Zitat von KlausHeinrich: - er ist emotional nicht wirklich zugänglich und hat auch Schwierigkeiten, deine Gefühle nachzuvollziehen. Du leidest darunter.
- er hat nicht zum ersten Mal Zweifel, ob diese Beziehung zum jetzigen Zeitpunkt die richtige ist (was ich noch krasser finde,
als den oberen Punkt).
- er entzieht sich Dir, wenn es aber um Euch Beide geht....
Das wird sich nicht alles irgendwann in Luft auflösen. Er wird zeitlebens (wenigstens aller Wahrscheinlichkeit nach) unzugänglich bleiben und die Frage ist, ob Du irgendwann mal davon ausgehen kannst, dass er weiss, was er will. Mit ihm müsstest Du diese Kröten schlucken.... Ich könnte das nicht. Denk auch dran, dass Du tagelang weinen zuHause saßt und er Dich an seinen Gedanken nicht mehr hat teilnehmen lassen. Auch ein Charakterzug, der für mich extremst schwer zu ertragen wäre. Auch das kann sich ja wiederholen.
Das sind sehr gute Kommenare, die ich ganz genauso sehe.
Er ist emotional nicht zugänglichf, sperrt sich und das ist selbstverständlich eine Folge des Familienlebens, das er kennt. Er hat wohl sehr früh erfahren, dass er sich allein um seine Probleme kümmern muss und dass da keiner ist, der ihm zuhört, ihn ernst nimmt und mitfühlend mit ihm umgeht. Kinder lernen das sehr schnell und dann sind sie geprägt fürs Leben. Sie wissen, meine Probleme teile ich nicht mit, denn ein anderer löst sie auch nicht. Also schweige ich.
Wenn Du ihn nicht sein lassen kannst, wie er nun mal ist, dann läufst Du gegen Wände und wer darunter leidet, bist Du. Er kann Dir mehr eben nicht geben. Also lebe damit, akzeptiere es, aber hör auf, zu hoffen, dass er sich ändert und starte keine "Umerziehungsversuche", denn die funktionieren eh nie. Er ist wie er ist und auch er muss ja mit Dir leben, wie Du bist.
Im übrigen ist es nicht ganz richtig ihm vorzuwerfen, er würde nicht reden. Er redet sehr wohl, wenn er die Beziehung nicht zu Unrecht in Frage stellt. Er fühlt sich vermutlch ja auch nicht akzeptiert und angenommen und geht dann in den Rückzug und sagt, ich weiß nicht so Recht, ob das mit uns eine Zukunft hat.
Also kannst Du nicht sagen, dass er nicht über Probleme redet. Er redet sehr wohl, aber Du verstehst seine Aussagen nicht. Er sagt damit Dinge, die Dir weh tun, Dich schmerzen und die Du nicht akzeptieren magst. Dann verfällst Du in Selbstmitleid, Enttäuschung und Tränen. Er sieht aber vielleicht mehr als Du, dass Eure Beziehung auf tönernen Füßen steht, weil Erwartungen nicht erfüllt werden. Nicht nur Deine Erwartungen werden nicht erfüllt, auch seine, denn er könnte ja auch zu Dir sagen, es tut mir leid, aber ich bin nun mal so wie ich bin.
Und wenn Du glaubst, dass ein Mann im Alltagsleben Dich ständig beachtet und würdigt und Dir Komplimente machst, damit Du Dich gut fühlst, dann wirst Du vermutlich enttäuscht werden. Er bringt nicht jede Woche Freude strahlend einen Blumenstrauss und sagt Dir, dass Du die beste Frau der Welt für ihn bist.
Ich weiß nicht, warum Frauen so oft darüber jammern, dass sie zu wenig Beachtung und Wertschätzung erfahren. Das geht im Alltagsleben einfach unter, schon weil die anfängliche Begeisterung natürlich nachlässt.
Mach Dir doch lieber selbst mal ein Kompliment, dann bist Du weniger auf Andere angewiesen.
Dass es nicht gut läuft bei Euch, liegt an beiden. Du hast Deine sehr konkreten Vorstellungen von einer happy Beziehung und siehst mehr und mehr, dass er dafür nicht geeignet ist, zumindest nicht mit Dir. Er bräuchte eine selbstbewusste, eigenständige Frau an der Seite, die mit seine Art umgehen kann. Du kannst es nicht.
Es ist zweifelsohne verdammt schwer, einzusehen, dass Eure Beziehung einfach nicht gut läuft. Und wenn sie schon mit getrennten Wohnung nicht gut läuft, tut es das in einer Wohnung noch viel weniger.
Ihr seid zu verschieden, Du hast Erwartungen, die er nicht erfüllen kann (er hat es nun mal nicht gelernt) und er will sich auch nicht in etwas hineinpressen lassen, was Dir vorschwebt.
Es ist wohl besser, diese Beziehung zu lösen, denn glücklich ist doch keiner von Euch damit. Er nicht und Du schon zweimal nicht. Ihr zieht nicht an einem Strang, sondern ihr zieht an einem Tau und jeder will den anderen auf seine Seite ziehen.