Zitat von Ricky:
Das ist so nicht ganz korrekt. Liebe ist keine Sucht, zumal es da einer einheitlichen Definition von "Liebe" bedürfte. Worauf diese Webseite vermutlich anspielt, ist die Studie aus dem letzten Jahr (2017): "Addicted to love: What is love addiction and when should it be treated?"
Hier wurden Studien aus verschiedenen Jahrgängen überprüft und geguckt, welche Faktoren spielen in das Leben, damit man von einer "Liebessucht" sprechen kann. Ein interessantes Statement, das aber Liebe nicht mit Sucht gleichsetzt. Und da sind die Übergänge auch nicht so fließend wie man anfangs denken möchte.
Denn "Liebe" ist ein globales Phänomen, dass nahezu jeden Menschen in irgendeiner Weise betrifft, was bei Dro. oder Sucht an sich nicht der Fall ist, zudem ist Liebe mit Reproduktion gekoppelt (die Natur ist halt n schlaues Dingelchen, auch wenn all die Leute das heutzutage aufgrund der gewissen Limitation, die der Mensch nunmal hat, nicht erkennen wollen und dann ihre Konstrukte daraus basteln), was bei anderen Dro-gen (stoffgebunden oder -ungebunden) eben nicht der Fall ist.
Korrekter wäre hier eventuell "suchtähnliches Verhalten" und selbst da wäre ich vorsichtig, weil sich auch nicht bei jedem/jeder die Entzugssymptome so einstellen und/oder klar fassen lassen.
Klar ist das nicht ganz korrekt - siehe Lachsmiley; ich wies nur verkürzt auf den biologischen Aspekt hin: die hormonellen Belohnungssysteme, Wahrnehmungsveränderungen etc, die wie bei Sucht funktionieren, ebenso Entzugssymptome. -
Bei "toxischen Beziehungen" (On/Off, narzisstischen Konstellationen oder unglücklich laufenden Affären - halt Drama) ist der Suchtfaktor das ja besonders ausgeprägt. Natürlich kann man das nicht darauf verkürzen, aber es ist - ein Aspekt. Darüber zu wissen, kann in schlimmen Situationen auch sehr hilfreich sein und einiges relativieren, finde ich.
Zitat aus dem Link:
Das Belohnungssystem für Begehren, für Wünsche wird aktiver, wenn wir nicht bekommen, was wir wollen, sagt Fisher.
