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Sie ist weg, mein Leben ist zerbrochen

Schlenz

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Hallo zusammen,

ich bin neu hier und würde gerne die Geschichte meiner Trennung hier einmal niederschreiben und gerne mit euch drüber reden. Es st recht komplex daher hoffe ich man verzieht mir die länge des Beitrags. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr es zu Ende lesen würdet. Ich könnte eure Hilfe dazu wirklich gut gebrauchen

Ich wurde im November 2014 von meine ersten Freundin ziemlich plötzlich verlassen(wir wären im Dezember 8 Jahre zusammen gewesen). Ich kann die Gründe noch immer nicht recht nachvollziehen und ihr verhalten mir gegenüber auch nicht( wir haben seit mitte Februar gar keinen Kontak mehr). Ich versuche mal alles chronologisch zu schildern.

Es fing an als ich an einem Freitag Abend nach der arbeit zu ihr ging. Als ich bei ihr ankam, weinte sie sehr, konnte kaum mit mir reden. Ich dachte irgendwas schlimmes sei passiert, jemand verstorben etc. Ich fragte dann der reihe nach alles ab und als ich schließlich fragte ob es was mit uns zu tun hatte nickte sie. Sie wollte sich trennen. Ich verstand das ganze nicht, war geschockt. Ich sagte zu ihr das sie der wichtigste Mensch in meinem Leben sei und sie sagte ich währe auch der wichtigste Mensch in ihrem Leben und sie sei sich jetzt gar nicht mehr so sicher. Der Grund den sie nannte war, sie müsse für sich emotional unabhängiger werden, selbstständiger werden. Zumindest hat sie es mir so gesagt. Wir beschlossen dann, beide ziemlich fertig, nochmal in einer Woche zu bereden irgendwie erstmal runter zu kommen, zu sich zu kommen.
Als ich den ersten Schock verwunden hatte und mir klar wurde was da eigl. passiert war stand ich am nächsten Morgen vor ihrer Tür(wohl ein fehler) und wollte mit ihr reden. Sie öffnete nicht sondern weinte nur hinter der tür. Also blieb es bei dem Treffen 1 Woche später. Wir trafen uns in einem Kaffee und sie wirkte anfangs sehr verändert. Kalt, sah mich nicht direkt an, sagte nicht hallo. Während des Gesprächs wurde sie irgendwie wieder mehr so wie ich sie kannte. Es war surreal. Wir redeten am ende sogar noch über alltägliches als sei nichts gewesen. Aber in diesem Gespräch blieb sie dabei sich trennen zu wollen. Ich wollte sie verstehen und dachte ich müsste sie irgendwie verletzt haben, wenn sie es doch irgendwie für notwendig hält sich von mir zu distanzieren. Ich hatte das Gefühl sie währe in einem Konflikt mit mir von dem ich nichts wusste und ich wollte so gerne das sie mich dran teil haben lässt. Das wir es klären können. Oder das ich wenigsten verstehen kann was gerade passiert oder warum. Ich bat sie mir wenigstens die Chance zu geben es zu verstehen. Sie wollte glaube ich einfach nichts mehr damit zu tun haben. Stellte es aber so da als sei das ganze auch ein Konflikt den sie mit sich selbst hätte und das sie da jetzt alleine durch müsste. Wir einigten uns darauf in einer Woche noch einmal miteinander zu reden.
Eine Woche später telefonierten wir und ich hatte sehr viel daran gedacht und das Gefühl ich könnte sie besser verstehen. Die Kernaussage diese Gesprächs war. Sie macht das weil sie zu ihrer eigenen Stärke finden müsse und das könne sie in der Beziehung nicht, weil sie sich dann wieder fallen lassen würde. Ob es noch eine Zukunft für uns gebe wisse sie nicht, sie würde schon wollen, aber wenn sie sich jetzt auf eine Pause nach der wir es wieder versuchen würden festlegen würde, würde sie das in ihrer Freiheit beschränken. Als ich ihr sagte das ich aber nicht verstehen kann, warum das was wir hatten, was für mich so wertvoll ist, deswegen kaputt gehen muss. Warum wir das nicht zusammen schaffen können, entgegnete sie, das was wir haben sie doch gar nicht kaputt aber es ginge jetzt nicht anders. Das verwirrte mich sehr und ich konnte es einfach nicht verstehen, weshalb ich sie um noch ein Gespräch bat eine Woche später. Sie stimmte zu. Diese Gespräch kam nicht mehr zustande, sie schickte mir nur eine SMS in der stand sie kann nicht ich solle das akzeptieren. Für mich unerträglich, konnte nicht schlafen, nicht essen. Meine Welt war zerbrochen. Ich hielt es nicht aus und stand ein paar tage später spontan vor ihrer Tür. Ihr Vater machte auf, sie sei nicht da. Später kam eine Facebook Nachricht in der Stand. Sie wollte mir ja sowieso schreiben aber sie hat inzwischen(nach 4 Wochen) übrigens endgültig mit mir abgeschlossen und sie wünscht mir das ich das auch kann und alles gute. Ich konnte das nicht fassen und wollte das sie mir das nach fast 8 Jahren wenigstens ins gesicht sagt. Also stand ich am nächsten tag wieder