57

Scheidung Gemeinsamer Anwalt?

Fanta1

Fanta1

131
217
Zitat von NeuBeginn18:
dass Frauen (vor allem wenn Kinder im Spiel sind) ihren Männern letztendlich nicht das Hemd auf dem Leibe gönnen.

Das mag es durchaus geben, bei uns war es anders. Und letztendlich sorgen die Gerihte ja dafür, dass alles relativ gerecht halbe halbe aufgeteilt wird. So einfach ist es nämlich nicht, den Mann einfach mal so " auszuziehen" . Die Frau wird schon relativ deutlich dazu angehalten, sich einen Vollzeitjob zu suchen und wenn nicht, wird fiktiv das Vollzeit-Einkommen angerechnet. Versorgungsausgleich und Zugewinnausgleich sind relativ klar geregelt, da kann man auch nicht gut pfuschen, außer im Trennungsjahr Geld beiseite zu schaffen.
Zitat von NeuBeginn18:
Um ehrlich zu sein kenne ich mehr solcher Fälle, als solche bei denen die Frau über den Tisch gezogen wurde.

Das ist deine subjektive Wahrnehmung, die nicht zur Verallgemeinerung herangezogen werden kann.
Zitat von NeuBeginn18:
Eine Scheidung ist keine Raketenwissenschaft und in einer gleichberechtigten Partnerschaft können beide Seiten wissen, welches Vermögen vorhanden und zu verteilen ist, sollten die Schulden kennen und auch was sonst noch an Verträgen, etc. da ist.

Genau das kannte ich aber alles nicht, weil es jahrelang vor mir verheimlicht und verschleiert wurde.
Zitat von NeuBeginn18:
Für den Unterhalt ist das Internet voll von diversen Rechnern, die zumindest einen groben Anhaltspunkt über den zu erwartenden Unterhalt haben.

Die Rechner taugen dafür leider nicht, weil sie viel zu viele individuelle Kriterien außer Aucht lassen. Bei mir wich der Unterhaltsrechner um ca. 30 % vom tatsächlichen Wert ab
Zitat von NeuBeginn18:
Hier also die Frau als das schwächere Dummchen darzustellen, halte ich für falsch

Hat niemand getan. Und wenn doch, wäre es falsch.
Zitat von NeuBeginn18:
Die dem Mann alle Entscheidungen überlässt, mit den Freundinnen lieber ein Sektchen trinkt, anstatt beim Hausbau mit zu helfen und zum Schuss aus Langeweile einen Liebhaber hat...

Das ist nun aber sehr einseitig und polemisch dargestellt. Würde die sektschlürfenden gelangweilte Ex-Frau das genauso darstellen wie du jetzt ? Oder gab es vielleicht tiefgreifende Probleme ? Verzweiflung? Eine Flucht aus einer lieblosen Ehe? Also hier müsste man objektiv beide Seiten hören um da Rückschlüsse zu ziehen
Zitat von NeuBeginn18:
Die Frau, die sich mit Hingabe um den 14 jährigem Sohn auf der Ganztagsschule kümmert

Was ist daran auszusetzen? Offensichtlich haben doch beide dieses Modell mitgetragen, der Mann hat zwar wohl die Bitte geäußert, sie möge sich eine Arbeit suchen, aber es dann doch nicht konsequent eingefordert. Und auch hier fehlen die Hintergründe. Vielleicht war es ein besonders lernschwacher Schüler, der intensive Betreuung brauchte. Du zeichnest hier das Bild einer weiblichen Hexe, die es sich auf dem Rücken ihres treusorgenden Ehemannes gemütlich macht und lieber Sekt schlürft als arbeiten geht. Dabei fehlt mir aber gänzlich IHRE Sicht auf die Dinge
Zitat von NeuBeginn18:
Rechtlich bekommt sie im Falle der Trennung Unterhalt,

Ja, für ein Jahr und in diesem Jahr muss sie sich auch schon Arbeit suchen, nach dem Trennungsjahr wird der Druck dann sukzessive erhöht. Man muss den Gerichten genau beweisen, wie oft und wo man sich bewirbt und da sprechen wir von 30 Bewerbungen im Monat, das muss ganz genau dokumentiert werden. Kann sie keine hinreichenden Bewerbungsbemühungen nachweisen oder lehnt sie Angebote ab, wird ein fiktives Vollzeiteinkommen angenommen.
Zitat von NeuBeginn18:
kann unter Umständen mit ihrer Affaire ins Haus einziehen und der Mann geht erstmal weitgehend leer aus

Nein, er geht nicht leer aus. Es wird ihr ein angemessener Wohnwert angerechnet, den er weniger an Unterhalt an sie zahlen muss.
Zitat von NeuBeginn18:
Wenn sie dann noch mit ihrem neuen ein Kind zeugt, wird es richtig lustig und gerecht.

