Zitat von Mayla:Auch deine Fragen im Eingangspost finde ich sehr stark verallgemeinernd. Ich empfinde nichts von dem so, wie du es beschreibst. Das ist deine Wahrnehmung. Und was die s. Anziehung angeht, ist ja wohl alles möglich. Es gibt Menschen, die zeitlebens s. nur vom gleichen Geschlecht anzgezogen werden, andere nur vom anderen Geschlecht und wiederum andere machen Erfahrungen mit beiden Geschlechtern. Ich stelle fest, dass es so ist, was bringt es dir zu wissen, warum das so ist.
Ich schildere hier was ich erlebe, wenn ich hier vom Forum von Gefühlen für einen anderen Mann schreibe. Warhnehmung, Einbildung, was auch immer, hin oder her: Egal was man anführt, man kann es doch schlecht leugnen dass in meinen Threads hier immer gleich von einer sehr relevanten Menge an Leuten auf die Sexualität eingegangen wird?! Dass Du das hier schon wieder versuchst zu relativieren hinterlässt bei mir nicht gerade Vertrauen! Bitte überprüfe doch nochmal Dich selbst, ob Du hier nicht schon wieder versuchst dein eigenes Weltbild zu retten.
Mich betrifft dieser Punkt sehr stark, und sehr relevant in meinem Leben. Ob es eine sexuelle Orientierung gibt oder nicht, oder nur eine Vorliebe, ist für mich sehr sehr wichtig, da ich ein Drehbuch für Beziehungen habe die Bedürfnisse enthalten die meist von Männern erfüllt werden und nicht von Frauen. Und wenn Sägssualität nicht einmal ne Vorliebe ist sondern einfach nur ein Drehbuch für Beziehungen im Kopf, ändert sich beispielsweise für mich alles. Nehmen wir einfach, einfach mal nur aus Spaß an, "wilde Theorie und so", es ist wirklich nur ein der Plan im Kopf. Pläne sind vor allem davon abhängig was man kennt. Ein wichtiges Zitat zu diesem Punkt ist das folgende: "Menschen wissen nicht was sie wollen, aber sie wollen immer nur was sie bereits kennen." Es soll heißen, dass man erst auf eine Vorstellung kommen muss, also sich damit auseinandersetzen, um diese auch in Erwägung zu ziehen diese zu wollen. Wenn es nun so ist, dass wir alle nur mit der Hetero-Vorstellung erzogen werden, können wir doch gar nichts anderes wollen, oder?
Mein ganzes Leben ist davon geprägt dass ich andere Liebe, warum auch immer sind das weit überwiegend Männer, und es scheiterte aus den unterschiedlichsten Gründen, die aber fast ausschließlich mit der "sexuelle Orientierung" zusammenhängen. Bei meiner ersten Liebe, in der Sonntagsschule mit etwa 13, waren es die Eltern von mir und dem anderen, die den weiteren Kontakt verhinderten obwohl es uns beiden gut tat. In der Schule habe weder ich noch der andere Verstanden was zwischen uns war, und als wir umgezogen sind war der Kontakt halt zwangsweise weg. Danach, bis zum Alter von 25, habe ich verstanden was mit mir los war und mich dafür gehasst. Christliches Elternhaus und so, mein Vater war extrem gleichgeschlechtlich feindlich, und hat das auch so schon oft genug herausgelassen. Es war Sünde nach Bibel, ich bin für kleinere Vergehen gerne mit dem Bügel versohlt worden.
Interessanterweise lief mal eine sehr tiefe Freundschaft über zwei Jahre mit meiner Cousine, ja, weiblich. Auch diese war sehr technikorientiert, und wir hatten viel Spaß beim Programmieren am PC. Da ich diese allerdings immer nur in den Ferien besuchen konnte, immer unter Bebobachtung meiner Tante/Onkel, hat sich da auch nichts wirklich entwickelt können, wobei es schon mal sowas wie knistern gab.
Meine weiteren Liebschaften waren weitestgehend wieder für einen anderen Mann, und ich war mir sicher dass diese falsch und schlecht sind. Ich habe es einfach nichts zugelassen, das tiefer gegangen wäre. Das hört sich sehr nach der Phase an in der viele von euch hier noch seid. Und mit 20 habe ich dann erstmals an meiner Offenheit gearbeitet und diesen ganzen Ballast langsam beseite geräumt. Mit 23 war ich dann soweit, Religion ersatzlos gestrichen, Offenheit für meine Gefühle und mein Herz, und die erste Beziehung kam mit 25 und hielt auch 13 Jahre.
Jetzt stehe ich wieder an dem Punkt, und habe eine tolle Beziehung mit einem anderen Mann, die beiden gut tut. Und jetzt soll ich einfach so hinnehmen dass er eben nicht gleichgeschlechtlich ist und gut ist? Aus welchem Grund? Neee, Leute, ich habe gelernt nicht für ideloige zurück zu stecken und mich zu wehren, und dazu sage ich
nein!
Lieber ergründe ich was jetzt wirklich los ist, und füge mich der Realität anstatt irgendeiner Ideologie.