Zitat von Piper2603:Was sind Eltern objektiv gesehen? Andere Menschen, nicht mehr nicht weniger, wir machen nur mehr aus Ihnen, aber das machen wir selber und nicht die Anderen (Eltern)
Häh? Worauf willst Du hinaus?
Natürlich sind Eltern "andere Menschen", aber sie sozialisieren Dich und sie stehen Dir sehr viel näher (ob nun positiv oder negativ) als Herr Müller von nebenan. Biologische Eltern geben Dir auch noch ihren Gen-Pool mit.
Ich bin sowohl Tochter als auch Mutter eines erwachsenen Kindes. Natürlich ist die Bindung zwischen uns eine andere als die zu meinen Nichten und Neffen (die ich allesamt sehr lieb habe!) oder meines Kindes zu den Onkeln und Tanten.
Das ist auch der Normalfall; jedenfalls in meinem Umfeld. Was nicht heißt, dass ständig nur Friede-Freude-Eierkuchen herrscht. Durch Reibung entsteht schließlich auch Wärme
Natürlich gibt es auch andere Fälle (verwahrloste Kinder, verwaiste Kinder tbc.); die sind zum Glück aber nicht die Regel und über die sprechen wir hier nicht. Wären aber für die "Ja, aber-Fraktion" hilfreich, um sich drin zu verbeissen
Mein Kind wird immer mein Kind bleiben. Aber auch, wenn ich mich vermutlich bis an mein Lebensende immer irgendwie drum sorgen werde, bedeutet das nicht, dass ich es nicht als erwachsenen Menschen sehe, der Entscheidungen treffen und sein Leben gestalten kann, wie er mag und will.
Im Gegenzug erwarte ich das gleiche. Wobei es irgendwann kippen kann, denn es gibt genügend ältere Menschen, die irgendwann - aus Altersstarrsinn oder wegen Demenz - wieder zum Kind mutieren. Dann wird es schwierig; ist aber ein anderes Thema.