LuiseR
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Zitat:Ich lese seit ein paar Tagen ein Buch zum Thema Depressionen (autobiographisch) und diese Frau hat sich direkt einweisen lassen. Ich kann ihre Gefühle und Gedanken so gut nachvollziehen, bin "erleichtert", dass es einem anderen Menschen ähnlich ging. Ich kann immer nur ein paar Seiten lesen, weil es so anstrengend ist aber das Buch hilft irgendwie. Ich habe es nun auch meiner Mutter bestellt in der Hoffnung, dass sie ein bisschen mehr verstehen kann, wie es mir wirklich geht und dass so Tipps wie "Geh doch einfach mal unter Leute" oder "Eine Stunden spazierengehen und du fühlst dich wie neu" nett gemeint sind aber mir nichts bringen, wenn ich mit einer depressiven Phase im Bett liege Traurig
Hat es der Frau denn gut getan, sich direkt einweisen zu lassen?
Und kann man dem Buch entnehmen, was die Angehörigen tun können/sollen, anstatt zu Spaziergängen zu raten?
Noch ein Gedanke, der mir immer mal wieder kommt: Ich glaube, es ist sehr unwahrscheinlich, dass man von depressiven Episoden geheilt wird wie von einem Schnupfen.
Man lernt, damit umzugehen, und dadurch werden sie immer weniger bedrohlich sein.
Aber ob sie komplett weggehen weiß man leider nie.
Wenn er geblieben wäre- was wäre das für eine Beziehung, in der Du dauernd Angst davor haben musst, dass sie nicht weitergeht, wenn Du wieder eine Episode hast?
Du brauchst jemand, der davon nicht überfordert ist so wie er.
Das mit den zwei Spielfeldern (@ Peppina) scheint mir ein guter Vergleich- Du sagst, Du willst nicht mehr, kannst nicht mehr, denkst an den Tod - weil Du es so erlebst und weil es Dich drückt. Es geht weniger bis gar nicht darum, andere um etwas zu fragen/ zu bitten - ist das so?
Die anderen in ihrem Spielfeld erkennen in Deinen Äußerungen eher Appelle (hilf mir), Drohungen (ich bring mich um, wenn du nicht) .... oder Fragen (bitte sag mir was ich machen soll)... und reagieren entsprechend.
Liebe Grüße!

