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Christine Huynh
Gast
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ich habe heute schon so einige Beiträge hier gelesen und ich möchte mich euch gern anvertrauen.
Die Geschichte:
Ich war über 8 Jahre in einer Beziehung, der Mann hat mich verlassen und keine Woche später hatte er eine neue Frau in unserer gemeinsamen Wohnung. Ich war 2 Jahre Single und habe mein Leben und allen voran mich gesucht und gefunden. Ich möchte meinen, ich war ganz bei mir. Ich wusste wer ich bin, ich konnte endlich was mit mir anfangen und ich habe sogar gelernt, das ich gut allein mit mir sein kann, dass war für mich genauso wertvolle Zeit wie Zeit die ich mit meinem sozialen Umfeld verbracht habe.
Vor knapp 1,5 Jahren lernte ich dann an einen neuen Mann kennen. Wir haben uns sehr langsam genähert und waren 15 Monate ein Paar. Ich konnte mein Glück nicht fassen. Ein Mann der mir sagte wie sehr ich mich liebt, dass all seine Erfahrungen es wert waren, damit wir uns begegnen konnten. Ich habe hier gelernt. Es sind Worte, es sind Worte und Emotionen aus dem Moment heraus. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich es menschlich finde, dass ich glauben wollte was er mir da sagte. Zumal ich jemand bin, die mit Worten sehr vorsichtig ist.
Wir zogen nach 1 Jahr zusammen, dass ist keine 4 Monate her. Vor 2 Wochen offenbarte er mir unter Tränen, dass er die Beziehung nicht mehr wolle.
Groß aushole, was seine Argumente sind, erspare ich mir, denn auch das habe ich hier gelernt: er will diese Beziehung nicht mehr. Dass ist der Fakt um den es geht.
Zu mir:
Diesen Fakt habe ich verstanden und diesen Fakt muss ich akzeptieren. Und trotzdem quälen mich seit Tagen ganz fürchterliche Gedanken. Morgens wache ich auf und denke mir: schade, du atmest immer noch.Bei jeder Gelegenheit denke ich mir: so und so kannst du dem Ganzen ein Ende setzen.
Kurz um, ich fühle mich, als wäre mein Weg hier zuende. Und dann sagte eine Freundin was ganz wichtiges: sie sagte mir, es sei mein Leben und wenn ich es nicht mehr leben möchte, dann könne ich es beenden. Ich hätte nicht gedacht, dass das was auslöst, aber ich hörte eine kleine Stimme: nein, ich will leben.
Und trotzdem befinde ich mich zwischen resignieren, dem Gefühl nicht mehr einen Atemzug machen zu wollen und dem leisen Stimmchen das drum bettelt durchzuhalten und zu leben.
Versteht mich nicht falsch. Ich hoffe es kommt jetzt nicht sowas wie: geh und hol dir Hilfe, denn das werde ich tun, bzw. habe ich getan. Ich habe erkannt, dass ich über meine Verzweiflung, über meine Trauer über meinen Schock sprechen möchte und so Gott will, kann mich jemand verstehen.
Ich weiß es gibt kein Patentrezept, aber es tut schon mal sehr gut, im Ansatz in Worte zu fassen was für Gedanken mich quälen und auf der anderen Seite die Tatsache, das ich jeden Morgen aufstehe, mich fertig mache und arbeite und in der Arbeit funktioniere.
Meine Kollegen und mein Chef wissen um die Situation, ich konnte zum Glück ganz offen sagen, dass es mir gerade nicht gut geht und ich weiß ich habe hier Halt. Aber es gibt so Momente...
Danke, für´s Zuhören!
Christine
ich habe heute schon so einige Beiträge hier gelesen und ich möchte mich euch gern anvertrauen.
Die Geschichte:
Ich war über 8 Jahre in einer Beziehung, der Mann hat mich verlassen und keine Woche später hatte er eine neue Frau in unserer gemeinsamen Wohnung. Ich war 2 Jahre Single und habe mein Leben und allen voran mich gesucht und gefunden. Ich möchte meinen, ich war ganz bei mir. Ich wusste wer ich bin, ich konnte endlich was mit mir anfangen und ich habe sogar gelernt, das ich gut allein mit mir sein kann, dass war für mich genauso wertvolle Zeit wie Zeit die ich mit meinem sozialen Umfeld verbracht habe.
Vor knapp 1,5 Jahren lernte ich dann an einen neuen Mann kennen. Wir haben uns sehr langsam genähert und waren 15 Monate ein Paar. Ich konnte mein Glück nicht fassen. Ein Mann der mir sagte wie sehr ich mich liebt, dass all seine Erfahrungen es wert waren, damit wir uns begegnen konnten. Ich habe hier gelernt. Es sind Worte, es sind Worte und Emotionen aus dem Moment heraus. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich es menschlich finde, dass ich glauben wollte was er mir da sagte. Zumal ich jemand bin, die mit Worten sehr vorsichtig ist.
Wir zogen nach 1 Jahr zusammen, dass ist keine 4 Monate her. Vor 2 Wochen offenbarte er mir unter Tränen, dass er die Beziehung nicht mehr wolle.
Groß aushole, was seine Argumente sind, erspare ich mir, denn auch das habe ich hier gelernt: er will diese Beziehung nicht mehr. Dass ist der Fakt um den es geht.
Zu mir:
Diesen Fakt habe ich verstanden und diesen Fakt muss ich akzeptieren. Und trotzdem quälen mich seit Tagen ganz fürchterliche Gedanken. Morgens wache ich auf und denke mir: schade, du atmest immer noch.Bei jeder Gelegenheit denke ich mir: so und so kannst du dem Ganzen ein Ende setzen.
Kurz um, ich fühle mich, als wäre mein Weg hier zuende. Und dann sagte eine Freundin was ganz wichtiges: sie sagte mir, es sei mein Leben und wenn ich es nicht mehr leben möchte, dann könne ich es beenden. Ich hätte nicht gedacht, dass das was auslöst, aber ich hörte eine kleine Stimme: nein, ich will leben.
Und trotzdem befinde ich mich zwischen resignieren, dem Gefühl nicht mehr einen Atemzug machen zu wollen und dem leisen Stimmchen das drum bettelt durchzuhalten und zu leben.
Versteht mich nicht falsch. Ich hoffe es kommt jetzt nicht sowas wie: geh und hol dir Hilfe, denn das werde ich tun, bzw. habe ich getan. Ich habe erkannt, dass ich über meine Verzweiflung, über meine Trauer über meinen Schock sprechen möchte und so Gott will, kann mich jemand verstehen.
Ich weiß es gibt kein Patentrezept, aber es tut schon mal sehr gut, im Ansatz in Worte zu fassen was für Gedanken mich quälen und auf der anderen Seite die Tatsache, das ich jeden Morgen aufstehe, mich fertig mache und arbeite und in der Arbeit funktioniere.
Meine Kollegen und mein Chef wissen um die Situation, ich konnte zum Glück ganz offen sagen, dass es mir gerade nicht gut geht und ich weiß ich habe hier Halt. Aber es gibt so Momente...
Danke, für´s Zuhören!
Christine
