Susi-Sorglos
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ich und mein Lebenspartner suchen Erfahrungen im Bereich: radikale Akzeptanz - Trennung von Ex-Frau und Sohn. Ich hoffe, jemand kann etwas dazu schreiben. unser "Leidenweg" geht seit vielen Jahren mit Höhen und Tiefen, mal wussten wir was zu tun ist und dann waren wir wieder völlig hilflos. Damit man versteht wie schwierig alle ist, versuche ich kurz (was ja fast unmöglich ist ) die Situation zu erklären:
mein Lebensgefährte ist seit Jahren geschieden, Sohn & Ex-Frau sind ausgezogen, ich kam 2 Jahre später in sein Leben. Mein Lebensgefährte (ich schreibe einfachheitshalber "mein Mann") hat sich immer um beide gekümmert, viel mehr als er müsste (finanziel und aktiv) was meiner Meinung ein Fehler war - er hat alles versucht, dass alle zufrieden sind und dies wurde von seiner Ex-Frau ausgenutzt (finanziell und bei der Bewältigung IHRER privaten und erzieherischen Probleme). Über die Jahre hat sich vieles in negative entwickelt, sein Sohn kam mit Dro. in Berührung, Schulprobleme, Respektlosigkeit, machte was er wollte. Wir konnten in den wenigen Tagen alle zwei Wochen (Besuche) nicht gegensteuern, er hat uns alle gegeneinander ausgespielt und Absprachen wie wir gegensteuern bzw. wie wir uns in verschiedenen Situationen verhalten, wurde von der Mutter nicht eingehalten - es gab dauernd Konflikte. Wir haben einen mehrjährigen "Leidenweg" hinter uns, der Sohn flog bei der Mutter aus der Wohnung, kam zu uns, ist dann bei uns rausgeflogen und wir haben eine Wohnung für ihn gesucht auch eine Arbeitsstelle (wo er nicht arbeitet). Inzwischen nimmt er regelmässig Dro., beteuert nur ab morgen wird alles besser, war im Jugendarest und hat ständig Ärger. Inzwischen wohnt er in unserem näheren Umfeld und es gibt nur Ärge, wir werden auch immer wieder von teilweise Fremden Leuten angesprochen, ob wir uns nicht mal kümmern wollen. Ein Änderung ist nicht in Sicht. Das alles belastet uns seit Jahren - als Paar halten wir zusammen, sind aber total ausgelaugt. Ich selbst hab mich von seinem Sohn abgewendet - er beschimpft mir nur usw. Mein Mann und ich komme gedanklich nicht zur Ruhe und haben inzwischen schon körperliche Beschwerden .
Wir wissen: es ist so wie es ist - wir können selbst das Leben des Sohnes nicht ändern - vielleicht will er es auch so denn er muss nicht arbeiten und bekommt die Wohnung bezahlt. Mein Mann macht dies, weil er schon nach dem Rauswurf tagelang bei uns auf der Terrasse kampiert hat. Er ist jetzt 18, will nur Unterstützung wenn es um Geld geht und wir interessieren ihn nicht. Nun hat uns der Psychologe geraten entweder weg zu ziehen (was wir nicht wollen aus diversen Gründen) oder als Ausweg - vor allem für meinen Mann -die radikale Akzeptans mit all diesen Folgen. Das bedeutet keine finanzielle Untertützung, sich komplett abwenden und sich nicht mehr kümmern. Dies sehen wir als einzigen Ausweg denn wir können und wollen so nicht mehr leben.
Das heisst aber auch, zuzusehen, wie alles wohl noch schlimmer wird. Er momentan aus bestimmten Gründen eine Summe Geld zur Verfügung (die wohl in ein paar Wochen ausgegeben ist. )plus die bezahlte Wohnungsmiete. Aber wenn wir den Weg der radikalen Akzeptanz gehen, bedeutet dies: kein Geld, keine Bemühungen um ihn mehr (haben wir eh schon auf ein minimun Gerichtsverhandlung/Kontakt Anwalt reduziert ) usw - der Sohn wird evtl. kriminiell wegen Geldmangel, es wird noch schlimme Verwahrlosung usw. Auch wenn wir wissen, dass er sich das ja selbt macht und muss man damit umgehen können - gerade wenn dies direkt vor den Augen passiert. Wir müsssten ihm Grundstücksverbot erteilen usw.
Hat jemand Erfahrung damit - hier geht es ja eher um die Trennung zum Sohn, die Exfrau ist denke ich der einfachere Weg. Aber das emotionale mit dem Sohn sehe ich als rießigen Berg für meinen Mann - ich bin schon einen Schritt weiter, ich sehe aber wie mein Mann leidet.
Falls jemand mit dieseThema etwas anfangen kann und sich meldet, schon mal vielen Dank.
Ich weiss auch nicht ob ich hier so richtig bin, es gibt zu diesem Thema "bewusste Trennung vom Kind" schwer info.
Danke Susi Sorglos