Zitat:Sind geschiedene Menschen nur noch 2 Wahl-Singles?
Quatsch.
Die Bezeichnung "2. Wahl" in Bezug auf Menschen - egal in welcher Hinsicht - bereitet mir grundsätzlich Magenschmerzen.
Ich versuche sehr, mich immer frei zu machen von allen Verallgemeinerungen. Davon, Eigenschaften, die ich an zwei, drei oder neunzehn Menschen beobachtet habe, in Verbindung zu bringen mit anderen Merkmalen, die sie zufällig teilen.
Also um ein Phantasie-Beispiel zu nennen: Ich lerne 3 Männer kennen, die unverschämt und unhöflich sind. Nun suche ich nach gemeinsamen "Über-Kategorien": alle 3 sind braunhaarig, alle 3 sind Berliner, alle 3 fahren einen Golf. Jetzt ziehe ich den Umkehrschluss: Alle braunhaarigen Männer sind unverschämt. Oder alle Berliner Männer - aber nur die, die einen Golf fahren. Die Golf-Fahrer aus Hamburg sind ok.
Versteht Ihr was ich meine?
Es macht überhaupt keinen Sinn. Und das gilt genauso für die "Kategorie" geschieden.
Ich versuche mir immer die Mühe zu machen, Menschen vorurteilsfrei kennenzulernen, sie nicht in eine Schublade zu stecken. Auch wenn das nicht immer leicht fällt. Aber das Gute daran: ich habe dadurch in meinem Leben viele positive Überraschungen erlebt. Und hätte mich vermutlich selbst um viele schöne Erfahrungen und Begegnungen gebracht, wenn ich den Menschen nicht neugierig und offen begegnet wäre.
Einen Menschen vorab als Partner kategorisch auszuschließen, weil er geschieden ist, andere Interessen hat, nicht die "richtige" Haarfarbe oder Figur, arbeitslos ist oder evangelisch - kann man/frau natürlich machen. Aber was, wenn wir dadurch unseren Seelenverwandten verpassen?