Wieso ?
Zitat von NeuBeginn18:
Zu behaupten, man braucht zwei Anwälte, weil der schlaue Mann ansonsten die unwissende dumme Frau über Tisch zieht sehe ich nicht.

Hat niemand behauptet

15.01.2019 06:27 • x 1 #16


NeuBeginn18

NeuBeginn18

465
4
1085
Zitat von NeuBeginn18:
Sicher ein stark überzeichnetes Bild, aber ähnliche Fälle kenne ich und hätte ich selber fast erlebt.


Na wer interpretiert denn nun? Dieser Satz wurde bewusst mal nicht kommentiert. Herrlich ;-)

Natürlich ist das ein einseitiges Bild einer Hexe, es sollte eben nur verdeutlichen, dass gesprochenes Recht nicht unbedingt etwas mit Gerechtigkeit zu hat.

Genauso dein Beispiel, in dem der Mann im Trennungsjahr Geld zur Seite schafft oder bewusst Informationen für sich behält. Das ist schlicht und ergreifend Betrug!

Das mag daran liegen, das mein Ehebild geprägt ist von absoluter Gleichberechtigung. Hat Mann oder Frau das Gefühl, dass nicht mit offenen Karten gespielt wird sieht es anders aus. Dann braucht man die gerichtliche Auseinandersetzung.

Aber man braucht sie nicht unbedingt weil man unwissend ist. Klar gibt es Partner, die versuchen sich zu übervorteilen. Die Frage ist, wie sie sich verhalten, wenn man sie mit einer konkreten Gegendarstellung konfrontiert. Zeigen sie sich hier nicht kompromissbereit, sind zwei Anwälte nötig.

Natürlich gab es in der Ehe eine Arbeitsteilung. Aber auch Männer werden nicht mit dem Wissen um Scheidungsthemen geboren. Und was die Unterhaltsrechner angeht: *beep* in, *beep* out. Mit ein paar Grundrechenarten kann man diesen auch einfach ausrechnen (7tel Rechnung). Das Problem liegt wenn dann in der Ermittlung der Einkommen. Das kann in der Tat bei Selbstständigen komplizierter sein, nicht aber in den normalen Fällen.

Wenn ich schreibe in meinem Umfeld, ist das ebenso keine allgemeine Aussage. Mein Undekd ist nicht so groß ;-)

Auch was den Job angeht stimmt so nicht. Folge immer dem Geld. Wer würde zahlen, wenn der Mann oder die Frau es nicht mehr für den Partner tut? Richtig, der Staat. In sofern dauert es in er Realität viel länger, bis der Unterhalt eingestellt werden kann, wenn sie die andere Seite mit anwaltlicher Hilfe hier geschickt verhält. 30 Bewerbungen ist ein Ammenmärchen. Frau/Mann muss sich bemühen. Und da erkenne ich zunächst keine Ungerechtigkeit.

Ebenso sieht es aus, wenn ein neues Kind kommt und der neue Partner nicht ausreichend verdient. Es gibt Konstellationen, in denen der Ex tatsächlich indirekt Unterhalt für den neuen Partner zahlt. Aber das würde jetzt zu weit gehen.

Den Punkt Verdienstmöglichkeiten (wenn Kinder da sind) empfinde ich als Mann gegenüber der Frau (in den meisten Fällen ist es ja so) überwiegend für unfair. Ich bin durchaus der Meinung, dass die Frau für den Verzicht der Karriere eine entsprechende Entschädigung erhalten muss! Ja, die muss arbeiten, aber wird eben sehr viel weniger verdienen, als wenn sie 20 Jahre Berufserfahrung hätte. Diese ehebedingten Nachteile werden zwar auch noch deutlich länger als ein Jahr zugesprochen, aber eben häufig nicht in dem Ausmaß, welches ich als gerecht empfinden würde. Alles hängt im sehr stark von der ehedauer ab.