vor ihrer Tür und nach einigem warten war sie sogar bereit mit mir zu reden. Es war gruselig. Sie war kalt, sehr verändert. Wenn sie mich anguckte dann hatte sie dabei immer ein leicht verrückte lachen. Meinte sie hätte eben einfach keine Gefühle mehr für mich und sie hätte damit abgeschlossen. Als ich mit ihr redete, fragte was denn mit unseren ganzen Zukunftsplänene(zusammenziehen, Kinder etc. ist) Ihr von meinen Gefühlen für sie erzählte weinte sie auch kurz ein wenig nur um kurz später wieder so seltsam zu lachen. Schlauer wurde ich aus dem Gespräch auch nicht. Sie wollte wohl nichts von anderen Männern, eine meiner hauptängste. Aber sie hätte jetzt neue freunde gefunden, die währen viel toller und offener als ich. Ich währe ja so verklemmt. Endlich könnte sie sich wie 22 fühlen und außerdem würde ich ja öfter mal zu spät kommen. So das waren also die Gründe für die neuen Gründe für die Trennung. Wie bitte? Was? Gut um ein letzte Treffen bat ich sie noch da ich noch etwas für sie hatte. Ich hatte ihr im Sommer während unsere Urlaubs ein Liebeslied geschrieben, was sie zum 8 Jährigen jubileum haben sollte. War schon aufgenommen etc. und ich wollte das sie es hat weil es für sie ist, wenn auch nur als andenken. Wir trafen uns noch einmal und ich gab ihr das lied. Sie hörte und fand es auch schön, weinte. Als ich sagte das ich noch immer nicht verstehen kann, was gerade passiert ich das so gerne klären würde kam es zum streit. Als ich sie fragte ob ich mal zu ihrer Therapeutin mitkommen könnte um es besser zu verstehen, schlug sie mir die tür vor der nase zu, meinte ich sei vollkommen verrückt, ein Psychopath. Ich saß dann noch eine halbe stunde weinend im Treppenhaus und ging. Komplett kaputt und verwirrt. Ich war dann beim kriesendienst, die sagten mir ich solle nicht mehr versuchen mit ihr Kontakt aufzunehmen, ihr Zeit lassen. Das ich mir immer nur neue abfuhren von ihr abholen würde. Ich hielt mich dran. Ein paar Wochen und endlose viele Gespräche mit Kriesendienst und telefonseelsorge später habe ich ihr das Angebot einer Paarberatung gemacht(hatte es auch schon organisiert) es sollte ausdrücklich ums verstehe nicht ums wieder zusammen kommen gehen. Sie sagte zu. Einen tag davor, nach Rücksprache mit ihrer Therapeutin aber ab unter der Begründung sie wäre nur dahin gekommen um sich an mir zu rächen. Nur für was? Wollte sie mir nicht sagen, weil wenn sie mir gründe genannt hätte, währe sie jetzt genau da wo sie nicht sein will. Ok ich versuchte es zu aktzeptieren und da wurde es erst richtig eklig. Ich schrieb ihr eine letzte nachricht in der ich ihr alles gute wünschte, ich sie gehen lassen wollte weil ich sie liebe, sie nicht mehr belästigen wollte, wenn ich nicht gut für sie bin. Daraufhin wollte sie sich persöhnlich zur übergabe der sachen treffen. Als ich blöderweise fragte ob wir dabei nochmal reden könnten sagte sie natürlich nein das treffen kam nicht zustande. Ich bat sie daraufhin bitte keinen kontakt mit mir aufzunehmen, weil es für mich unerträglich ist. Wenn ich schon nicht die chance habe zu verstehen was passiert, den Konflikt zu schlichten wollte ich wenigstens das meine Wunden anfangen können zu heilen, ich trauern kann.
1 Woche Später kam eine Nachricht von ihr die mich fast umbrachte. Sie war mir vor ich hätte sie nie geliebt wäre ein saddistisches narzistisches schwein, das sie nur für s. und für sein ego benutzt hätte. Sie findet mich lächerlich, denn das alles sei nur meine masche um sie wieder zu bekommen, sie weiter ausnutzen zu können. Ich wolle sie auch nur wieder weil ich sowas heißes wie sie eh nicht kriegen könnte was ja auch kein wunder währe so wie ich aussehe. Es stellte sich dann auch raus das sie scheinbar schon länger den nächsten hat, zumindest vermute ich das. Ich habe alle Kontakte zu ihr und ihrer Familie abgebrochen, es hätte mich fast umgebracht. war 1,5 Wochen in der Psychatrie und bin jetzt in therapeutischer Behandlung. ich bin wieder halbwegs stabil, aber ich kann immer noch nicht fassen was zur Hölle da passiert ist. Die Ungewissheiten und Schuldzuweisungen zerfressen mich und ich fühle mich wertlos, zweifele an mir selbst. Meine Welt ist zerbrochen, ich finde nirgends noch halt noch sicherheit. Wie auch wenn das was den Hauptteil meines Lebens ausgemacht hat einfach so zerfällt und ich auch noch dran schuld sein soll? Ich finde ihre Vorwürfe eigl. einfach nur würdelos und ekelhaft aber sie treffen mich tief und schwer. Ich wollte doch gut für sei sein, sie war die liebe meines Lebens kann ich wirklich so schlimm für sie gewesen sein. Wie komm ich da nur raus, ich will endlich wieder Leben. Zur zeit vegetiere ich eher vor mich hin.

