Pfadfinder84
Gast
Zitat von Renzo P:Wir haben uns alle 2 Wochen einen Abend Zeit genommen und uns mal die Meinung gesagt...die Beziehung reflektiert....war eigentlich ganz gut...nun hat mir aber auch nicht geholfen....also letztendlich!
Information ist immer das was ankommt,hört sich einfach an, ist aber super schwierig...ich habe festgestellt das meine Frau wohl den Wortlaut verstanden hat, den Inhalt aber ganz anders interpretiert und wahgenommen hat wie ich...wenn man da nicht aktiv nachfragt, also beidseitig, dann hilf auch das viele miteinander reden nicht!
Ergo der Wille muß vorhanden sein! Ich halte es in zukunft so, stelle ich fest das inder Beziehung der Wille, der ernsthafte Versuch nicht mehr vorhanden ist an der Beziehung zu arbeiten....da werde ich das Weite suchen....gebranntes Kind halt!
Das ist an für sich schonmal eine super Idee - allegemein redet man wohl viel zu wenig. Wie oft ist es so, dass man nach einem Arbeitstag nach Hause kommt und sich einfach auf das Sofa legt, nachdem man vielleicht noch eben was zusammen gegessen hat. Da geht die Qualität der Beziehung schnell flöten denn von ein paar Ausflügen und nebeneinander im Bett schlafen nährt sich keine zwischenmenschliche Beziehung.
Aber wie du auch schon beschrieben hast sind diese "verordneten" Gespräche dann oft mehr das übliche gefasel und in Wahrheit kommt man wohl auch nicht an des Übels ursprung.
Das Thema "Kommunikation" finde ich sehr interessant, weil ich eben künftig nicht die selben Fehler wie in meiner gescheiterten Ehe machen will.
Gedanklich komme ich dabei immer wieder zu folgendem Schluss: wenn man mal sein Kommunikationsverhalten in anderen zwischenmenschlichen Situationen beobachtet - dabei muss man sehr genau formulieren was man möchte um es zu bekommen. Beispielsweise einen Freund fragen "Können wir uns heute sehen". Diese Art von Kommunikation setzt automatisch eine gewisse Wertschätzung der Zeit des anderen voraus. Dieser Freund wird mir von seiner Zeit etwas abgeben. Auf der Arbeit ist es doch nicht anders, da kommuniziert man auch sinniger mit Vorgesetzen und Kollegen um seine Ziele zu erreichen indem man um Hilfe bittet oder deligiert oder sich über Fälle austauscht und zwar zielführend.
In Liebesbeziehungen hingegen, gar dann, wenn man zusammenlebt, fängt man an, die Zeit des anderen weniger Wert zu schätzen weil derjenige ja allgegenwärtig ist. Man verlebt endlos viel Zeit nebeneinander aber nicht qualitativ miteinander dabei bedarf es vielleicht einfach der Frage ob man sich "sehen" kann also im Sinne von tatsächlich etwas zusammen macht/ zusammen Zeit verbringt. Oder es bedarf der Frage, ob der Partner/ die Partnerin einem behilflich sein kann oder etwas übernehmen kann. Oder oder oder...
Theoretisch ja wieder recht einfach.
Herzliche Grüße
Pfadfinder