Hallo zusammen,
Mein Tag war anstrengend, mit vielen Tiefen und einigen Höhen. Der Reihe nach:
Ich habe mir nach der Arbeit eine Wohnung angeschaut. Ich fand sie nicht perfekt aber auf jeden Fall ok. Der Vermieter war ein absoluter Macho, Typ alternder Playboy. Nach der Besichtigung bin ich schnell nach Hause und habe mich ein bisschen aufgeregt und gleichzeit hat mein Herz einen Sprung gemacht. Er lag zusammen mit dem Hund auf dem Sofa, beide schlafend. Es war nichts aufgeräumt, obwohl er wusste, dass Besuch kommt. Naja,ich habe ihm kurz von der Besichtigung berichtet und er meinte, er würde die Wohnung auch gerne nehmen (er hat diese schon gestern besichtigt). Also sollte der Vermieter entscheiden. Er hat ihn angerufen und gesagt er würde die Wohnung nehmen. Zwei Stunden später, als der Besuch da war bekam er telefonisch die Zusage und ich die Absage. Am 01.07. zieht er aus.
Der Besuch war für mich sehr anstrengend, ich habe viel geweint. Er war in der zwischenzeit einkaufen. Der Besucht hat das "übliche" gesagt, härter und nicht mehr so nett sein. Er hat sich nicht ok verhalten, auch wenn er offiziell nicht betrogen hat. Ich habe viel geweint, aber das Weinen tat nicht gut.
Als der Besuch weg und er wieder da war habe ich ihn beim Spülen gefragt, ob er glücklich mit der Wohnung sei. Er bejahte dies. Er sei auch traurig wegen dieser Wohnung aber es sei nun mal so wie es ist. Dann kam der Satz, an den ich die ganze Zeit denken muss: Selbst wenn ich wollte, unsere Wohnung die gekündigt." Ich musste mich zusammenreißen, nicht darauf einzugehen. Wie meint er das? Habe ich es falsch verstanden? Was will er denn?
Wir sind noch eine Runde mit dem Hund gegangen und haben uns unterhalten, auch über das Thema Verantwortung haben wir gesprochen. Dass ich ihm nicht sagen will, was genau los ist welche Medikamente ich nehme, da er endlich Verantwortung abgeben muss. Er meinte u.a. dass er sich immer für mich verantwortlich fühle, egal was passiere.
Er bleibt diese Woche noch hier. Offiziell sagt er mir, er kann nicht zu seinem Kollegen. Am Wochenende soll ich wegfahren. Danach die Woche werden wir sehen. Dann kann er wieder bei einem kollegen schlafen und dann fährt er in den Urlaub, dann zieht er um.
Ich sauge die gemeinsamen Stunden auf, versuche den Akku zu laden. Ich weiß, niemand kann es nachvollziehen. Ich weiß auch, dass der ganz große Absturz kommen wird aber gerade in diesem Moment tut es einfach nur gut, ihn oben im Wohnzimmer zu hören und zu wissen, er ist hier.
@MonaLisa hat es gut getroffen:
Zitat:Gefühle kann man leider nicht ausschalten und manchmal verhindert Trennungsschmerz auch rationales Denken! Man handelt irrational und für andere manchmal nicht nachvollziehbar! Aber es gehört zu dir und es ist DEIN Weg!
"Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andere ihn begehen" (G.C. Lichtenberg)