Zitat von Dummkopp: Ihre Respektlosigkeit mir gegenüber war mir noch gar nicht so bewusst - aber das Wort trifft den Kern schon sehr genau. Sie meinte, sie hätte einfach nicht aufhören können und wusste nicht, was mit ihr los gewesen sei… naja, ich habe ihr damals auch gesagt, dass Gefühle passieren können, dass aber das Ausleben und das Nachgeben derselben eine bewusste Entscheidung ist. Ich weiß nicht, ob ich ihr verzeihen kann, dass sie selbst nach dieser Aussage ihre Entscheidung getroffen hat, nicht aufzuhören, sondern sogar noch eine Schippe obendrauf zu setzen.
Ich bin ein sehr überlegter Mensch und werde keine Entscheidung überstürzen, deshalb berücksichtige ich gerne deinen Vorschlag, erst einmal zur Ruhe zu kommen.
Es ist respektlos und war gelogen,als sie sagte, sie würde die Affäre nicht mehr weiter führen. Das Gegenteil passierte, sie tat es heimlich und setzte noch das Sxuelle oben drauf. Das war eine Lüge von ihr, weil sie vermutlich schon, als sie die Affäre gestand, die Absicht hatte, diese weiter zu führen. Was einem gefällt und gut tut, will man beibehalten.
Hinterher dann mit der billigen Erklärung zu kommen, ich weiß auch nicht was mit mir los war, ich weiß nicht, was mich geritten hat, blablabla. Das ist Ablegen von Verantwortung für sich selbst, die die meisten Affärenmenschen gerne hervorkramen. ich weiß nicht, was über mich gekommen ist. Keine Ahnung, warum und wieso, aber es kam einfach so über mich und wir konnten ES nicht mehr steuern und dann ist es passiert. Aha, dann wird das berühmte "ES" bemüht, so als ob man willenlos wäre und diesem ES unbedingt Folge leisten müsste.
Dummkopp, das ist Verrat an Dir und der Ehe auf ganzer Linie und sie mimt jetzt die Reumütige, da sie die Beziehung, die ihr ja sicher auch Vorteile bringt (Versorgungseffekt, Teilen von Arbeiten und Erziehung usw.) weiter führen möchte, schon aus Eigennutz.Respekt sieht anders aus.
Ja, Affären passieren, Fremdverliebtheit passiert, aber dann bitte sollte man sich nicht mit so billigen Ablenkungsmanövern rechtfertigen, denn wer soll das glauben?
Sie hat Dein Vertrauen missbraucht, wobei ich ihr Vorgehen schlimmer finde, als sie die Affäre fortführte nachdem sie Dir gesagt hatte, Abstand von ihm zu halten. Üble Sache und ob hier das Vertrauen wieder kommen kann oder ob Du sie ab jetzt mit Argusaugen betrachtest, bleibt abzuwarten.
Du bist jetzt gekränkt, aber ihn dann anzugreifen, hätte nicht sein müssen. Klar, er hat mitgemacht, wohl wissend, dass sie Familie hat, aber sie wollte es gleichermaßen. Ihn kannst Du aus dem Spiel lassen, der ist gestraft genug mit seiner Krankheit.
Also lass das, das wirkt irgendwie billig.
Gott, dann soll sie ihn halt in Gottes Namen anrufen, aber dann muss auch wieder Ruhe sein. Ich verstehe aber voll und ganz, dass Dich das misstrauisch macht, weil Du ihre Labilität ja kennst. Sie hat sie eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Ich finde es gut, dass Du normalerweise abwägend vorgehst und Dir Zeit nimmst, anstatt eine voreilige Trennung herbei zu führen. Aber natürlich hat sich das Gift des Misstrauens und der Angst, sie könnte rückfälig werden, nun eingeschlichen und ob sich das wieder gibt, muss man sehen.
Natürlich ging sie eine Affäre ein, weil sie es wollte und der Sx zu Hause ihr nicht mehr reichte. Vielleicht hatte sie schon länger freundschaftlichen Kontakt mit diesem Mann, ehe es zur Affäre kam. Dann verspürt sie irgendwelche Leerstellen die sie damit bedient hat, was es nicht besser macht. Eine Affäre geht nur ein, wer mit der Beziehung nicht mehr ganz einverstanden ist und wer Mangelerscheinungen verspürt. Etwas mehr Ehrlichkeit von ihrer Seite wäre schon hilfreich um zu ergründen, was ihr fehlt. Das kann im körperlichen Bereich liegen, aber meist spielt auch die emotionale Ebene eine Rolle. Manch einer fühlt sich in der Ehe nicht mehr "gesehen", sondern fühlt sich aufs Funktionieren reduziert, mancher langweilt sich schlicht und ergreifend und mancher will einfach mal einen anderen ausprobieren.
Ich hoffe, dass es Euch gelingt, das wieder auf ein solides Fundament zu stellen, aber gewiss ist das nicht. Ich las mal vor einigen Jahren von einer Frau, deren Mann fremdgegangen war. Sie wollten die Ehe retten, hatten die besten Absichten, unternahmen wieder mehr als Paar und dann trennte sie sich doch und schrieb, dass es ihr jetzt besser ging. Der Versuch war aus Good-Will-Tour unternommen worden, aber sie musste die Ehe aufgeben, obwohl sie sich auch eingeredet hatte, das kriegen wir hin, das wird wieder.
Aber das ist bei jedem Paar anders, es gibt keine allgemeingültigen Voraussagen außer der: entweder es wird wieder und beide finden wieder zueinander oder eben nicht.
Es war ein Vertrauensbruch ihrerseits und Respektlosigkeit gegenüber Dir, Dich in Sicherheit zu wiegen, um hinterrücks weiter zu machen und das bohrt nun in Dir.
Es ist jedenfalls viel Zeit nötig und auch Nachdenken beider, was sich da eingeschlichen hatte, um das wieder aufzuarbeiten. Die Rettung einer Ehe ist kein Sonntagsspaziergang, denn es wirken innen drin starke Kräfte. Ihr werdet Zeit brauchen, viel Zeit und sie muss ehrlicher werden. Vielleicht ist es ja ein erster Schritt, dass sie Dich nun fragt, ob Du damit einverstanden bist, wenn sie sich nach seinem Zustand erkundigt.