16.05.2015 15:13 • #1


toomuchpain


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Moin. Die Geschichte kenne ich iwo her. War bei mir und meiner Ex fast genauso. Kam eines Tages, nach ihrem Urlaub, zu mir und meinte sie bräuchte eine Pause. Sie hätte mich im Urlaub nicht so vermisst, wie es in ihren Augen hätte sein sollen (waren 4 Jahre zusammen, beide 20). Sie hätte sich von mir zu abhängig gemacht, den Kontakt zu ihren Freunden ziemlich beschränkt, nur noch für mich gelebt. Sie müsse jetzt zu sich selbst finden, sie erkenne sich nicht wieder. Fühlt sich in einer Sackgasse, alles sei schon so geplant und "festgefahren". Sie müsse jetzt zu sich selber finden und ist sich ihrer Gefühle zu mir nicht mehr sicher gewesen. Zwei Wochen schwebte ich in der Ungewissheit, hatte unglaublich viel Hoffnung und wurde letzten Endes unglaublich verletzt. Es ist jetzt, abzüglich der Zwei Wochen Pause, 3 Monate her und ich bin übern Berg. Es war nen sehr sehr hartes Stück Arbeit, aber es klappt. Zeit und Ablenkung heilt Wunden, definitiv. Ihr wart halt noch sehr jung, wie ich. Ich hatte während der Beziehung schon zwei mal fast schluss gemacht, aus den selben Gründen weshalb sie mich verlassen hat. Hatte das Gefühl was zu verpassen. Was meinste wie viele Menschen genau den selben schei. durchgemacht haben. Es ist ne krasse Sache, keine Frage, aber andere sind noch schlimmer dran. Besser jetzt, als in zwei Jahren, verheiratet, Kind unterwegs, Kredit fürs Haus aufgenommen. Dann wärst du jetzt richtig am Ar***. Kopf hoch, alles wird gut. Du musst die Trauer durchleben. Es wird seine Zeit dauern. Ich selber rechne noch mit nem halben Jahr bis ich wirklich drüber weg bin. Gib und vor allem nimm dir die Zeit.

16.05.2015 15:45 • x 1 #2



Sie ist weg, mein Leben ist zerbrochen

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Schlenz


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Danke für deine Antwort. Die Trauer ist hart, aber was mir eigl. zu schaffen macht sind die Schuldgefühle ihr gegenüber und die Minderwertigkeitsgefühle. Irgendwie habe ich auch das Gefühl es gab keinen richtigen Abschluss. Wahrscheinlich hab ich aber einfach nur zu viel geklammert, konnte sie nicht gleich gehen lassen(woraus ich mir nicht umbedingt einen Vorwurf machen will). Ich finds halt heftig das die ganze Beziehung und ich so abgewertet werden. Ich angeblich ihr leben zerstört habe. Ich währe sogar bereit mir sowas einzugestehen, wenn sie mir denn mal sagen würde wie (sollte ich narzisst sein und ihr dadurch geschadet haben will ich nicht so sein). Ich wollte das ganz bestimmt nicht und ich seh auch nicht wie ich das hätte hinbekommen sollen. Ich frag mich die ganze Zeit ob ich wirklich so schlecht und wertlos bin, wie sie mich zu sehen scheint. Ich krieg diese Vorwürfe nicht aus dem Kopf und manchmal denke ich sogar, gut für sie das sei einen neuen hat, dann kann der jetzt wenigstens für sie da sein, da wo ich versagt hab. Ich denke diese Gedankengänge sind nicht umbedingt normal, aber sie sind nun mal da und quälen mich. Mir wurde oft gesagt sie(seit 3 Jahren in Therapie) sei Borderlinerin und ich sei Coabhängig. Aber ich kann mit solchen Diagnosen nicht viel anfangen, will sie nicht auf sowas reduzieren. Sie ist für mich immer noch ein mensch, der mir viel bedeutet, will das es ihr gut geht und mir auch und ich würde gerne mein Teil am scheitern dieser Beziehung aufarbeiten, meine Schuld sehen um damit abzuschließen aber ich finde nichts. Schaffe es nicht es zu verstehen was da überhaupt passiert ist. Habt ihr mit sowas Erfahrung?

16.05.2015 16:10 • #3


Tiefes Meer

Tiefes Meer


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Hallo Schlenz,

oh, nun hatte ich grade eine Antwort für Dich und lese jetzt, dass sie Borderlinerin ist.
Das ändert die Dinge ein wenig.

Aber schon bevor ich das gesehen habe, dachte ich, da muss bei ihr etwas sehr im Argen sein, wenn sie Dich jetzt im Nachgang auf einmal so mit einem Kübel Dreck überschüttet. Und ich dachte, dass Du aufgrund der Umstände, mal getrost mindestens 95% von dem abziehen darfst, was sie da so vom Stapel gelassen hat.

Bis grade hatte ich den Verdacht, ihr Auftritt könnte daran liegen, dass sie schon während Eurer Beziehung den nächsten am Start hatte. Da kommt dann gerne beim Schlussmachenden ein Haufen Projektion von Schuldgefühlen mit rein.

