Xoxoxoxo
Gast
ich weiß Garnicht wo ich anfangen soll.
Mein Mann und Ich haben Anfang letzten Jahres den Kinderwunsch befestigt. Schnell wurde ich schwanger. Mit unserem Wunschkind ❤
Im September letzten Jahres haben wir oft gestritten. Hatten uns schon Mitte des Jahres immer mehr distanziert. Wieso ? Ich weiß es nicht genau.
Ende September habe ich ihm gesagt, dass sich was ändern muss, weil ich so nicht mehr weiter machen kann und will.
Habe gesagt, dass wir vielleicht Mal etwas Abstand brauchen und sich jeder Gedanken machen soll wie wir wieder Zusammen glücklich werden.
Leider ist das nach hinten los gegangen.
Er war plötzlich wie ausgewechselt. Wollte ständig nur noch feiern ( er war nie! Ein Mensch der feiern gehen wollte).
Ständig traf er sich mit seinen Arbeitskollegen zum Essen und kam erst spät nachts heim.
Er sagte mir, dass er einfach Mal Luft zum Atmen braucht. Das machte mir Angst. So kannte ich Ihn nicht. Hab auf ihn eingeredet immer wieder gebeten Zuhause zubleiben, damit wir zueinander finden. Er sagte, dass er sich nicht mehr sicher ist. Für mich brach eine Welt zusammen. Ich war im 8. Monat schwanger!
Umso mehr er weg ging um so öfter rief ich ihn an. Er ging nie dran. Angeblich kein Netz. Akku leer usw. Unzählige schlaflose Nächte von mir. Fuhr nachts mit dem Auto umher um mich abzulenken. Weinte stundenlang. Bis er dann morgens heimkam.
Von Anfang an verdächtigte ich seine Kollegin, dass sie auf ihn steht. ( Er erwähnte sie kaum. Hatte aber seit ich sie einmal ( im Vorbeifahren) gesehen hatte, ein schlechtes Gefühl.
Ich drohte ihm mit Trennung, wenn das so weitergeht. Hoffte darauf, dass er zur Vernunft kommt. Wir erwarten schließlich ein Kind !
6 Wochen ging dieser Zustand. Ich hatte kaum gegessen, kaum mehr geschlafen. Klammerte mich an jeden Grashalm, wenn er mal liebe zuließ.
Mitte November wurde er wieder anders. Kümmerte sich mehr usw. Ich war glücklich. Das reichte mir. Hauptsache es geht weiter. Wir würden es schaffen eine glückliche Familie zuwerden.
Am 30. November dann der Schock. Abends hatte ich einen Brief im Briefkasten von ihr! Der besagten Kollegin ( sie schrieb aus Sicht einer dritten Person, aber mittlerweile weiß ich dass es ihr Brief war ) in den Brief stand, dass sich mein Mann in eine andere Frau verliebt hat, dass ich toxisch bin. Dass er nun endlich Mal glücklich war und sich das aber nicht eingestehen würde usw. Meine Welt brach zusammen!
Ich stellte ihn zur Rede, er gestand, dass er zweimal mit ihr geschlafen hatte ( ohne Verhütung! Trotz meiner Schwangerschaft )
Ich fuhr zur Kollegin hin, die total kalt zu mir war. Mir viel Spaß in meiner kaputten Ehe wünschte. ( Wie kann ein Mensch nur so sein? ) Das machte mich noch mehr kaputt. Für so einen Menschen, hat er mich hochschwanger betroge? Ich blockierte sie überall, hatte Angst vor einer weiteren Kontaktaufnahme. Sie legte sich ein zweites Facebook Profil zu und schrieb mir dort alles detailliert. Wie alles ablief, wann und wo sie sich gesehen haben usw.
Er weinte tagelang, versprach dass er nur mich liebt. Wollte kämpfen. Im Dezember war ich wie gelähmt. Hatte Angst ihn an sie zu verlieren. Hatte sex mit ihm trotz Schmerzen wegen der bevorstehenden Geburt um ihn zu spüren? Um Liebe zu spüren? Um auch attraktiv zu sein ? Ich weiß es nicht.
Ich war zuversichtlich. Dachte wir schaffen es irgendwie. Weil er so bemüht war.
Im Januar dann die Geburt. Seitdem geht es bergab. Er kämpft immer noch jeden Tag um mich. Ich distanziere mich immer mehr. Empfinde immer mehr Hass. Weine jede Nacht. Jeden Tag. Ich liebe unsere Tochter, bin mit den Gedanken aber ständig beim Fremdgehen von ihm.
Ich kann nicht mehr. Ich fühle mich, als sei mein Leben vorbei. Dachte schon an Selbstmord.
Ich liebe und hasse meinen Mann. Liebe ihn für den, der er Mal war. Hasse ihn für das, was er mir und in meinen Augen auch meiner Tochter angetan hat ( dass ich soviel vor ihr Weine) !
Ich denke soviel über Trennung nach. Schiebe es zurück, weil ich für meine Tochter eine glückliche Familie möchte. Aber das sind wir nicht.
Das bin ich nicht. Ich wünsche mit Gerechtigkeit, dass er auch diesen schmerz fühlt.
Ich wünsche mir meinen Frieden und dass auch ich wieder glücklich sein kann. Ich will wieder lachen ( mache ich wochenlang nicht, nur im Schein vor anderen tue ich so ) innerlich bin ich zerbrochen. Das größte Glück - die Schwangerschaft - wurde zu meinem schlimmsten Albtraum.
Nun sitze ich hier wieder. Heulend mit meiner wunderbaren Tochter auf dem Arm. Und weiß nicht mehr weiter.
