Er war da. Der Hund hat sich sehr gefreut und er sich auf den Hund. Er meinte zunächst, er könne nicht lange bleiben, sei sehr müde. Der Charme vom Hund hat dann aber dazu geführt, dass wir zusammen eine kleine Runde gegangen sind. Fast so wie früher. Wir haben uns unterhalten und es war schön aber gleichzeitig auch schrecklich, weil es wieder so vertraut war. Er hat mir von seinen Besichtigungen erzählt, ich von meinen. Er wollte wissen, ob ich Tabletten nehme und dass er möchte, dass ich ihm Bescheid sage, wenn ich in eine Klinik gehe oder ähnliches. Zwischendurch war angespannt, er meinte z.B. er hätte auch nicht geplant so früh umzuziehen aber die Pendelei zwischendurch sei zu anstrengend und ich würde es nicht aushalten, mit ihm in einer Wohnung. Ich habe ihm dann gesagt, dass er es doch auch mit seiner Ex-Freundin so für drei Monate geschafft habe, daraufhin meinte er, sie sei auch lockerer damit umgegangen. Zur Info: Sie hat sich von ihm getrennt. Ich habe mir jeden Kommentar dazu verbissen.
Der Hund wollte ihn nicht gehen lassen und er meinte zum Schluss, ob er mich noch drücken soll. Ich habe ihm gesagt, dass willst du doch gar nicht. Er hat mich dann in den Arm genommen und gesagt ich soll keine Dummheiten machen.
Ich bin tapfer geblieben, habe erst bitterlich geweint, als er mit dem Auto weggefahren ist. Heute hat er zwischendurch wieder seine lustige und beschützende Art gezeigt, er fehlt mir so sehr und ich kann mir nicht vorstellen, ohne ihn zu leben. Der Gedanken, dass er nächste Woche wahrscheinlich wirklich anfängt seine Sachen zu packen und auszieht macht mich völlig fertig.
Nun sitze ich und bin froh, dass er da war und gleichzeitig tut es gerade noch viel mehr weh.
