KleinesLied
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Zitat:Ich weiß nicht ob es vielleicht zu hart klingt nach all den schönen Jahren, aber wenn ich an die vergangenen Wochen und Monate zurückdenke kommt bei mir ein leichtes unbändiges
Hassgefühl auf.
Ganz ehrlich? Das klingt nicht hart sondern sehr gesund. Habe mich schon gefragt, wo dein Zorn bleibt
Euer Sohn scheint da regelrecht das Symptomkind eures Konflikts zu sein. Er scheint der Einzige zu sein, der klar und ganz lauthals sagt, was ihm stinkt und wie er die Situation sieht. Und er bezieht glasklar Stellung, indem er wegläuft.
Es ist furchtbar, dass euer Sohn zu solchen rabiaten Mitteln greifen muss, weil er sich anders nicht zu helfen weiß....
Ich möchte da jetzt nicht irgendwie moralisieren oder mich in irgendeiner Form einmischen, aber wenn mans vielleicht wirklich mal psychologisch betrachtet und das Verhalten eures Sohnes als Symptom eures Konflikts auffasst:
Könnte es deinen Sohn womöglich entlasten und ihn von dieser Aufgabe, Klarheit zu schaffen, entbinden, wenn du ggf gemeinsam mit deiner Frau für Klarheit sorgst? Wenn dein Sohn sieht, dass du bzw ihr beide klar, offen und auch kompromisslos für Regeln, Konsequenz und eine geklärte Struktur in dem Konflikt sorgt, dann weiß der kleine Mann vielleicht auch, dass ER nicht mehr dafür sorgen muss....
....und ehrlich gesagt finde ich es einerseits sehr tragisch, was es mit deinem Sohn gerade macht, aber andererseits ist sein Verhalten recht gesund.... Stell dir einfach mal folgendes vor:
Statt deiner Frau mit Verständnis und einem Freundschaftsangebot entgegenzutreten, sagst du ihr klipp und klar und mit ordentlich Wut in der Stimme (wie dies auch dein Sohn tut): "Du hast dich entschieden und das ist nun Fakt. Deine Beziehung ist deine Sache und mein Leben, das ich gerade ordne, ist meine Sache. Ich erwarte von dir, dass wir im Sinne unserer Kinder eine klare Regelung treffen, die frei von unserem persönlichen Konflikt ist. Ist das nicht möglich, erwarte ich von dir, dass wir uns gemeinsam Unterstützung bei der Umgangsregelung in einer Familienberatungsstelle holen. Und ich erwarte von dir, dass du dich an der Erarbeitung einer gemeinsamen Strategie beteiligst, die wir vor den Kindern vertreten und sie ihnen auch die Klarheit und v.a. die Sicherheit verschafft, die sie benötigen. Unser Privat-Konflikt ist unsere Sache, die Versorgung unserer Kinder steht aber nun an erster Stelle und das ist nicht verhandelbar!"
Würde sich das nicht viel klarer und gesünder anhören, als ambivalent-emotionale Gesprächsversuche?