Belladonna24
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Es geht mir leider nicht besser. Ich lebe momentan eigentlich nur für den Kater, was ich mit fast 30 Jahren ziemlich erbärmlich finde. Nachdem er nun so krank war bringe ich es noch weniger übers Herz, ihn zu ihm zu geben, auch wenn er sich wohl gut kümmern würde und ich dann viel einfacher eine Wohnung finden würde. Es geht einfach nicht. Jedes Mal wenn ich denke, ich muss nun vernünftig sein und mir einrede, dass er bei ihm ein gutes zu Hause haben wird kommt der Kater angeschnurrt und guckt mich treudoof an. Seitdem er ausgezogen ist, schläft der Kater sogar regelmäßig im Schlafzimmer, was er zwei Jahre lang nie gemacht hat. Wenn er gerade nicht draußen unterwegs ist und ich heulend auf dem Sofa sitze kommt er auch direkt angelaufen. So ein Verhalten kenne ich nicht von ihm und auch wenn er "nur" ein alter Straßenkater ist,der viel Geld kostet, tut er mir gut
Gestern hatte ich noch eine Besichtigung, aber die Wohnung war (mal wieder) ein Reinfall. Direkt an einer vierspurigen Straße mit Straßenbahn -das sah bei google maps etwas anders aus - plus Badezimmer mit Stockflecken. Es gab einen kleinen Garten aber wie gesagt, 2 meter entfernt die riesige Straße. Das wird mit dem Kater nicht gut gehen. Meine Mutter meint ich kann ich nicht in der Wohnung bleiben und dass ich auch ohne Kater glücklich werden kann. Sie wisse zwar auch, dass er mir gut tut aber das könne kein Grund sein, in einer zu teuren Wohnung wohnen zu bleiben.
Natürlich weiß ich, dass das rational betrachtet alles richtig ist aber nun auch noch den Kater zu "verlieren" schaffe ich nicht.
Leider steht immer noch nicht fest, ob ich ab September Vollzeit arbeiten gehen kann oder nicht. Dann wäre ja zumindest die Miete, Fixkosten und ein kleiner Betrag für Lebensmittel gesichert. Wir warten täglich auf die Rückmeldung von einer Agentur und je nachdem wie diese Entscheidung ausfällt, wird das Personal eingesetzt. Alternativ muss ich mir einen Nebenjob suchen oder eine günstige Wohnung (ohne Kater) suchen.
Seit Samstag nehme ich ein neues Medikament ein, was recht neu auf dem Markt ist. Das Johanniskraut hat bei mir kaum bzw.zu wenig Wirkung gezeigt. Ich finde es eigentlich nicht gut, dass ich nun tagsüber ein Medikament nehme um mich "aufzupuschen" und Abends Tabletten zum Schlafen nehme aber momentan geht es einfach nicht anders.
Von ihm habe ich seit ein paar Tagen nichts gehört und da ging es nur um etwas organisatorisches. Er muss weiterhin seinen Kleinkram aus der Wohnung holen und kann somit jederzeit in der Tür stehen, was sich komisch anfühlt. Ansonsten vermisse ich ihn und unseren Alltag ganz schrecklich und es wir jeden Tag schlimmer.
Meine Reha wurde nun zum 2.Mal bewilligt, diesmal ein neuer Ort. Ein Startdatum steht noch nicht fest, die Unterlagen sind postalisch unterwegs zu mir. Wahrscheinlich geht es Anfang/Mitte August los.
Liebe Grüße an alle
Wäre glaube ich ganz gut, wenn du regelmäßig die Blutwerte checken lässt und die Äuglein nach Nebenwirkungen aufhälst.

Behalte den Kater, er ist jetzt erstmal gut für Dich. Und Du und die vertraute Umgebung für ihn.

Es gibt noch keine weiteren Infos, wie es für fest angestellte Mitarbeiter wie mich weitergeht. Der Vorstand und meine Chefin werden sich in den nächsten Tagen zusammensetzen. Wenn ich jetzt auch noch meine Arbeit verliere.... Was ist denn nur los in meinem Leben?
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