Bei Borderlinern gibt es aber auch noch andere Erklärungen. Da kannst Du dann getrost die restlichen 5 % auch noch abziehen. Auch wenn Du nichts von solchen Ettiketten hälst. Da Dich die Trennung so trifft, ist es bestimmt sinnvoll für Dich, Dich damit auseinander zu setzen. Du kannst daraus z.B. lernen, dass Du Dir bitte auf gar keinen Fall den Schuh anziehst, den sie Dir da reinzudrücken versucht !

In Beziehungen mit Borderlinern ist es wohl leider keine Seltenheit, dass ein zunächst seelisch gesunder Partner Schaden nimmt. Das liegt an der besonderen Dynamik solcher Beziehungen.

Ehrlich gesagt denke ich grade, dass es fast leichtsinnig ist, wenn man mit einem Partner zusammen ist, der so eine gravierende Störung hat, sich dann selber nicht darüber schlau zu machen.

Herzliche Grüsse

16.05.2015 16:23 • x 2 #4


Schlenz


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Danke für deine Antwort. Ich denke auch das sie schon während unsere Beziehung den nächsten am start hatte, was ich ziemlich ekelhaft finde. Mit dem borderline möchte ich vorsichtig sein da ich von der diagnose nicht wirklich weis. Sie hat Selbstverletzendes Verhalten(an dem ich auch shculd sein soll, war aber shcon vor der Beziehung) und mir gegenüber mal den verdacht geäußert das es Borderline sein könnte(Hab mich damit auch schon viel auseinander gesetzt und vieles passt. Die offizielle Diagnose lautet aber ängstlich vermeidende PS. Wie gesagt ich mag es nicht Menschen mit so einer Diagnose zu stigmatisieren. Ich glaube ich möchte auch einfach nicht sehen was sie da doch für eine üble Nummer abgezogen zu haben scheint. Es ist für mich irgendwie nicht zu ertragen das der mensch den man über alles liebt so etwas mit einem macht, macht mein Weltbild irgendwie kaputt. Da suche ich dann lieber die Schuld bei mir selbst, bzw. kann mir gar nicht vorstellen das sie sich sowas nur ausdenkt. Irgendwie ist die ganze Geschichte einfach zu krass für mich und irgendwie so irreal das ich manchmal das Gefühl habe das könnte gar nicht wahr sein. Wir wahren uns doch so nah so vertraut? Wie kann da einfach plötzlich wer anders sein. Einfach so ausgetauscht. Es ist einfach nicht zu verstehen. Aber ich muss es irgendwie verstehen um damit abschließen zu können glaube ich. Und ich dreh mich da immer im kreis finde keinen Abschluss. Klar liefert die diagnose Borderline einem da eine recht solide Erklärung aber irgendwie ist mir das zu Plump für die erste Große Liebe und fast 8 Jahre Beziehung. Ich wills irgendwie einfach nicht wahr haben. Wie krieg ich nur hin es so zu akzeptieren? Endlich wieder leben zu können?

16.05.2015 16:42 • #5


Tiefes Meer

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Zitat von Schlenz:
Aber ich kann mit solchen Diagnosen nicht viel anfangen, will sie nicht auf sowas reduzieren. Sie ist für mich immer noch ein mensch, der mir viel bedeutet, will das es ihr gut geht und mir auch und ich würde gerne mein Teil am scheitern dieser Beziehung aufarbeiten, meine Schuld sehen um damit abzuschließen aber ich finde nichts. Schaffe es nicht es zu verstehen was da überhaupt passiert ist. Habt ihr mit sowas Erfahrung?
Es geht nicht darum, sie auf diese Diagnose zu reduzieren. Es geht auch nicht darum, Deine Schuld zu finden. Es geht aber tatsächlich darum, Deinen Anteil zu finden.
Und meine erste Frage wäre da - Hat Dir diese Beziehung gut getan ? Und mit gut getan meine ich nicht diese Phasen, in denen sie 1000% gegeben hat.

Sorry, hat sich grade überschnitten. Ich les mal Deine Antwort und schreibe später mehr.

16.05.2015 16:46 • x 1 #6


Schlenz


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Naja Objektiv gesehen hat mir diese Beziehung gut getan und nicht gut getan. Eine so intensive Bindung zu haben und die nähe zu spüren ist etwas was ich sehr vermisse. Aber alles in allem wird mir von aussen oft gesagt ich währe viel offener und freundlicher seit dem Ende dieser Beziehung, wieder mehr ich selbst. In der tat kann ich sagen wieder mehr die dinge zu tun die mich ausmachen(vor allem Musik) und mein Trink und Essverhalten hat sich stark geändert. Mich hat in der Beziehung oft ein Latentes Ohnmachtsgefühl niedergedrückt und ich hatte Aggressionen für die ich mich schämte. Das und die Schlappheit sind quasi komplett verschwunden. Mein starkes Übergewicht verabschiedet sich nach und nach und ich habe das Gefühl eine viel positivere Einstellung zum Leben zu bekommen. Trotz der Trauer und der niederdrückenden Schuldgefühle könnte ich schon sagen das ich für mich betrachtet nach außen hin wohl glücklicher und lebendiger wirke als noch in der Zeit in der Beziehung. Und es gibt auch Momente wo ich positiv nach vorne schauen kann, aber trotzdem empfinde ich diese Trennung als enormen Verlust, selbst wenn es mir seit dem objektiv gesehen besser geht. Die Hauptplage sind wie gesagt die Schuldgefühle und die Minderwertigkeitsgefühle, mit denen komme ich nicht zu recht. Die trauer ist auch hart aber das ist etwas bei dem ich nur für mich verantwortlich bin, damit kann ich leben.

