Hallo,
Vieles ist in den letzten Tagen geschehen.
Meine Frau wurde nach drei Tagen aus dem Krankenhaus entlassen,
und kam nachhause.
Sie liegt neben mir und schläft.
Aber glücklich, nein wirklich glücklich bin ich im Moment nicht.
Offenbar hat sie ihrem Körper über die letzten zehn Monate sehr viel zugemutet.
Laut ihrem Arzt ist sie noch nicht als Alk. einzustufen, ein echtes Problem wäre aber
nicht von der Hand zuweisen.
Wir haben mittlerweile über vieles geredet:
Missbrauch der ihr in frühster Kindheit während einer Dauer von zehn Jahren widerfahren ist,
von welchem ich zwar wusste, sie mir aber immer gesagt hat dass sie mit und durch mich darüber hinweg gekommen sei.
Dass sie vor sich selber weggelaufen sei, und sich selbst nicht mehr lieben würde.
Dass sie schon während unserer gemeinsamen Zeit heimlich getrunken hätte,
aber im Moment auch keinen Drang dazu spüre.
Dass sie noch immer Gefühle für den anderen hätte, jedoch auch wüsste dass seine Lebenseinstellung ihr Ende bedeuten würde.(Oh das hatte ihr ja niemand gesagt

)
Dass sie psychologische Hilfe braucht hat sie eingesehen, und wird sich morgen auch beim Hausarzt hierüber erkundigen. Dass sie sich und engen Freunden und Verwandten die Krankheit eingestanden hat erscheint mir der erste Schritt in die richtige Richtung zu sein.
Wie schon öfters erwähnt werde ich ihr bei stehen. Ihre Gesundheit hat selbstverständlich Vorrang.
Sie sagt dass sie mich liebe, und für uns kämpfen will und wieder zu Paartherapie möchte.
Leider glaube ich ihr das nicht mehr.
Nach allem was in den letzten Monaten geschehen ist kann ich ihr nicht mehr vertrauen.
Ich habe mir in den letzten Wochen eine Art Schutzschild aufgebaut,
und will nicht dass sie mich erneut verletzt.
Das einzige was ich im Moment wirklich weiß ist dass die Kinder jetzt hier sind und dass ich mich um sie und meine Frau kümmern kann.
Ich verstehe ihr jetziges Verhalten auch gar nicht.
Irgendwie scheint sie die letzten vier Monate komplett ausblenden zu wollen,
sie erstickt meine Fragen und Gefühle förmlich im Keim.
Immer wenn sie glaube wir würden nach vorne schauen würde ich einen Blick nach hinten werfen. Aber ich habe doch verd*** nochmal ein Recht auf Fragen und Antworten.
Der von ihr geäußerte Wunsch vor zwei Tagen ein drittes Kind von mir haben zu wollen scheint
alle Zweifel über ihre derzeitige Psyche bloß zustellen.
Spätestens bei der Paartherapie wird sie sich diesen Fragen aber stellen müssen.
Sie gibt mir manchmal das Gefühl als hätte ich sie verlassen und betrogen,
und dass ich für das ganze verantwortlich sei, und sie sozusagen die Güte hätte nicht mehr darüber reden zu wollen.
Irgendwie werde ich das dumme Gefühl nicht los dass ich als Pausenclown herhalten soll.
Vielleicht liegt es aber auch an ihrer derzeitigen psychologischen Verfassung dass sie nicht rational denkt und handelt.
Vielleicht muss ich ihr und mir aber auch nur mehr Zeit geben.
Und falls die Frage aufkommen sollte :
Ja ich liebe sie.