, oder dass die verdammte Metzgerei endlich ihr Sortiment erweitert.

29.10.2013 21:00 • x 1 #13


Alena-52


Zitat von Birgit51:
Und immer und immer wieder gehe ich in das Geschäft, um frisches Obst kaufen zu wollen. Und immer und immer wieder bekomme ich die enttäuschende Antwort, dass ich das nicht finden werde, jedenfalls nicht in diesem Geschäft.
Das einzige, was ich fand, war ein fauler Apfel.
Nun könnte ich sagen, dann nehm ich den, aber den will ich ja gar nicht. Ich möchte frisches Obst.

hallo birgit

nach welchen früchten suchst du denn ? was fehlt dir wirklich ?
liebe ? anerkennung ? wertschätzung ? beachtung ?

suche in dir, nicht im aussen ....

29.10.2013 21:11 • #14


Birgit51


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Hallo Alena,

man wollte mir heut veranschaulichen, dass ich bei Kontakten sei es telefonisch oder persönlich vergeblich auf Zuwendung oder Trost von IHM warten werde. Mein EX hat nach Meinung der Therapeutin schon lange mit mir abgeschlossen.

Ich bin nicht auf der Suche nach etwas Neuem. Ich muss zuerst einmal das Alte verarbeiten und damit abschließen. Daran hindert mich aber nach wie vor, dass ich die Hoffnung nicht aufgebe, dass alles gut werden könnte.
Wie jeder andere Mensch bin ich natürlich auf der Suche nach Liebe, Vertrauen, Akzeptanz, Achtung und Ehrlichkeit in der Beziehung. Ich weiß auch, dass das alte Beziehungsmuster nicht mehr funktionieren kann. Und ja das Vertrauen würde mir wahrscheinlich fehlen.

Aber um klare Vorstellungen für die Zukunft zu haben, ist einfach alles noch zu frisch. Ich hoffe, ich warte, ich suche die Fehler ständig bei mir.

29.10.2013 21:51 • #15



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