16.05.2015 16:58 • #7


Tiefes Meer

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Hallo Schlenz,

ängstlich-vermeidende PS - ich musste das grade mal googlen.
Du siehst, ich bin auch nicht die Expertin, aber ich schätze, wir sitzen im selben Boot.
Kein Wunder, dass die Geschichte Deiner Trennung mich an meine erinnert hat.
Auch wenn die Rahmenbedingungen und die Details bei mir ganz anders waren.

Zitat von Schlenz:
Da suche ich dann lieber die Schuld bei mir selbst, bzw. kann mir gar nicht vorstellen das sie sich sowas nur ausdenkt. Irgendwie ist die ganze Geschichte einfach zu krass für mich und irgendwie so irreal das ich manchmal das Gefühl habe das könnte gar nicht wahr sein.
Das kenne ich nur zu gut.

Mein Ex hat keine entsprechende Diagnose, aber bei mir war es auch so, dass da im Rahmen der Trennung aufeinmal so ein Kübel Jauche aufgefahren wurde. Obwohl er derjenige war, der eine andere hatte, sollte ich an allem Schuld sein. Und ich habe mir zunächst auch jeden Schuh angezogen. Wollte und konnte nicht fassen, dass der Mann, mit dem ich immerhin 20 Jahre verheiratet war, eine derartige Parallelwelt in sich trug.

Viel, viel Verarbeitung später bin ich mir heute sicher, dass mein Ex Bindungsangst hat (was ich bei einem verheirateten Menschen nun so gar nicht erwartet hätte). Er selber bestätigt das übrigens.

Ich habe mir aufgrund von Empfehlungen auch hier im Forum dann das Buch JEIN von Stefanie Stahl gekauft. Um die Dinge für mich besser einordnen zu können. Um zu verstehen, was an Beziehungsdynamik gelaufen ist. Um meinen Anteil besser zu verstehen.

In dem Buch werden auch verschiedene Persönlichkeitsmuster von Menschen mit Bindungsangst beschrieben und ich erkenne ihn am ehesten im ängstlich-vermeidenden Stil wieder ....

Das Buch hilft mir besser zu akzeptieren,
- dass es nicht meine Schuld ist, dass er dieses Problem hat
- dass ich gar nichts daran hätte tun können. Irgendwann wurde diese Störung bei ihm so getriggert, dass er sich unter Hinterlassung eines riesigen Scherbenhaufens von mir getrennt hat.
- dass seine Bindungsangst bei mir eigene, alte Programme getriggert hat und eine sehr typische Dynamik hatte, bei der ich in eine Abhängigkeit gerutscht bin
- dass es zwei Sichten auf ihn gibt, von denen die eine so wahr wie die andere ist. Die eine ist wertend und besagt, dass er sich als grosses A.loch verhalten hat. Die andere besagt, dass seine Angst ein massives Problem ist, dass er selber wohl in den ganzen Auswirkungen bis heute nicht begriffen hat.

Ich tendiere meistens zur zweiten Sicht. Ich kann besser damit leben und umgehen, dass er ein altes Schema mit sich rumschleppt. Dass er mich auf seine Art geliebt hat, soweit ein Mensch mit Bindungsangst überhaupt wirklich lieben kann. Und dass dieses alte Schema irgendwann so stark angetriggert wurde, dass er nicht bei mir bleiben konnte.

Letztlich sage ich mir, dass die Trennung für mich gut war, weil diese Beziehung mir unter dem Strich nicht gut getan hat. Ich habe es nur nicht bewusst bemerkt, weil ich so wie die Frösche war, die im Topf sitzen und die nicht kapieren, dass das Wasser immer heisser wird. Ich kann jetzt lernen, was bei mir los war und werde mich künftig besser schützen, mehr in den Mittelpunkt nehmen können.

Trotzdem, es ist schwer, nach so einer Erfahrung wieder Vertrauen in Beziehungen zu fassen. Es dauert eine ganze Weile wieder Boden unter dem Füsse zu bekommen.

Liebe Grüsse

P.S. Dein letzter Post hätte bis auf ganz kleine Details echt auch von mir sein können. Bis hin zum veränderten Ess- und Trinkverhalten.

