Liebe Alle,
ich hatte gestern schon mal geschrieben (mit Handy) - das hats aber wohl nicht wirklich abgeschickt. Zum einen muss ich mal eines klarstellen: Natürlich gab es nicht mal einen Streit und dann war Trennung. Die Unzufriedenheit steckte schon länger in der Beziehung - und ganz ehrlich, ich kann meine Frau verstehen! Ich finde am Beginn jeder Trennungsbewältigung sollte eine Aufarbeitung der Trennungsgründe stehen. Erst wenn man dies alles (für sich selbst) versteht, kann man wirklich loslassen bzw. an einer "Rückgewinnung" arbeiten. Hier gibt es kein Patentrezept. In meinem Fall war es die Vernachlässigung --> es ist absolut kontraproduktiv, wenn man nun erst recht von der Bildfläche verschwindet. Ich habe mich einfach intensiv um meine Tochter gekümmert und war bei Problemen immer für meine Frau da (auch nach der Trennung!). Aber das ist hier nicht das Thema!
Ich habe sie nun gestern mit dem besprochenen konfrontiert und habe nun ganz neue Dinge erfahren. Offenbar hatte sie mit keinem der 2 Affairen wirklich S. Das war wohl ein Missverständnis (ja, reden hilft

). Es kam wohl zu gewissen Handlungen (muss ich wohl nicht näher ausführen) aber mehr hatte sie immer abgelehnt. Mit dem 1. Typen will und kann sie nicht mehr befreundet sein (er möchte wohl auch nichts mehr mit ihr zu tun haben, da er mitbekommen hat, dass sie zu mir zurück will und gleichzeitig noch was Anderes am laufen hatte).
Nur die Freudnschaft mit dem 2. möchte sie aufrecht erhalten, da sie ja so wenig Freunde hätte (stimmt eigentlich nicht). Sie meinte da wäre nicht wirklich was gelaufen. Er wollte zwar mehr, aber das hätte sie nach 2 min. "Fummelei" abgelehnt. Offenbar war der ganze Abend wohl voll panne. Sie meinte, dass sie wohl auf Anraten von Freundinnen das alles gemacht hätte, um sich abzulenken - sie hätte aber schnell gemerkt, dass sie das alles für sich gar nicht will. Durch die Treffen mit den Anderen wäre sie sich über ihre Gefühle klar geworden - habe gestern nochmal eine tolle "Liebeserklärung" von ihr bekommen.
Naja, ich habe ihr dann gesagt, dass sie sich doch einen Freund suchen soll, dessen S. sie noch nicht in der Hand hatte. Meinte auch, dass ich nichts verbieten möchte/kann, dass ich aber einen Neuanfang aus meiner Sicht in echter Gefahr sehe, weil sich so negative Gefühle einschleichen können, die am Ende viell. alles kaputt machen. Sie war erst etwas genervt, hat dann aber doch vertsanden, um was es mir geht. Ich meinte auch, dass eine Freundschaft viell. möglich sei, wenn die Beziehung wieder gefestigt ist und wieder eine Vertrauensbasis vorhanden ist - das hat sie verstanden!
Mit Aussagen "die verarscht dich nur" muss man aus meiner Sicht immer vorsichtig sein, denn Gefühle sind oft trügerisch und nicht leicht zu durchschauen - diese Gefühle, die oft kaum etwas mit Vernunft zu tun haben, unterscheiden uns Menschen nun mal von Maschinen. Was sich wie Liebe anfühlt, kann ein verletztes Ego sein; was sich wie Geborgenheit anfühlt, kann Abhängigkeit (auch finanziell) sein - und so kann auch die Suche nach etwas (einem?) Neuem ein verzweifelter Versuch sein, seine eigentlichen Gefühle zu verdrängen.
Wir werden jetzt eine Paartherapie beginnen, um an den Problemen der Vergangenheit weiter gemeinsam zu arbeiten. Insgesamt haben wir beide das Gefühl, dass uns die Ganze Sache nur noch stärker zueinander gebracht hat.
Ich danke euch allen auf jeden Fall für eure wertvollen Tips und Anmerkungen. Ihr habt mir sehr geholfen und ich werde die ganze Sache zum Anlass nehmen, um hier im Forum weiter aktiv zu bleiben. Viell. kann ich ja auch mal jemandem helfen.