Jaja, unsere Kinder können nur von den Eltern vernünftig betreut werden und da kann Frau/Mann nich arbeiten. Was macht der Elternteil dann während der Vollzeitschule? Erziehungspläne ausarbeiten? Ist der Haushalt dann aufwendiger? Und natürlich ist es der Mann schuld, weil er nicht massiv genug gedrängt hat... kein weiterer Kommentar. Genau solche Aussagen liebe ich.

Ich hatte einen asperger Stiefsohn (eher schächere Ausprägung). Ich wünschte unsere gesunden Kinder hätten nur 10 % der Förderung.

Alles was ich sagen wollte: ebenso, wie die Ehe und das gemeinsame Leben sehr individuell ist, ist auch das was als Folfe einer Teennung gerecht ist, sehr individuell.

Hier zu behaupten, allgemeingültige regeln können Gerechtigkeit ausdrücken ist falsch und wird jeder seriöse Anwalt so bestätigen. Es wird Recht gesprochen, als kleinster gemeinsamer Nenner.

Ebenso behaupte ich, man kann sich selber informieren und mit konkrete Forderungen auf den Partner zugehen. Dazu braucht man noch keinen zweiten Anwalt.

Möchte man das nicht, sieht sich dazu nicht in der Lage oder fühlt man sich benachteiligt, brauch man zwei.

Im übrigen ist meine Erfahrung, dass es nicht leicht ist einen guten Anwalt zu finden...

@tiefesmeer
Das wirkte auf mich so, weil eben erst der Anwalt diese Ungerechtigkeit aufdecken konnte und ist sicher auch von meiner persönlichen Erfahrung geprägt. Ich wollte hier nichts unterstellen und ist es so rüber gekommen: sorry!

15.01.2019 08:21 • x 2 #17


Fanta1

Fanta1

131
217
Zitat von NeuBeginn18:
30 Bewerbungen ist ein Ammenmärchen.

Quelle ? Ich kann aus eigener Erfahrung berichten dass exakt diese Anzahl von mir als Untergrenze gefordert und nachgehalten wurde.
Zitat von NeuBeginn18:
Diese ehebedingten Nachteile werden zwar auch noch deutlich länger als ein Jahr zugesprochen,

Um genau zu sein, unbefristet. Wenn nicht absehbar ist, dass die ehebedingten Nachteile im weiteren Erwerbsverlauf ausgeglichen werden können, bleiben die ehebedingten Nachteile bestehen und werden unbefristet bezahlt und das völlig zu Recht.
Zitat von NeuBeginn18:
Was macht der Elternteil dann während der Vollzeitschule?

Wäscheberge bewältigen, Haushalt, einkaufen, kochen, Lernpläne für defizitäre Kinder ausarbeiten ( das dauert gerne mal 2 bis drei Stunden wenn man es vernünftig macht), dringend benötigte Hilfe in der Schule,wie z.B. Feste vorbereiten, Kuchen backen, Fahrradführerschein begleiten als Standortposten, Klassenräume streichen ( das können nämlich die Vollzeiteltern alle nicht), Klassenfahrten und Ausflüge begleiten ( auch da reißt sich keiner drum), dann kommen noch die Freizeitaktivitäten in den Vereinen ( Fußball und Handball), die begleitet werden wollen mit entsprechendem Engagement ( auch hier riss man sich förmlich um die wenigen nicht berufstätigen Mütter), nach dem gesund gekochten Mittagessen dann Schulaufgaben begleiten bei dem lernschwachen Kind und sofort Lernübungen einbauen, da wo es hakt ( bei dem anderen Kind lief das alles alleine), danach Fußballtraining bei dem einen oder Handballtraining bei dem anderen Kind, bei dem auch sehr gerne die nicht berufstätigen Elternteile gesehen wurden,weil sie dem Trainer etwas zur Hand gehen konnten..und...und..und....es ist wirklich ein Irrglaube, dass nicht berufstätige Mütter oder Väter zu Hause den ganzen Tag RTL2 gucken und sich ansonsten ein schönes Leben machen. Achja, ich vergaß: ich wurde auch liebend gerne als Not-Sammelstelle für die Freunde meiner Kinder genommen, deren Eltern Vollzeit tätig waren. Als mein Sohn- dem es wirklich NIEMAND zugetraut hätte, dann tatsächlich vor einigen Jahren sein Abitur hinlegte, waren alle baff, aber der inner circle weiß ganz genau, warum das gelang: wegen konsequenter Begleitung und Betreuung. Heute ist er ein selbständiger junger Mann, der einen guten Job hat, wovon natürlich auch der EX enorm profitiert, da er für ihn seit einigen Jahren keinen Unterhalt mehr zu zahlen braucht und sich auch ansonsten wenig Sorgen machen musste, da ich ja alles regelte.

