Ahnjunst
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Ich fange mal ganz von vorne an. meine Freundin und ich (beide 29 Jahre jung) sind seit etwas mehr als einem halben Jahr ein Paar. Zu Beginn hat sich das ganze zwischen uns etwas schwierig gestaltet, da sie sich noch im Studium befindet, dazu mit einer 3/4 Stelle arbeitet, ein Pferd und einen Hund hat. In Hoch-Zeiten kamen da summa sumarum schonmal 60 Wochenstunden zusammen, in denen ich einfach keinen Platz gefunden habe.
Mit der Zeit hat sich das ganze jedoch gewandelt und wir haben für vieles eine Lösung gefunden. Der Vater - der selbst ein Pferd am gleichen Stall unterhält - kümmert sich 3 x die Woche um ihr Tier, sodass wir gemeinsame Wochenende haben. Zusätzlich arbeitet sie am Dienstag von mir aus im Homeoffice (ich auch), dann muss sie nachmittags und mittwoch früh in die Uni und ich nehme ihr dafür den Hund ab.
In "idealen" Wochen sehen wir uns dann: Montag Abend (sehr spät) bis Mittwoch mittag, sowie Freitag abend bis Sonntag mittag.
In dieser Konstellation - die mir manchmal schon etwas viel ist - ist es dann auch vertretbar, wenn mal einer von uns am Freitag Abend einen privaten Termin / Feier hat, und man sich nur SA / SO sieht.
Wir wohnen ca. 30-40 Autominuten voneinander entfernt, was ja eigentlich keine unüberwindbare Hürde ist, ABER:
a) Sie muss immer zu mir kommen, da nur ich alleine wohne und sie mit ihrem Vater zusammen, und sie möchte nicht, dass wir uns dort treffen (kann ich zu einem gewissen Grad verstehen!) - ist ok für mich, sie nimmt die Fahrerei auf sich (ist ja wirklich nicht DIE WELT und auch Sprittechnisch kein Grund für eine nahende Armut), dafür mache ich in der Zeit in der Regel das Essen - faire Arbeitsteilung.
b) Sie ist ein totales Papa-Kind, was ich in diesem Alter einfach seltsam finde - natürlich ist es super lieb von ihm, dass er sich um ihr Pferd kümmert (sonst wird seine Tochter wohl auch niemals unter die Haube kommen
Ich weiß nicht, in welcher Weise er sie und ihr Pferdehobby finanziell unterstützt. Er ruft sie aber täglich mehrfach an und sie gibt ihm öfters live-ticker was wir machen, wo wir sind. Ziemlich schrecklich!
Dazu heißt es oft: Ich muss heute mal zu Hause bleiben, mein Vater wünscht sich das.
Soweit alles kein Problem - aber in letzter Zeit kommt es immer häufiger vor, dass sie die Treffen unter der Woche stark abgekürzt werden oder (wie diese Woche) komplett gecancelt werden - dieses mal mit der Begründung: Ich kann Montag abend nicht kommen, weil ich Mittwoch mittag mit meinem Vater xy machen muss und dann kann ich mir die Fahrerei sparen.
Dabei klingt aber kein Wort vom für uns entgangenen Dienstag, bzw. den beiden Nächten zusammen an - es wird von ihrer Seite bestimmt: Ich komme heute nicht, sehen uns dann am Wochenende, ciao!
Mich stört gar nicht per se, dass sie mal ein paar Tage nicht da ist, alles cool - aber es ist immer sehr kompromisslos. Ich würde mir wünschen: "Du, es passt mir heute nicht, aber wir könnten ja DI / MI zusammen etwas essen gehen, wenn du magst?"
Ich habe auch angemerkt, dass ich die Art und Weise nicht ok finde, aber das blockt sie dann ab.
Ansonsten ist bei unseren Treffen wirklich alles harmonisch, toll, innig, herzlich. Wir unternehmen viel zusammen, usw. usw.
ABER Punkt 2:
Seit knapp 3 Monaten ist jegliche Leidenschaft zwischen uns irgendwie verschwunden.
Wir haben höchstens 1 x pro Woche Sex und das irgendwie von ihrer Seite nur aus Pflichtgefühl.
Keine Experimente mehr wie am Anfang, kein spontanes Lieben am Nachmittag. Es geht meist nur Samstag Abend, im Bett, sie macht die Beine breit, ich soll zu ihr kommen und dann nimmt das Spiel seinen kurzen Lauf.
Wehe, ich versuche es mal am Morgen bei ihr.
Ich habe sie darauf auch schonmal angesprochen und sie hätte das gar nicht groß bemerkt, hätte so viel Stress / zu tun / im Kopf.
Viel Ärger in einer jungen Beziehung, und ich habe so sehr das Gefühl, dass es irgendwie zum scheitern verurteilt ist. Ich habe mich mehr als Hals über Kopf verliebt und wir harmonisieren eigentlich so gut zusammen, aber die Zweifel werden einfach größer.
Was meint ihr?


