Zitat von MissLilly: eigentlich immer oder zumindest überwiegend nur dann Sex gibt, wenn sie es will und dem auch zustimmt
Ich finde, es ist die Voraussetzung für jede Form von Sex, dass BEIDE es wollen und zustimmen. Alles andere finde ich auch einen Fall für den Staatsanwalt.
Ich gehe aber davon aus, dass sie die 29 Jahre gemäß der alten Formel von Consent "zugestimmt" hat, indem sie nicht öfter Stop gesagt hat. Mittlerweile sind ja die Intimpartner aufgefordert, sich zu vergewissern, dass beide das wollen, was gerade geschieht. Und bevor jetzt hier jemand mit dem sprichwörtlichen Vertrag kommt: Bislang hatte ich nie Probleme, mich bei meinem Gegenüber nonverbal zu vergewissern, dass es Zustimmung besteht. Einfach mal ins Gesicht gucken während des Akts.
Zitat von MissLilly: Wo ist hier bitte schön eine Erpressung des TE gegenüber seiner Frau?
Ich glaube nicht, dass jemand anderes als die Ehefrau sie als "mit der Trennungsansicht erpresst" ansieht. Es ist eine Drohung mit Konsequenzen und eben kein Nachfragen, was genau das Bedürfnis ist. Möchte sie alles emotionale aus der Ehe auslagern, weil sie bei Schlumpf verhungert und mit ihm nur noch eine Eltern-WG sein möchte? Glaubt sie, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und Schlumpf sich mehr bemühen wird oder sie sich ihm mehr zuwendet, wenn ein anderer Mann ihre Grundbedürfnisse stillt? Hat sie schon jemanden im Blick oder würde sich aktiv auf die Suche nach einem "Hausfreund" machen? Das wären so die ersten Fragen, die sich mit stellen würden.
Statt dessen beharren beide auf ihrem Standpunkt, obwohl sie den Standpunkt des anderen, den sie strikt ablehnen, nur oberflächlich kennen. Ich glaube nicht, dass die beiden in den letzten Jahren noch gute Freunde zu einander waren, weshalb jetzt die Nerven schon reichlich rau sind und diese Bettfrage nicht aushalten.
Zitat von MissLilly: Es geht nicht darum, dass sie sich von ihrem Mann je zum Sex gedrängt gefühlt,
Das hat sie aber genau so gesagt. Hältst Du sie für eine Lügnerin?
Zitat von Margerite: denn sie braucht ihn ja noch als Versorgen mit solidem und sicheren Einkommen
Das wissen wir nicht. Sie arbeitet Teilzeit seit vielen Jahren und hat nebenher eine Selbständigkeit aufgebaut, von der wir nicht wissen, was sie abwirft. Er ist verbeamtet, hat also kein "freie Wirtschaft"-Gehalt und wird rein finanziell erst mit seinen Penaionsansprüchen "attraktiv". Was sie arbeitet und wie viel sie dabei verdient und ob es für eine Wohnung, 50% der Kinderkosten und ein angenehmes Leben locker reicht, wissen wir nicht.
Die allermeisten Eltern versuchen eine sex- und lieblose Ehe noch zu retten, um den Kindern bis zum Auszug das gewohnte Nest nicht zu zerschlagen.
Vielleicht ist Schlumpfines "Sex in neuer Beziehung"-Ansage ja so zu verstehen, dass sie das Familienleben aufrecht erhalten möchte, um den Kindern nichts zu nehmen, während sie die Ehe ohnehin für längst gestorben hält. Wir wissen ja nicht, was Schlumpf und Schlumpfine außer den Kindern noch an gemeinsamen Interessen verbindet. Schlumpf hat nur das beschrieben, was sie seit 5 Jahren und ganz aktuell entzweit.
Das Verhalten von Schlumpfs Ehefrau ist alles andere als toll. Sie kennt ihren Mann schon so lange und müsste wissen, dass er mit solchen Veränderungen nicht umgehen kann, nicht aktiv nach einer Lösung suchen wird, sondern eher alles aufkündigt, als beim Sex Kompromisse einzugehen. Und vielleicht hat sie ihn ja wirklich ins offene Trennungsmesser laufen lassen, damit sie nicht als die Böse dasteht, die "nur wegen Sex" die Familie sprengt. Aber wenn da seit Jahrzehnten emotionale Wärme und sexuelle Zuwendung fehlt, kann ich auch verstehen, wenn sie am Ende angekommen ist.
Bewegen kann Schlumpf immer nur sich selber. Bewegt er sich nicht, wird die Ehe in absehbarer Zeit geschieden. Bewegt er sich, könnte er vielleicht noch was retten oder auch die Trennung beschleunigen. Kommt halt drauf an, was er will.