skully
Mitglied
- Beiträge:
- 244
- Themen:
- 13
- Danke erhalten:
- 88
- Mitglied seit:
Ich mal wieder mit meinen Geschichten. manchmal frage ich mich schon, was mit mir nicht stimmt.
Also. ich habe vor ein paar Wochen ein sehr angenehmes und unterhaltsames Date gehabt. Wir trafen uns wieder. Texteten jeden Tag und begannen mehrfach kurzfristige Pläne zu machen. Insgesamt haben wir uns bisher 5 x gesehen, leider nur am Wochenende. Er hat sogar ein, zwei Verabredungen dafür abgesagt. Er wohnt nicht gerade um die Ecke, hat kein Auto, also ist Bus und Bahn angesagt. Trotzdem sehen wir uns seitdem jedes Wochenende. Natürlich stehen wir noch ziemlich am Anfang, aber er bemüht sich sehr und beteuert, dass er mich vermisst, wenn wir uns nicht sehen können. naja, und was so noch dazu gehört.
Er ist mehr der zurückhaltende Typ, scheint es jedem recht machen zu wollen, manchmal scheint es, er traut sich nicht, hat eine - ich sag mal - bewegte Vergangenheit, ist aber ein sehr lieber Mensch. Sein Familienstand: seit 6 Jahren geschieden, zwei Töchter (16 und fast 18). Seine Ex lebt im selben Haus, man versteht sich ganz gut soweit. Was letzteres betrifft, so sieht es bei mir auch aus. Hab also kein Problem damit, dass noch freundschaftlicher Kontakt besteht. Eifersucht ist kein Thema.
Jetzt zu meinem "Problemchen":
Ich kann schlecht damit umgehen, dass, wenn wir abends texten, er oft einfach "weg" ist. Meistens ist er nur total müde und dann eingeschalfen, aber ich frage mich dann immer, warum er das nicht einfach sagt. "Hey, ich bin total müde und geh mal pennen" Stattdessen ist er einfach irgendwann "off", mitten im Chat.
Ich bin nicht der Typ der klammert und jemanden mit Forderungen überschüttet und dauernd Liebesbeweise erwartet, aber eine kurze Nachricht mit "Klartext" fände ich schon besser. Eben weil ich ihn nicht überfordern will. Dann weiß ich wo ich dran bin.
Dann habe ich das Gefühl, dass er sich manchmal "nicht traut", etwa wenn er mich von der Bahn abholt. Umarmung, Kuss, alles gut. Aber dann geht man nebeneinander her, als wäre man kein "Paar". es hat ziemlich lang gedauert, bis er mal von sich aus meine Hand nahm, erst, als ich immer wieder seine nahm, tat er es später auch.
Ich vermute, dass seine "Vergangenheit" ihn sich so verhalten lässt. Als hätte er Angst, dass ich gewisse Dinge verurteilen würde oder schlimm finden könnte. Aber für mich ist das vergangen und es zählt nur was jetzt ist. Z.B. hat er ziemlich viele Tattoos (auf den Unterarmen) und trägt daher immer lange Arme. Er schämt sich dafür. Schön sind sie auch nicht unbedingt, aber auch nichts, was man verstecken muss. Er hat eine Knastgeschichte wegen Autodiebstahl hinter sich. Und er hat sich mit 15 Jahren selbst ins Heim einweisen lassen, weil er weg von seinen Eltern "musste". Keinen Schulabschlußm geht aber fleißig arbeiten und hat irgendwann sogar drei Ausbildungen geschafft. U. A. Schreiner und ist jetzt "Fachkraft für Lager und Logistik" oder sowas. Naja, ich schreibe einige Dingen eben dieser Heimlaufbahn zu, was alles danach und währenddessen passierte . Da gibt es einiges, wo er nicht stolz drauf ist. Ein paar Dinge hat er mir auch direkt erzählt. also direkt klare Verhältnisse geschaffen.
Jedenfalls weiss ich oft nicht, wie ich mich verhalten soll. Ist seine Distanz eher emotional oder ist es so eine Art "Zurückhaltung aus Angst was falsch zu machen"? Sollte ich ihm sagen, was ich fühle oder warten bis er anfängt? Wie gesagt, ich will ihn nicht überfordern oder zu etwas drängen, wozu er nicht bereit ist. Es ist gerade sehr schön wieder jemanden zu haben und - ja - auch ich möchte nichts falsch machen. da scheinen wir uns ähnlich zu sein.
Wie seht ihr das?