Malena3
Gast
Ich möchte meine Geschichte mit euch teilen und hoffe, dass ihr mich nicht verurteilen werdet. Vielleicht geht es hier jemandem ja ähnlich? Oder ihr wisst, was helfen könnte.
Meine Geschichte in Kurzfassung:
Ich lernte ihn von 3 Jahren kennen als ich gerade frisch getrennt war von meinem Mann (andere Geschichte, die inzwischen abgeschlossen ist, wir haben ein gemeinsames Kind und sind inzwischen sowas wie Freunde). Er ist deutlich älter als ich und war (und ist) seit langem verheiratet. Hat auch Kinder und die Ehe ist wohl in einem Zustand, in dem sehr viele Ehen nach der langen Zeit sind Wir hatten beruflich miteinander zu tun und er gab seit unserer ersten Begegnung alles, um mich näher kennenzulernen. Ich fand ihn sehr nett, aber durchschnittlich, nicht mein Typ eben, dazu verheiratet, und 16 Jahre älter. Dennoch freundeten wir uns an. Ich fühlte mich wohl bei ihm. Im Grunde war es anfangs nur ein harmloser Flirt bei der Arbeit. Er gab mir etwas von dem, was mir so fehlte und umgekehrt. Das Ganze intensiverte sich, wurde intimer, auch s.eller. Dennoch muss ich dazu sagen, dass wir nie Sex hatten. Er hat in der Hinsicht die Notbremse gezogen als es 5 vor 12 war. Daneben kamen wir uns emotional sehr nahe. Soetwas habe ich noch nie mit einem Mann erlebt, nicht mal mit dem, mit dem ich verheiratet gewesen bin. Ich hasse Esoterik, aber ich kann es nicht anders formulieren: Wenn wir in einem Raum sind, ist eine Energie zwischen uns.
Es kam dann für ihn einiges beruflich und privat zusammen, sodass ihm unsere Sache wohl zu heiß wurde. Ich habe es akzeptiert und mich sehr zurückgezogen. Dazu muss ich sagen, dass ich nie erwartet hätte, dass er seine Frau für mich verlässt. Er ist mir einfach sehr wichtig geworden. Der Kontaktabbruch hat mir wahnsinnig weh getan. Viel mehr als die Trennung von meinem Mann. Ich fiel in ein tiefes Loch, alles war grau. Ich kam meinen Aufgaben noch nach, weinte aber, sobald ich allein oder auch nur unbeobachtet war. Einige Zeit lang ging es mir so schlecht, dass ich professionelle Hilfe gesucht habe. Irgendwelche Erkrankungen wurden bei mir nicht festgestellt, nur eine Anpassungsstörung.
Ich tat alles, was man Liebeskummergeplagten empfielt. Ich mied den Kontakt, löschte alle E-Mails, SMS, Nummern. Ablenkung bis zum geht nicht mehr. Habe auch versucht andere Männer zu daten, aber das ging nicht. Ich bin wie blockiert. Deswegen habe ich das gelassen, weil ich letztendlich Menschen nur unnötigerweise Hoffnungen gemacht habe.
Ich habe mein Leben umgekrempelt und habe angefangen, mehr auf mich zu achten. Wer mich jetzt erlebt, wundert sich, wie ich das alles unter einen Hut kriege. Ich sorge gut für mein Kind, bin beruflich erfolgreich und finanziell unabhängig, habe eine schöne Wohnung, viele Freunde, treibe sehr viel Sport, pflege mich gut, ich tanze viel und leidenschaftlich gern. Mein Kind geht in die Grundschule und hat dazu noch haufenweise außerschulische Aktivitäten und Freunde. Kurzum: Ich habe kaum eine freie Sekunde. Dazu habe ich an mir gearbeitet, um mich noch wohler zu fühlen in meinem Körper (inkl. Zahnkorrektur und vieles andere). An sich geht es mir gut, ich genieße mein Leben. Das Problem ist aber, dass mein Herz kaputt ist. Es ist so als wäre die Wunde nur ganz oberflächlich zugewachsten. Darunter blutet sie. Manchmal kann ich diese Gefühle verdrängen, aber oft ist es wie die Trauer um einen Nahestehenden, der gestorben ist. Er ist ständig in meinen Träumen.
Und wenn ich ihn sehe (passiert sehr, sehr selten, aber lässt sich beruflich nicht vermeiden), dann ist es wie früher. Die Anziehung, die Energie. alles noch da. Wie am Anfang.
Wie kann das nur sein? Kann das überhaupt einseitig sein? Alles nur von mir eingebildet?
Vom Kopf her habe ich längst mit der Sache abgeschlossen. Aber in letzter Zeit habe ich von mehreren Fällen gehört, wo Leute nach Jahren und ähnlichen Geschichten doch zusammenkamen.
Dazu muss ich sagen, dass ich Mitte 30 bin und sowas noch nie erlebt hatte. Weder von der Intensität noch von der Dauer her.
Aber das Lebensgefühl an sich schon