Zitat: Als Kind wurden ihm viele Dinge abgenommen, wenn er gejammert hat. Er war ja krank und brauch Hilfe..
Ich hab das Gefühl, in dieser Rolle suhlt er sich. Ich hab mit ihm auch schon überlegt, ob er mal zu einem Therapeuten geht. Er hat sich auch eine Überweisung geholt, aber sich nie drum gekümmert.
Wie weit darf eine Freundschaft gehen? Ich kann ihn doch nicht behandeln wie ein Kind und merke doch, das ich das oft tue.
Du möchtest mit ihm eine Freundschaft auf Augenhöhe führen, was verständlich ist.
Aber er möchte - oder besser gesagt - er kann das nicht.
Aufgrund seiner Eingeschränktheit und seiner Erziehung ist er tatsächlich noch irgendwo ein Kind geblieben. Er sucht eine Mutter und sieht sie ein großes Stückweit in ďir. Er scheint mir irgendwo in seiner Entwicklung stehen geblieben zu sein. Du behandelt ihn wir ein Kind, weil er sich so verhält.
Da hilft es auch nicht viel, ihm ins Gewissen zu reden. Er will sich ändern, aber schafft es nicht ,weiß nicht wie.
Er braucht jemanden, der ihn an die Hand nimmt und führt und in diese Rolle hast du dich drängen lassen.
Er hat sie sich erkauft mit Arbeiten, die er erledigt, Liebenswürdigkeit und Mitleid, dass er bei dir auslöst. Alles Mittel, um manipulativ jemanden an sich zu binden.
Das macht er nicht aus böser Berechnung sondern aus Verzweiflung.
Die Frage ist, ob du diese Rolle weiter spielen willst.
Er braucht Hilfe, um im Leben Fuß zu fassen.
Der Ansatz mit der Therapie könnte eine Lösung sein.
Es bedeutet aber auch, dass er versteht, dass es für ihn wichtig ist es auch zu tun.
Für dich gibt es nur die Möglichkeiten, aus Selbstchutz den Kontakt abzubrechen, oder weiter ďie Rolle einer Mutter zu spielen.
Das beinhaltet die Möglichkeit ihm deutlicher als bisher Grenzen aufzuzeigen und zu Therapie zu überzeugen. Auch in seinem Alter kann er mit fachkundiger Anleitung noch vieles lernen was ihm hilft.
Ein Laie ist damit überfordert.