Zitat von Garibaldi:Ich hatte unter anderem auch die innere Moral angeführt. Nicht zwangsläufig Strafgesetze.
Innere Moral sollte in der Kindheit gefestigt werden.
Der potentielle Fremdgänger braucht nur treu sein, oder zumindest vorher ehrlich zum Partner. Mehr nicht !
Egtl. eine Leichtigkeit !
Nur er will nicht ! Selbst für diese Leichtigkeit gibt es eine Ausrede .
Ich antworte mal. Einmal.
Ich glaube garibaldi, dass ausnahmslos jeder deinen Standpunkt verstanden hat. Ich will noch nicht einmal sagen, dass Du unrecht hast. Und bedenke- die Hälfte der Menschen schaffen es auch, treu zu bleiben.
Die Kehrseite der Medallie ist: Wieviele Menschen können von sich behaupten, dass Treue sie auch glücklich macht? Wie hoch ist der Stellenwert der realen Treue.
Ich will mal folgende Punkte in den Raum werfen: Viele Ehen in meinem Freundeskreis sind existent. Aber die Partner haben sich auseinandergelebt und sich nichts mehr zu sagen. Ein Seelsorger berichtete mir, dass er in langjährigen Beziehungen wäre sogar purer Hass. Ok, trotzdem halten sie dem partner die Treue. Dafür sprechen sehr sehr viele Gründen.
Natürlich rechtfertigt Unglück keine Untreue. Aber nicht jeder ist stark genug, zu kommunizieren und nicht jeder hat einen Partner, der bei der Kommunikation mitmacht.
Und genau da liegt einer deiner vielen Verständnislücken. nein, es ist eben nicht in jedem Fall leicht, ehrlich zu kommunizieren.
Eine weitere ist dein Unvermögen, sich in die Lage anderer Menschen hineinzuversetzen- und nicht nur das, Du überhebst Dich, in dem Du für Dich in Anspruch nimmst, über Dir unbekannte Menschen zu richten. Bloß weil Du Dir das nicht vorstellen kannst, bedeutet das nicht, dass andere Menschen andere Vorstellungen haben und andere Gefühle.
Eine dritte Verständnislücke ist, dass wir Menschen einerseits fehlbar sind und andererseits wir auch die Gabe zu verzeihen. Ich glaube nicht, dass Du die Bedeutung verstehst, noch in der Lage bist, wirklich zu verzeihen.
Das alles klingt jetzt wahnsinnig vorwurfsvoll, ist es aber nicht. Ich würde mir wünschen, wenn Du in einem ersten Schritt akzeptierst, dass es unterschiedliche Auffassungen gibt und dass Menschen unterschiedlich fühlen.
In einem zweiten Schritt würde ich Dir raten, dass Du Dich mit dem Thema Verzeihen im Allgemeinen und Speziellen beschäftigst.
Dann wären wir hier schon erheblich weiter.