16.05.2015 17:27 • x 1 #8


Schlenz


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Das hilft mir schon einmal weiter. Das es auch andere gibt denen meine Erfahrungen nicht komplett fremd sind. Danke für deine Antworten. Das buch steht auf jeden Fall auf meiner Liste und mit Bindungsangst habe ich mich auch schon auseinander gesetzt. Ich denke auch das es einen bestimmten Auslöser für die Trennung gibt. Ich hab knapp 2 Monate vorher angefangen ein duales Studium zu machen und hatte nicht mehr so viel kopf und Zeit für sie wie sonst(und das war sehr viel auch wenn sie mich oft auf distanz gehalten hat). Manchmal habe ich auch das Gefühl das es nicht gepasst hat, wenn ich zu glücklich war. Hab eine lange Findungsphase hinter mir und jetzt endlich ein tolles Studium+Job und viele neue freunde gefunden. Ich war das erste mal seit langem wirklich richtig glücklich und prompt kommt die Trennung. Sie hat parallel dazu das ich das Studium begonnen hab angefangen viel Zeit in Foren zu verbringen wollte neue freunde finden (fand ich auch gut, weil sie so nicht viel hatte sehr distanziert war, mit meinen nichtwirklich was zu tun haben wollte) ich habe den Starken verdacht das sie mit jemanden zusammen ist den sie dort kennen gelernt hat. Quasi gleich mit dem erst besten. Das ist irgendwie ganz schön demütigend, weil sies mir ja auch so verkauft als ob ich sie gefangen gehalten hätte(sie durfte tun und lassen was sie wollte). Das ganze ist quasi ihre Befreiung aus meiner tyranei, was ich währe es nicht so schrecklich und käme nicht von dem bisher wichtigsten Menschen in meinem Leben eigl. irgendwie fast schon zum lachen währe so strange ist das. Irgendwie fühle ich mich benutzt, eher als Funktion als als Mensch, weil so austauschbar.
Was war denn bei dir deiner Meinung nach der Auslöser für die Trennung?
Hat dein Ex dir auch das Gefühl gegeben, ihm entweder plötzlich komplett egal oder einfach nur abscheulich und wertlos zu sein?

viele Grüße,
Schlenz

16.05.2015 18:09 • #9


Tiefes Meer

Tiefes Meer


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Zitat von Schlenz:
Hat dein Ex dir auch das Gefühl gegeben, ihm entweder plötzlich komplett egal oder einfach nur abscheulich und wertlos zu sein?
Ja. Inzwischen bedauert er das sehr. Aber nun ja, jetzt ist er ja auch in sicherem Abstand von meiner Nähe. Ich habe leider grade nicht soviel Zeit. Schreibe Dir später mehr.
Viele Grüsse

16.05.2015 19:46 • #10


Schlenz


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ich würd hier gerne ein kleines update wagen. Ich komme gerade von einer jamsession, ein bisschen angetrunken und eigl, war der abend gut. Aber ich bin unglücklich, Mir fehlt die nähe. aber nicht irgendeine nähe. Mir fehlt die nähe zu ihr, sie fehlt mir. Ich hätte sicher schon jemand anderen haben können aber ich will nicht. Für mich war unsere Zeit unsere Verbindung etwas ganz besonderes(für sie nach eigener aussage leider nicht) nach dem ich mich sehne. Ich habe etwas verloren was ich so nie wieder ersetzen werde können und es zerreist mich innerlich. Das einzige was mich noch am leben hält ist die musik. Ich kann einfach nicht verstehen wie so etwas wunderbares unvergängliches, heiliges einfach vorbei sein kann. Sie war mein ein und alles. jetzt ist sie mit wem anders und es war für sie nichts besonderes. Ich weiß ich werde irgendwann damit wieder gut leben können aber ich weiß das ich das was ich mit dieser beziehung verloren hab nie wieder bekommen werde, es ist einfach nciht auszugleichen. Ich hoffe ich werde in einem anderen Leben glücklich.

Anbei mein Lied für sie

soundcloud.com/violenz-1/lenz-the-best-of-me

17.05.2015 01:44 • #11


Tiefes Meer

Tiefes Meer


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Hallo Schlenz,

Ist das das Lied, das Du für sie geschrieben hast ?
Es ist ein sehr schönes, liebevolles Geschenk.

Ich kenne Dich ja nun nicht persönlich, aber nichts an der Art wie Du schreibst, deutet für mich daraufhin, dass an den Vorwürfen, die sie da zuletzt erhoben hat, was dran sein könnte. Hier im Forum ist ja viel zum Thema Narzissmus zu lesen. Und demnach sind Narzissten nun echt nicht diejenigen, die Verantwortung für gescheiterte Beziehungen bei sich selber suchen. Und lieber bei sich selber eine Schuld suchen als den anderen schlecht da stehen lassen - das passt auch mal gar nicht.

Sich selber an allem die Schuld geben und alles zu tun, um das gute Bild des anderen zu retten, ist allerdings ein Verhaltensmuster, das Kinder gegenüber ihren Eltern (den ersten Liebes"partnern") aufweisen. Als Kinder können wir nicht anders, da wir existenziell abhängig sind.

Als Erwachsene kann es uns passieren, dass so ein altes, abgespeichertes Muster angetriggert wird. Wenn sowas geschieht, ist das immer auch eine Chance für uns, alte Verletzungen näher anzusehen und zu heilen.

Du hast geschrieben:
Zitat von Schlenz:
Ich wollte doch gut für sie sein, sie war die liebe meines Lebens kann ich wirklich so schlimm für sie gewesen sein.
Ich bin sicher, Du warst auch gut für sie. Nur ist sie jetzt an einem Punkt angelangt, an dem sie ihren Weg ohne Dich gehen muss. Ihr seit beide sehr jung zusammen gekommen. In gewisser Weise hatte sie mit ihren ersten Aussagen recht - sie hatte bislang keine Gelegenheit, sich selber als junge Erwachsene mal alleine zu erproben.

Und einer meiner Vorschreiber hatte es schon ganz richtig bemerkt - wenn sowas unter der Haube da ist, dann ist es besser, wenn sie jetzt ausbricht, als wenn der Druck erst explodiert, wenn Kinder da sind und womöglich der Kreditvertrag für Häuschen. Aber das tröstet natürlich erstmal nur wenig.