Wenn man dann beim Wiedereinstieg ins Berufsleben nur noch einen minderwertigen schlecht bezahlten Mindestlohn-Job bekommt während die Karriere des Ex durch die Decke ging, ,ist es meines Erachtens nur Recht, dass man die ehebedingten Nachteile unbefristet ausgeglichen bekommt. Und um das zu gewährleisten, waren bei uns nur zwei getrennte Anwälte möglich. Letztlich können wir mit dem Ergebnis beide gut leben.

Wenn ich dann ehebedingte Nachteile einfordere

15.01.2019 10:20 • x 2 #18


machtlos

656
2
1060
Ich bin am 20.11.2018 von meinem kleinen Nieselregen geschieden worden. Im Vorfeld hatten wir die wichtigen Themen Kindesunterhalt, Kindesumgang und Zugewinn einvernehmlich geklärt.

Derjenige, der die Scheidung beantragt ist verpflichtet, sich vor Gericht anwaltlich vertreten zu lassen. Wenn alle relevanten Themen geklärt sind, benötigt der andere Ehegatte keinen Anwalt, da vor Gericht lediglich geschieden wird.

Bei uns war es so, dass ich einen Anwalt hatte, meine Ex aber nicht, da es nur Geld gekostet hätte. Die Kosten meines Anwalts haben meine Ex und ich uns geteilt

15.01.2019 10:30 • x 2 #19


NeuBeginn18

NeuBeginn18

465
4
1085
Das ist doch auch alles unstrittig und diese Diskussionen kenne ich zu genüge. Allerdings kenne ich auch die andere Seite und man kann mir kein X für ein U vormachen.

Ich war in Elternzeit und Jobwechsel bedingt (lange Kündigungsfrist mit Freistellung) und drei Kindern 7 Monate fast komplett zu Hause, davon eines der Kids mit Asperger.

Ich muss ein Übermensch sein, denn ich habe es als andere Vollzeit empfunden. Der Kleine ging in eine Elterninitiative, hier wurden die Aktiknstage Samstags gemacht. Und da könnte ich all die Jahre auch als berufstätiger helfen...

Zwischen den ganzen Tag RTL gucken und Vollzeit sich um Haus und Kinder kümmern, liegen ja nun auch noch ein paar Stufen. Zumal es ja nicht so ist, dass ich als Partner NICHTS mit Haushalt und Familie zu tun hatte.

Ich habe in der Zeit das Haus ausgebaut und den Garten angelegt. Aber vermutlich habe ich die Kinder da arg vernachlässigt.

Es gab wirklich stressige Zeiten, keine Frage. Vor allem wenn eines der Kids krank war. Und ich habe riesen Respekt vor der Arbeit als Hausfrau / Hausmann. Aber das man sich Vollzeit um ein Kind von 12 oder 14 kümmern MUSS, soll jeder für sich entscheiden.

Wenn keine 30 stellen da sind brauchst du dich auch nicht bewerben. Quelle: das Urteil meiner ersten Trennung ;-) Anwälte bauen gerne Druck auf, rechtlich ist das aber nicht haltbar. Irgendwann muss man sich auch auf andere stellen bewerben, ist auch klar. Da wird den Unterhaltspflichtigen noch viel mehr zugemutet.

Nur das das nicht falsch rüberkommt: wenn es das das Ehemodell war und von beiden so gewünscht, ist doch auch völlig klar, dass im Falle einer Trennung ein Ausgleich stattfinden muss. Aber eben nur dann.

Konkret: In meiner ersten Ehe habe ich meiner Frau einige Zusatzausbildungen, Vollzeit ein Abi und einen Studium ermöglicht und bezahlt. Sie war über 30 und hat vielleicht 2 Jhre gearbeitet. Als dank durfte ich dann noch über zwei Jahre Unterhalt an sie zahlen, weil sie ja während der Ehe kein Einkommen hatte. Ist das gerecht? Nein, aber rechtens. Erst in zweiter Instanz und nach über zwei Jahren war ich dann frei. Bekomme ich was zurück? Nein!

