Sugarnancy
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Ich muss hier einfach mal mein Herz ausschütten.
Mein Mann und ich sind seit 8 Jahren zusammen, die Hälfte davon verheiratet. Am Anfang war alles wunderschön, fühlte mich geborgen und gut aufgehoben. Doch im Laufe der Zeit zeigte er sein wahres Gesicht. Er wurde launisch, ließ sich gehen und jede noch so kleine, unbedeutende Sache wurde zum großen Drama von ihm gemacht. Er stand am Anfang finanziell nicht so gut da, und da ich sehr gut verdiene, habe ich ihm öfters aus der Misere geholfen. Ich habe es gerne getan, richtig gedankt hat er mir nie dafür. Im Gegenteil, richtig undankbar ist er manchmal. Und wenn heute mal bei uns das Geld knapp ist, sagt er nur, ich soll meine Mutter um Geld bitten, die hätte schließlich eine gute Rente. Dazu muss ich erwähnen, daß er meine Mutter abgrundtief hasst. Aber für Geld ist sie gut genug.
Auch wenn ich nicht sofort so reagiere wie er es wünscht, ändert sich sofort seine Laune.
Wie sowieso jedem, der nicht seine Meinung teilt mit Verachtung und Freundschafts-Entzug bestraft wird.
Wenn wir uns streiten, und wir streiten in letzter Zeit sehr oft, meistens wegen Kleinigkeiten wo er ein Riesen Fass aufmacht, bleibe ich ganz ruhig und sachlich. Das regt ihn natürlich noch mehr auf. Neulich ist ihm sogar die Hand ausgerutscht.
Ich bin etwas mollig, bin halt ein Frust-Esser, er nennt mich beim streiten Miss Piggy, wenn ihm die Argumente ausgehen.
Manchmal glaube ich ein fünfjähriger wohnt mit mir zusammen.
Jetzt bin ich soweit auszuziehen. Habe auch schon eine Wohnung. Meine Befürchtung ist jetzt, das er vollkommen ausflippt, wenn ich ihm das sage.
Ich weiß nicht wozu er sich dann hinreißen lässt so jähzornig wie er ist.
Jetzt habe ich mir gedacht, auch, um sozusagen, mein Hab und Gut zu retten, ich mit ein paar Leuten den Auszug über die Bühne bringe, während er arbeitet.
Wäre das schäbig und feige. Oder müsste ich deswegen kein schlechtes Gewissen haben?
Was meint ihr?
L. G. Nancy