Was Hepburn sagt, ist völlig richtig.
Ohnehin eine großartige Frau.
Man bekommt das immer so schnell vorgeworfen,
wenn man sagt, man habe keine großen Erwartungen.
Wie belanglos wäre man denn?
Wie egal einem alles sei?
Dabei stimmt das garnicht.
Wer zu viel erwartet, kann auch vermehrt enttäuscht werden
und vergisst auch dabei, dass ein Mensch das sowieso alles nicht erfüllen kann.
Einen Teil der Erwartungen sollte man auf die WIR-Ebene stellen, zusammen das Ganze angehen,
sich nie dabei vergessen und sich auch selbst Wünsche erfüllen
und der Rest? Ist der tolle nicht planbare Zufall, die Überraschung, schlicht das Leben.
Ich habe mir abgewöhnt viel oder gar großes zu erwarten.
Interessanterweise passieren seitdem in meinem Leben wirklich wunderbare Dinge.
Enttäuscht werden kann man natürlich dennoch,
denn Erwartungen sind innerlich ja dennoch da, verbunden mit Werten, Charakter, Vorstellungen
und da kann es knirschen.
Doch diese Enttäuschungen entstehen nicht mehr aufgrund zu hoher Erwartungen,
sondern eher durch menschliche Enttäuschungen oder Umstände,
bei denen man selbst fehl lag. Nicht sehen wollte, sich geirrt hat.
Was noch hinzukommt...die Erwartungen an andere...oder an einen Menschen umdrehen,
und eher die Erwartungen an sich selbst haben.
Das ist ein interessantes Stück Arbeit und erfordert eine Menge Aufmerksamkeit.
Mehr Gelassenheit, mehr Offenheit, mehr Wärme und Besonnenheit ausstrahlen.
Das können Erwartungen an einen selbst sein.
Wo ist da noch Platz für Verbitterung?
