Hallo Ingo,
Zitat:Vielleicht würde ich ganz anders reden, wenn wir uns schon gegenüber gesessen hätten, und darum habe ich auch so Angst vor einem Treffen, da ich noch sehr wackelig auf meinen Single Beinen stehe.
Da hast du etwas sehr Wahres gesagt. Es ist ziemlich einfach, in deiner momentanen Situation innerlich konsequent zu sein, und zu sagen: Ich will nicht mehr.
Das resultiert sicher auch aus dem langen Abstand den du hast.
Aber dann in der Situation zu sein, vielleicht mit Tränen, Flehen, oder auch mit ganz klaren Gedanken und Wünschen konfrontiert zu werden, ist etwas ganz Anderes.
Da setzt nämlich ganz oft die Ratio und die innere Konsequenz aus, oft hat man Mitleid, was aber als solches nicht erkannt wird, sondern fälschlicherweise für Liebe gehalten wird.
Oder man merkt, dass man den Anderen TROTZ ALLEM noch liebt, und erkennt dabei, dass die eigene Schmerzgrenze noch lange nicht erreicht, oder überschritten wurde.
Ich kann sehr gut verstehen, dass du vor einem Treffen Angst hast. Und ich frage dich: wenn du dir (scheinbar) jetzt sicher bist, dass du nicht mehr willst, warum lässt du dich dann überhaupt auf ein Treffen ein?
Was hält dich davon ab, konsequent zu sein, und "Nein, danke" zu sagen?
Was bewegt dich dazu, diesem Treffen Folge zu leisten?
Wäre es nicht klüger (und besser für dich), einfach zu sagen: Tut mir Leid meine Liebe, aber du hattest deine Chance?
Ich weiss, ich bin gemein, und rüttle an deinen wackligen Single-Beinen ;), und stelle unbequeme Fragen.
Wenn dir wirklich alles so klar ist (vom Verstand her).....
Zitat:Sie steht für mich nicht mehr auf einem Sockel, und ich bin mir inzwischen sicher, dass sie mir nicht gut getan hat.
Vielleicht habe ich zum ersten mal im Leben wirklich intensiv darüber nachgedacht, mit eurer Hilfe, was Liebe wirklich ist.
Ich bin mir inzwischen sicher, dass sie nicht lieben kann,
und das genügt mir für meine Zukunft nicht mehr. Ich bin anspruchsvoller geworden, vielleicht gut, dass alles so gekommen ist.
Es tut trotzdem noch sehr weh, aber ich will nicht mehr.
...warum dann das Ganze? Als Bestätigung deines inneren Gefühls, dass es nie wirklich gut war, und nie gut wird?
Brauchst du die Gewissheit Recht zu haben mit deinen Gedanken? Wenn ja, warum?
Sorry, dass ich so ein sonntäglicher Quälgeist bin ;)
Ich wünsche mir für dich, dass du, wirklich deinen - wenn auch holprigen Weg - gefunden hast.
Lieben Gruss
Thilde