Es bleibt einfach ätzend, dass sie die Ablösung nicht hinbekommen hat, ohne zuletzt dermassen ausfallend zu werden und Dir damit den Liebeskummer noch unerträglicher zu machen. Und es verletzt auch, wenn der Wunsch nach Eigenständigkeit dann so ausgelebt wird, dass sie glaubt, sich den zu erfüllen, indem sie den Partner wechselt. Das ist grosser, unreifer Quatsch.

Leider kannst Du an all dem nichts ändern. Sie muss ihre eigenen Fehler machen.
Du kannst nur Dich selber ändern. Z.B. Deine Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle anschauen und auflösen. Auch das hier verdient Beachtung:
Zitat von Schlenz:
Mich hat in der Beziehung oft ein Latentes Ohnmachtsgefühl niedergedrückt und ich hatte Aggressionen für die ich mich schämte.


Solche Gefühle kommen nicht von ungefähr. Da hast Du selber gespürt, dass in der Beziehung einiges nicht so rund lief, wie Du es Dir gewünscht hast. Wodurch wurden diese Gefühle ausgelöst ? Wie bist Du damit umgegangen ? Wie kannst Du mit Deinen Gefühlen künftig besser umgehen und für Dich sorgen, statt Frustpfunde anzufuttern ?

Zitat von Schlenz:
Ich weiß ich werde irgendwann damit wieder gut leben können aber ich weiß das ich das was ich mit dieser beziehung verloren hab nie wieder bekommen werde, es ist einfach nciht auszugleichen. Ich hoffe ich werde in einem anderen Leben glücklich.
Deine nächste Liebe wird anders sein. Einfach schon deshalb, weil Du diese als gereifter Mensch angehen wirst und gelernt hast, auf Deine Gefühle besser zu achten und besser damit umzugehen.

Zu Deiner Frage nach dem Auslöser der Trennung bei mir - es war wohl sein herannahender 50ster Geburtstag. Dazu habe ich zu der Zeit dann auch noch angefangen, darüber nachzudenken, wie denn ein gutes Wohnen im Alter aussehen könnte. Zwei Signale, die für ihn die Zeichen unserer Beziehung auf "lebenslänglich" gesetzt haben. Und das ist etwas, was bindungsängstliche Menschen mal gar nicht gut ertragen

So - nun lass ich's mal gut sein.
Ich hoffe nach der langen Nacht gestern plagt Dich heute kein allzugrosser Kater

Viele Grüsse

17.05.2015 13:44 • #12


Arnika

Arnika


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Lieber Schlenz, fühl dich mal gedrückt.

Wenn ihr acht Jahr zusammen wart und sie jetzt 22 ist, dann war sie zu Beginn eurer Beziehung 14. Dann ist es eigentlich normal, dass man Lust und Neugier auf etwas Neues hat, auch auf ein Leben ohne Beziehung, sich selbst neu entdecken - ohne den anderen. Soviel dazu. Was bzw wie sie es abgezogen hat spricht allerdings für die diagnostizierte Persönlichkeitsstörung. Sie wird dich wohl des öfteren auf Distanz gehalten haben, aus ihrer Bindungsstörung heraus - und das hat bei dir wieder bewirkt, dass du dich bis zu einem gewissen Grad aufgabst für sie.

Was ich ausschließen kann ist, dass du Narzisst bist. Ein solcher ist in sich selbst verliebt (lies mal die Geschichte darüber aus der griechischen Antike). Narziß weist alle Verehrer und Verehrerinnen herzlos ab, die ihm nachschmachten, alle anderen sind nur dazu da, um ihm zu huldigen. Als sich einer wegen ihm umbringt - Narziß lässt ihm noch eiskalt das Schwert dafür zukommen - , bestrafen ihn die Götter: Er verliebt sich unendlich in sein eigenes Spiegelbild, eine unerfüllbare Liebe, denn ein Spiegelbild kann dir keine echte Liebe geben.. So siehts in Narzissten aus. Sie spiegeln nur sich selbst, sie lieben nur sich selbst.

Ein narzist. veranlagter Mensch sucht nicht die Schuld bei einer Trennung bei sich - wie auch, er liebt ja nur sich, der andere ist ihm im Grunde egal, ist nur die Oberfläche seiner Sebstliebe. Der ist nur ein Fan, der ihn anhimmelt - und Fans sind austauschbar, pure Bestätigung. Wenn, dann trifft das eher auf sie zu. Sie scheint neue Freunde (Fans?) gefunden zu haben, und ja, vermutlich hat sie da jemand anderen. Es kann sein, dass sie sich nur austoben will. Es kann sein, dass ihre Persönlichkeitsstörung daran Anteil hat.

Bezeichnend ist, dass du dich mit dieser nicht wirklich auseinander setzen willst, aber dir seit Monaten ernsthaft selbst eine zuschreibst. Sie möchtest du nicht darauf reduzieren, dich aber schon. Das spricht schon für Co-Abhängigkeit oder zumindest für eine ungleichmäßige Beziehung. Dein Selbstbewusstsein sollte da größer sein - und deine Freunde attestieren dir ja, dass dir der Entzug von ihr guttut.

Sieh sie als Dro., auch ein J. trauert den vermeintlich guten Zeiten hinterher. Nur so gut waren sie ja nicht, wie du beschreibst. Sind sie in so einer Konstellation auch nie, aber wie gesagt, das sieht der J. auch nicht. Das solltest du dir eingestehen - dann gehts dir besser.

