Schneeflocke_
Mitglied
- Beiträge:
- 9
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 6
- Mitglied seit:
ich würde mich mal gerne austauschen und Ansichten/ Erfahrungen anhören.
Ich bin Mitte 30 und seit 3,5 Jahren mit meinem Partner liiert. Unsere Beziehung hatte nicht ganz den perfekten Start, es war schon schön aber nicht so rosarot wie ich es bis dahin hatte. und deswegen hatten wir wohl auch bereits in der ersten Zeit die ein oder andere Meinungsverschiedenheit - nichts tragisches - tragisch war Jedoch wie schlecht die Kommunikation vor allem Streitkommunikation anfangs ablief.
Von Mauern und sich ein paar Tage nicht mehr melden dann zu diskutieren (vor allem Rechthaberei seinerseits) bis zum halben Nervenzusammenbruch.
Dann kam Corona, mein Partner ist selbstständig und hatte eine schwere Zeit, aber wir haben uns dabei mehr zusammengerauft und sind ein ganz gutes Team geworden.
Leider hatten wir immer noch das Thema mit der Streitkultur und ich habe auch immer wieder versucht dem auf den Grund zu gehen - haben "Regeln" für positive und Lösungsorietiere Sprache etc aufgestellt (sowas kam dann meist von mir aber er fand die Vorschläge gut und war dabei. )
. wie ihr euch denken könnt hat es nur leider recht wenig gebracht schnell waren wieder Beleidigungen, sogar Beschimpfungen - beides absolutes No-Go für mich - wieder da und ich konnte ihn zuletzt mehr oder weniger überreden eine gemeinsame Therapie zu machen um an unserer destruktive Streitkultur zu arbeiten.
Natürlich gehören zum Streiten immer 2 Personen, aber mein großes Problem ist, ich kann einer andern Meinung sein - über das Thema reden oder über meine Gefühle - ohne dabei die Nerven zu verlieren oder aufbrausend oder Beleidigend zu werden, ohne meinen Partner als Feind zu sehen - mein Partner kann das jedoch nicht.
Dank der Therapie (die er sogar super findet) ist es mal besser aber mal auch wieder ganz schlecht. dafür immer seltener ganz schlecht.
Er schluckt gerne seinen Ärger hinunter, was dann zur Explosion oder oft Implosion führt wenn sich zu viel angestaut hat - das weiß er aber selber und versucht daran zu arbeiten.
Und nun zum eigentlichen großen Thema, es ist unglaublich kraftraubend für mich dass die meisten Initiativen von mir ausgehen, sei es beim 6 (weswegen wir auch keinen mehr haben was mich furchtbar furchtbar frustriert und er weiß das genau), sei es bei der Beziehungsarbeit oder Urlaube oder Aktivität.
Er ist sehr passiv in seiner Lebensweise was ein ernsthaftes Problem geworden ist weil es mich wahnsinnig abtörnt und an meinen Kräften zieht, wenn ich ihn bitte etwas zu erledigen dann macht er es auch meist zuverlässig sowie der gemeinsame Haushalt zb . aber von ihm aus kommt wenig
Er wiederum findet es super dass ich ihn motiviere . aber sieht nicht und hört nicht wie mich das kaputt macht, ich will einen Partner auf Augenhöhe, wir verstehen uns im Alltäglichen wiederum gut nur als Paar fehlt mir mehr und mehr die Verbindung, die Nähe und sein Engagement der/ unserer Beziehung gegenüber.
Ich bin ziemlich durch den Wind seit einer Weile und weiß nicht ob das alles noch Sinn macht und ob wir überhaupt als Paar geeignet sind.
Mir fehlt der Spaß, die Freude nach Hause zu kommen. die Leidenschaft falls überhaupt vorhanden. kurz ich bin ziemlich frustriert wäre aber immer noch bereit etwas Energie hineinzustecken aber wie und für was ist die Frage ?
Sorry dass es so lang geworden ist !