Bekannte
Gast
Dass PF privilegiert ist, darüber brauchen wir nicht zu reden.
Das weiß er selber. Und das ist OK so. Denn seinen Job würden die wenigsten machen wollen. Für mich jedenfalls wärs nichts.
Worum ihn viele (auch ich) beneiden werden, sind der Rückhalt und die Mitarbeit von AG und Familie bei der Aufzucht der Kinder. Meine Dienstreisen lassen sich nicht so einfach mit meinem Kind vereinbaren. Einer der vier (Kunde, Kind, Vater oder ich) müssen jedes Mal tüchtig zurückstecken.
Und an zwei Abende frei für Tennis darf ich gar nicht denken. Und dabei springt auch meine Ma immer dann ein, wenn bei uns Not am Mann ist. Aber halt bestimmt nicht, wenn ich derweil mit Kollegen um die Häuser ziehen oder Freizeit haben möchte.
Aber das ist hier ja nur dann Thema, wenn Cheerleader ihn als Traummann bezeichnen, weil er allein alles wuppt und dabei noch Hochbeete baut, die Bude sauber hält und Sommerurlaub plant.
Was mit PF los ist, dass ihm bei all diesen positiven Vorzeichen die eigene Familie so drastisch entgleiten konnte, darüber mag er selbst nicht sprechen.
Er fühlt sich so wohl, wie er ist. Und das kann man ihm, solange er anderen Menschen damit nicht schadet, ja auch gönnen. Er ist ja auch noch sehr jung. Und vielleicht dauert es ja noch ein paar Jahre, bis er erkennt und bearbeitet, dass sein Verhalten seiner Frau gegenüber von außen betrachtet doch sehr dem Verhalten seines Vaters ihm gegenüber, das er selbst als unmöglich empfindet, ähnelt. Diese latente Abwertung. Dieses jovial-ermunternde "nun stell Dich mal nicht so an", diese unterschwellige Erwartungshaltung, dieser komplette Liebes - und Achtungsentzug, wenn die vorbestimmte Rolle verlassen wird.
Erstmal regelt PF sein tägliches Leben. Und später vielleicht sein Innenleben. Da hätte ich an seiner Stelle derzeit auch keine Kraft für.
Das einzige, worüber sich neben der Wochenendgestaltung und Kindererziehung mit PF in diesem Forum reden lässt, sind die Hintergründe, derentwegen seine Frau aus der Spur geraten ist.
Erst gingen wir davon aus, es ist eine Blitzliebe zu dem Kubaner. Dann sah es wie ein Ausbruchsversuch aus dem goldenen Käfig aus. Dann wollte sie wohl zurück und PF mochte nicht mehr. Dann erzählte sie von der Fehlschwangerschaft. Dann brach sie völlig zusammen, musste zur Kur. Auch in der Kur funktionierte sie nicht so, wie PF das von seiner Frau bzw. von einer Frau in ihrer Situation erwartet hätte. Und jetzt macht sie zu Hause völlig dicht und er kommt gar nicht mehr an sie ran.
Ich frage mich da, was ihr zwischen " ich bin glücklich verheiratet, erfolgreich im Beruf, vermögend über meinen Mann, glückliche Mutter von Zwillingsjungs und habe familiär jegliche Unterstützung" und "ich betrinke mich bis zur Besinnungslosigkeit, greife mir wahllos ein Gegenmodell zu meinem Mann, trete alles erreichte in die Tonne, isoliere mich, kann meine Kinder nicht mehr um mich haben und gehe vor die Hunde" passiert ist.
So eine "Karriere" sucht sich ja keiner aus. Da muss ja wohl in der in letzten Jahren irgendwas vorgefallen oder hochgekommen sein.
Und da ich annehme, dass PF die Mutter seiner Kinder ja irgendwann mal geliebt hat und sein damaliges Eheversprechen auch aus Überzeugung ernst gemeint hat, könnte es ihn auch noch interessieren, was mit seiner Frau los ist und wie man (oder sogar er) ihr helfen kann.
Denn das jemand, der so kontrollorientiert wie PF ist, als langjährige Freundin, Ehefrau und Mutter seiner Kinder eine Frau aussucht, die so ein Potential für "Schraube locker" ab Werk in sich trägt, glaube ich nicht. Ich denke, das hätte jemand wie PF unterschwellig gespürt und diese Frau niemals geheiratet. Was also ist passiert, dass sich der angepasste Sonnenschein in wenigen Jahren in einen unzugänglichen Dämon verwandelt hat?
Hast Du eine Erklärung?
Oder muss PF ab jetzt darauf hoffen, dass es ihm bei der nächsten bzw. bei K nicht wieder genau so ergeht wie bei C?