Hätte sie gearbeitet, hätte ich den Wert eines Mittelklassewagens gespart. Ich wollte, dass sie zufrieden ist, dass sie sich verwirklicht. Bekomme ich jetzt ehebdjngte nachteile, weil ich ohne sie zu ubterstützen ggf. Schon ein Haus hätte kaufen können? Nein, es war unser Modell und der eine macht und der andere lässt.

Hier wäre es nur fair gewesen, sie hätte sich umgehend auf eigene Beine gestellt - auch im Trennungsjahr, auch wenn es keine rechtliche Verpflichtung gab.

Nicht mehr und nicht weniger möchte ich sagen. Rechtsprechung ist nicht zwingend gerecht.

15.01.2019 10:55 • x 3 #20


baba

baba

96
1
107
Ihr sprecht hier meinstens von Deutschland.
In der Schweiz geht ne Scheidung einvernehmlich auch ohne Anwalt und ja man kann sich einen teilen. So viele gibts auch meistens nicht zu klären. Ich sehe da kein Problem, die Pensionskasse ist geregelt der rest meistens auch.

15.01.2019 11:06 • x 1 #21


Winterblume

Winterblume

251
1
317
Wir hatten vorher eine Trennungsvereinbarung beim Notar machen lassen und haben uns nur für die Scheidung einen Anwalt genommen. Bzw. ich habe ihn genommen. Die Rechnung wurde geteilt. Nur für die Wohnungssache hat er sich einen eignen Anwalt genommen. Den bezahlt er auch selber.
Fakt ist, hätte er sich von Anfang an an die Trennungsvereinbarung gehalten, hätten wir uns viel Geld gespart. Für die Scheidung selber würde ich das wieder so machen. Da wird aber nur der Versorgungsausgleich geklärt und das läuft ja automatisch. Auf Trennungsunterhalt und sonstige Ansprüche habe ich verzichtet, würde ich albern finden. Ich arbeite selber für mein Geld, auch wenn er das 3-fache von meinem Einkommen hat. Unsere Ersparnisse hat er klug wie er war, schon vorher abgeräumt. Ich hatte da keinen Nerv hinterher zu rennen. In Zukunft werden keine gemeinsame Sparbücher oder Konten mit Partnern gemacht.

16.01.2019 14:43 • x 2 #22


Fuulhorn16

Fuulhorn16


165
4
330
Danke Euch allen
@machtlos: "kleinen Nieselregen", das ist echt gut! Hatte nun Kontakt mit dem Ex und der Anwältin, machen es gemeinsam, aber ich hole mir auf jeden Fall eine Zweitmeinung ein. Ich will nur fair behandelt werden und unabhängig sein. Das bin ich halbwegs, wegen der Kinder i.A., aber das ist ja meistens gut geregelt. Wenn alle Kinder "ausgeflogen" sind, dann schau ich für mich und mache mich finanziell nie mehr abhängig von einem Mann. Echt NIE. Ich arbeite seit der Trennung das doppelte Pensum, also 80% statt 40%. Ich weiss, es gibt aller Arten von Frauen, und auch Männer...

Danke und passt auf Euch auf.... :wink:

16.01.2019 20:46 • x 4 #23


tartlet

tartlet

75
2
172
@Fanta 1
Kann ich dir vielleicht eine PN schicken? Ich möchte nicht diesen Thread nutzen, um meine Frage an dich zu stellen. Danke

Gestern 21:26 • #24


Fuulhorn16

Fuulhorn16


165
4
330
Kleines update an alle: habe eine eigene Anwältin engagiert. Mein Vertrauen in den Ex ist futsch, die Neue wird auch mitreden. Die Entscheidungvwar gut, trotz seiner Beteuerung auf EINVERNEHMLICH kam nun ein Vorschlag von ihm, der ist unterirdisch...

Gestern 21:40 • x 3 #25


tartlet

tartlet

75
2
172
Ich denke das war eine gute Entscheidung. Es kommt wirklich darauf an, was alles zu klären ist. Geht es ,,nur darum wer den Kühlschrank und wer das Bett mitnimmt, kann man das sicher mit einem Anwalt klären. Wenn mehr im Spiel ist, auf gar keinen Fall.