Nietzsche hat gesagt: Mitleiden macht Leiden ansteckend. Sie hat dich quasi mit ihrer PS infiziert, deshalb bist du so verunsichert, nicht, weil das aus dir heraus kommt. Geh weiter auf Jamsessions & Co - es wird besser - und irgendwann sind deine Gefühle für sie nur mehr eine Erinnerung. Ich wünsch dir alles Gute!

17.05.2015 14:48 • #13


Schlenz


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Hallo Tiefes Meer, hallo Arnika,

vielen Dank für eure Antworten sie helfen mir ein ganzes stück weiter. Ich denke das die Stärke meines Liebeskummers wirklich irgendwo in meiner Kindheit zu suchen ist. Deshalb auch die Therapie. Ich habe manchmal eine art kindliche Sehnsucht nach ihr, eine die einer extremen Angst gleich kommt. Fühle mich wie ein kleines Kind das von seiner wichtigstens Bezugsperson verlassen wurde. Abhängigkeit ist da also definitiv mit im spiel. Ich glaub mein Problem mit Diagnosen besteht darin das ich zum einen ein sehr zweifelnder Mensch bin(auch grund meiner Unsicherheit) und zum Anderen dass ich damit vielleicht das Gefühl habe ihr Bestätigung für ihre Aussagen zu geben. Sie besteht darauf, dass ich sie nicht geliebt habe. Sie diagnostiziert uns das es nur "emotionale Abhängigkeit" und die Angst vor dem Allein sein war. Keine Liebe schon seit Jahren nicht mehr. Das kann sie von mir aus über sich sagen, aber ich lass mir diesen Schuh nicht anziehen. Ich fühle mich dadurch abgewertet. Diese intensiven tiefen Gefühle für sie sollen nur(nicht auch) Abhängigkeit sein. Das finde ich dreist. Zudem habe ich angst sie dann so abzuwerten wie sie es bei mir getan hat mit ihrer "Diagnose" für mich.
Ich denke aber auch, dass das Quatsch ist. Ok sie scheint Verhalten zu haben die ins Spektrum von Borderline und auch des Narzissmus passen. Sagen wir ich sage wirklich sie ist Borderlinerin. Trotzdem ist sie immer noch ein Mensch nicht ihre Diagnose(vor allem ist das ja auch keine Diagnose die hier irgendjemand von uns zu stellen befugt währe, aber die Vermutung das es so sein könnte steht uns durchaus zu). Wenn ich das schaffe benutze ich diese Diagnose nicht um mir die dinge zu erklären sondern um sie und ihr verhalten zu entschuldigen und das finde ich auch nicht richtig. Schließlich ist sie ein Erwachsener Mensch und hat Verantwortung für ihr Handeln, Verantwortung die sie ja mit ihren aussagen und ihrer Opferrolle komplett auf mich abwälzt. Ich denke es braucht noch ein wenig Zeit bis ich mich mit diesen Krankheitsbegriffen anfreunden kann und da spielt ja wie ihr schon meine fehlende sicherheit eine rolle. Aber eure Beiträge führen mir schon einiges vor Augen und es ist wirklich hilfreich und nett von euch, dass ihr euch die Zeit nehmt um euch mit meinem Murks zu beschäftigen. Danke!

17.05.2015 19:09 • #14


Schlenz


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Kleiner Nachtrag zu Arnika:

Ja sie hat mich oft auf Distanz gehalten. Wir haben uns nicht oft gesehen. In der Woche ging nciht, weil zu stressig, sie braucht Zeit für sich. Am Wochenende konnte es auch sein das ich abends nach Hause geschickt wurde, weil sie Zeit für sich braucht. Etwas was mir anfangs echt ein Dorn im Auge war, ich aber später irgendwie einfach akzeptiert hab. Ich hatte immer das Gefühl sie währe sehr zerbrechlich und müsste mit Vorsicht behandelt werden. Wahrscheinlich habe ich deswegen diese Themen nicht wirklich angesprochen, um sie zu schonen. Ganz klar ein Fehler. Auch hätte ich mich anfangen sollen mit dem Thema Borderline auseinander zu setzen, als sie mir sagte sie meint sie hätte Borderline und sie traut ihrer Therapeutin da nicht. Meine Versäumnisse! Ich denke es währe anders gewesen, wenn ich mich vorher drum gekümmert hätte. Aber ich hatte zu dem Zeitpunkt noch ganz andere Probleme und leider auch ein komplett anderes Bewusstsein für so etwas. Ich hatte vertrauen in unsere Bindung, unsere Liebe und naiver weise nicht gedacht das es jemals so hätte zu Ende gehen können. Ich hätte ihr auch niemals Verhalten zugetraut, bei dem man schon von Manipulation sprechen könnte. Es ist sehr schwer, weil sie auf der einen Seite ein wirklich liebenswürdiger toller Mensch ist. Aber in ihr scheint ein Monster zu schlummern, keins was sich durch übermäßige Zerstörung äußert eher eins das sie zu einem kalten Gefühlslosem Eisklotz werden lässt. Etwas, was eigl. das Gegenteil von dem ist, wie ich sie kenne.

17.05.2015 19:20 • #15



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