Orchidee13
Gast
um mal eine etwas unabhängigere Meinung als die meiner Familie zu hören, wende ich mich an euch.
Traurig, dass viele andere Themen hier so stark meinem Problem ähneln...
Ich(28) bin seit 11 Jahren mit meinem Freund (38) zusammen. Seit 2,5 Jahren haben wir eine gemeinsame Tochter. Wir wohnen im Eigenheim, sind beide ganz gute Verdiener. Seit 5 Monaten bin ich zum zweiten Mal schwanger. Das Kind war von beiden gewünscht, würde fast sagen, mein Freund wünschte es sich sogar noch mehr als ich.
Da er viel arbeiten und somit nicht ganz regelmäßig zu Hause ist, bin ich viel mit der Kleinen allein. Ich muss zugeben, trotz Wunsch, war ich mit der Nachricht erneut schwanger zu sein, dann doch überfordert. Ab diesem Zeitpunkt stellte ich für mich viel in Frage und musste viel weinen. Als es mir dann auch noch körperlich richtig schlecht ging, war nichts mehr mit mir los. Ich konnte nach der Arbeit nur noch faul rum liegen und heulen. Dementsprechend habe ich auch nicht viel über die Ss gesprochen, weder mit meinem Freund noch mit meiner Familie. Vielleicht war das ein Auslöser meiner momentanen Situation.
Mein Freund (sonst ziemlich verständnisvoll) forderte ein klärendes Gespräch zwischen uns, sprach einige Dinge an, die ihn stören und die sich ändern sollten. Ich schob viele seiner angesprochen Dinge auf das letzte viertel Jahr und versprach Besserung, denn langsam ging es mir wieder besser. Doch plötzlich veränderte er sich - wurde so eiskalt mir gegenüber, kann nicht mehr vernünftig mit mir sprechen, interessiert sich kaum für das Baby. Darauf angesprochen, sagte er mir, er fühle sich nicht mehr wohl, ist unglücklich. Mir riss es den Boden unter den Füßen weg. Klar war die letzte Zeit nicht einfach, aber gleich so zu reagieren?! Nach einigen Gesprächen (waren allerdings nicht hilfreich, seine Hauptaussage: ich weiß es nicht) bin ich natürlich am Boden zerstört. Er kann mich so wahrscheinlich nicht sehen und verspricht mir, dass wir das schon schaffen und ich nicht so negativ denken soll. Nun spricht er aber kaum mit mir und behandelt mich wie Luft.
Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Mehrmals habe ich ihn gefragt, ob ich mit der Kleinen (bald ja dann 2) ausziehen soll, ob es das ist, was er möchte - dazu sagt er nein. Aber so ist es doch auch kein Zustand, gerade jetzt in der Ss benötige ich Zuneigung und Liebe...
Es fällt mir insgesamt schwer, ihn da auch zu verstehen. Habe schon in Richtung Midlife Crises nachgedacht. Eine andere Frau spielt wohl keine Rolle, sagt er.
Das erstmal ganz grob zu meiner Geschichte. Wie würdet ihr das ganze beurteilen?
Danke erstmal fürs Lesen.
Liebe Grüße, Orchidee13