Gestern 21:43 • x 1 #26


Fuulhorn16

Fuulhorn16


165
4
330
Es geht um ein Haus. Das ich gerne noch paar Jahre mit den kiz (18&20, i.A.) bewohnen will. War er einverstanden, jetzt nicht mehr. Geht um viel, ja, ums Geld. So ist das! Und um mich, um meine Zukunft. War jahrelang Hausfrau. Ich hätte es mit ihm und nur seinem Anwalt emotional nicht gepackt. Sein Vorschlag mit dem Haus haut mich um...

Gestern 21:48 • x 1 #27


tartlet

tartlet

75
2
172
Würde mich interessieren, wie es bei dir/ euch weiter geht.

Gestern 21:50 • #28


tartlet

tartlet

75
2
172
Hast du meine PN bekommen?

Gestern 22:03 • #29


Fanta1

Fanta1

131
217
Zitat von Fuulhorn16:
Es geht um ein Haus. Das ich gerne noch paar Jahre mit den kiz (18&20, i.A.) bewohnen will. War er einverstanden, jetzt nicht mehr. Geht um viel, ja, ums Geld. So ist das! Und um mich, um meine Zukunft. War jahrelang Hausfrau. Ich hätte es mit ihm und nur seinem Anwalt emotional nicht gepackt. Sein Vorschlag mit dem Haus haut mich um

Das hast du vollkommen richtig gemacht. Ich hatte es so oder so ähnlich ja schon im gesamten Thread als die bessere Lösung gesehen, zwei getrennte Anwälte zu nehmen. Sicher kann man das nicht verallgemeinern, es mag Scheidungen geben, wo wirklich alles komplett einvernehmlich läuft ( oder aber einer der beiden DENKT nur es sei einvernehmlich gewesen, wurde aber über den Tisch gezogen- kann ja auch sein), aber in den allermeisten Fällen, wo es um "etwas mehr" Geld geht, wo Eigentum im Spiel ist, und VOR ALLEM wo ein Rollenmodell gelebt wurde, in dem die Frau hauptsächlich die Erziehungsarbeit geleistet und der Mann eine bezahlte Tätigkeit hatte- ist es m.E. wirklich wichtig, einen eigenen Anwalt zu haben. Du siehst es ja- bei mir war es genauso: erst wurde mir auch versichert, wir müssten uns absolut nicht um Geld streiten, er würde mir ein faires Angebot unterbreiten und ein gemeinsamer Anwalt würde ja reichen. Dann stand er eines Tages mit hochroter Birne vor mir und unterbreitete mir sein "faires" Angebot. Dies war jedoch so mickrig, dass selbst ich als unbedarfter Laie merkte, dass das viel zu wenig ist. Ich verdoppelte sein Angebot und meinte, dass ich bei meiner Summe dann einen notariellen Vertrag unterschreiben würde um weiteren Stress zu vermeiden. Er wehrte sich mit Händen und Füßen, zog vor GEricht eine Mitleidsnummer ab, hatte ellenlange Tabellen dabei, was er im Laufe seines Lebens schon für mich bezahlt hätte. Stellte sich als Super-Daddy dar, der sich immer für seine Kinder aufgeopfert hätte ( und DAS war wirklich peinlich, da er die Entwickling der Kinder seit 15 Jahren völlig verpasst hatte)- kurzum : er zog alle Register, wollte partout nicht auf mein Angebot eingehen.

Letztendlich wurde ein Urteil gesprochen. Dies fiel nochmal doppelt so hoch aus wie mein letztes, bereits verdoppeltes Angebot. Insofern kann man sagen, dass ich komplett vera....worden wäre, wenn ich auf sein erstes Angebot eingegangen wäre.

Und bevor jetzt wieder ein Sturm der Entrüstung hier losgeht , weil das ja ein bedauerlicher Einzelfall ist und es doch hunderte von Beispielen gibt, wo das anders lief: Natürlich ist das ein Einzelfall. Und genau diesen Einzelfall muss man ganz genau im Auge haben. Und Fullhorn, du machst gerade alles richtig. Wird jetzt ein bisschen stressig alles für dich, stell dich schon mal darauf ein, aber wenn du durchhälst und nicht zwischendurch einknickst, wird es am Ende eine vernünftige, gerechte Lösung geben- ob mit Urteilsspruch oder als notarielle Abfindung, das wirst du dann entscheiden.

Heute 05:58 • x 5 #30




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag