So helfe ich mir selbst, und es hilft.

Ehemaliger User

Hallo alle zusammen,

schaue von Zeit zu Zeit immer mal wieder hier vorbei. Das Forum hat mir in echt schlechten Tage so manches mal das "Leben gerettet". Ganz einfach weil man sieht das es noch anderen Menschen so geht, das auch Ihr so sehr verzweifelt seid und auch Ihr nach einem Weg sucht mit alledem was passiert ist umzugehen. Erst mal vielen Dank an alle........

Auch ich habe noch viel aufzuarbeitet und meine Geschichte
hier zu schreiben wäre wohl echt zu lange, zusammen gefasst
wohl ein Mix aus vielen eurer Beiträge.

Warum ich heute schreibe, mir ist ein Gedanke gekommen den ich vorher noch nicht in Betracht gezogen habe und der doch ein anderes Licht auf die "Sache" wirft, der mir sehr hilft vieles "leichter" zu nehmen und zur Ruhe zu kommen.

Wir denken alle immer an unsere "unglückliche/verlorene/vergangene/traurige/nie wiederkehrende" Liebe. Soll den alles vorbei sein, war alles umsonst, liebt Sie/Er mich noch......usw.
Wenn Ihr ehrlich seid ist diese Liebe doch immer eine Person verbunden, oder? Erstaunlich wenn man bedenkt das das Wort selbst keinen Hinweis auf eine Person ist (in euren Herzen und Köpfen selbstverständlich schon).

Versuch doch mal Liebe zu definieren, oder denkt mal an die Liebe selbst (versucht dabei bitte kein Gesicht zu sehen, das ist schwer was).

Für mich bedeutet jemanden wirklich zu lieben, das man möchte das es Ihr/Ihm gut geht. Das man (fast alles, ich meine nicht das man sich selbst aufgeben soll!!!) tuen würde das es dieser geliebten Person gut geht.
Wenn nun meine Liebe der Ansicht ist das ein Leben ohne mich besser für Sie ist (warum auch immer!!!!) dann werde ich Ihr (wenn ich Sie wirklich liebe) nicht im Weg stehen oder Steine in den Weg werfen. Nein, ich werde es so annehmen weil ich IMMERNOCH will das es Ihr gut geht. Trotz Verletzungen, Ungerechtigkeiten, Einsamkeit,...usw. Weil wenn es nicht sö wäre, wäre es dann Liebe. Wohl eher ein anderes Gefühl (was auch immer...) aber doch keine Liebe.

Die Liebe bleibt, und keiner kann Sie euch wegnehmen..........


04.12.2004 15:22 • #1


pepitta


12
1

...das glaust du doch wohl nicht ernst was du da schreibst.

lese mal " Grundformen der Angst" vom Fritz Riemann.....vielleicht lernst du dann etwas über dich selber. Würde nicht schaden.

Liebe Grüße......Papitta

04.12.2004 16:54 • #2


voyager


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Gute Einstellung.

Hat mit loslassen-können und verzeihen zu tun. Kann nicht jeder, und wird auch nicht immer richtig verstanden, aber das muss es auch nicht unbedingt.

lg


04.12.2004 16:58 • #3


Ehemaliger User


@Pepitta

Tja, vielleicht sollest du das Buch noch mal lesen und dann mal den Inhalt nicht nur auf deine Person beziehen.

Das Buch ist sicherlich nicht besser oder schlechter als andere auch, aber es auch nicht das Buch der Weisheit.


[ftp]ngfg.com/texte/nv040.htm#DieTypologie[/ftp]

[glow=red,2,300]5. Schlußbetrachtung
- Jedem von uns begegnet die Angst vor der Hingabe in einer ihrer verschiedenen Formen. Denn jedes vertrauende sich Öffnen, jede Zuneigung und Liebe, kann uns gefährden, weil wir dann ungeschützter und verwundbarer sind, etwas von uns selbst aufgeben müssen, uns einem anderen ein Stück ausliefern. Daher ist alle Angst vor der Hingabe verbunden mit der Angst vor einem möglichen Ich-Verlust.
- Jedem von uns begegnet auch die Angst vor der Ich-Werdung, vor der Individuation, die immer auch ein wenig Einsamkeit bedeutet. Je mehr wir wir selbst werden, um so einsamer werden wir, weil wir dann immer mehr die Isoliertheit des Individuums erfahren.

- Jedem begegnet auch die Angst vor der Vergänglichkeit auf seine Weise; unvermeidlich erfahren wie immer, daß etwas zu Ende geht, aufhört, plötzlich nicht mehr da ist. Je fester wir etwas halten, beibehalten wollen, um so mehr erliegen wir dieser Angst.

- Jedem von uns begegnet schließlich auch die Angst vor der Notwendigkeit, vor der Härte und Strenge des Endgültigen, des Festlegens. Je mehr wir eine unverbindliche Freiheit und Willkür anstreben, desto mehr müssen wir die Konsequenz und die Grenzen der Realität fürchten.

Da sich die großen Ängste unseres Daseins, die so wichtig für unsere reifende Entwicklung sind, nicht umgehen lassen, bezahlen wir den Versuch, vor ihnen auszuweichen, mit vielen kleinen, banalen Ängsten. In der Verschiebung, Verharmlosung und gleichsam karikierenden Verzerrung der Daseinsängste, erscheinen die neurotischen Ängste als unsinnig - sie quälen und belasten nur noch. Wir sollten sie indessen als Alarmzeichen verstehen, als Hinweis darauf, daß wir auf irgendeine Weise nicht "richtig liegen", daß wir etwas vermeiden wollen, statt uns damit auseinanderzusetzen, etwas Wesentlicheres, das die verschobene Angst zudecken will.

Jede Angstbewältigung ist ein Sieg, der uns stärker macht; jedes Ausweichen vor ihr ist eine Niederlage, die uns schwächt.

Es ist verständlich, daß Menschen mit entgegengesetzten Grundängsten ein diffiziles Zusammenleben zu erwarten haben. Dabei muß es nicht unbedingt immer Ablehnung, Streit und Mißverstehen geben; jeder Mensch sieht (ahnt) in dem anderen einen natürlicheren Umgang mit der eigenen Angst.

Wenn sich also schizoide und depressive Partner instinktiv anziehen, hat das meist folgende Grundlage: Der Schizoide ahnt die Liebesbereitschaft und Liebesfähigkeit des Depressiven, seine Opferbereitschaft, sein einfühlendes Sich-Bemühen. Hier darf er sich aufgehoben fühlen. Andererseits fasziniert den Depressiven am Schizoiden, daß dieser etwas lebt, was er sich nicht zu leben gewagt hat: unabhängiges Individuum zu sein, ohne Verlustangst und Schuldgefühle. Zugleich spürt er, daß hier jemand ist, der seine Liebesbereitschaft dringend braucht.

Diese Konstellation kann natürlich in die Katastrophe führen, denn wenn sich der Schizoide zu sehr eingeengt fühlt, wird er sich absprengen, was wiederum dazu führt, daß der Depressive sich näher an den Schizoiden heranschmiegen möchte. Ein Teufelskreislauf kann durch tragisches Mißverstehen die Beziehung sprengen.

Wenn sich zwanghafte und hysterische Partner instinktiv anziehen, hat das oft folgenden Hintergrund: Den als zwanghaft beschriebenen Menschen fasziniert die farbige Buntheit. Lebendigkeit, die Risikofreudigkeit und die Aufgeschlossenheit für alles Neue seines hysterischen Gegentypus. Denn er selbst spürt, wie unnötig eingeengt er ist. Der Hysterische wiederum ist fasziniert vom Zwanghaften aufgrund seiner Ruhe, Stabilität, Solidität, der Konsequenz und Verläßlichkeit, des In-der-Ordnung-leben, was ihm selbst so fehlt.

Auch diese Konstellation kann große Probleme bringen, weil der Zwanghafte sich ebenso behaupten möchte, wie der Hysterische. Dabei wird er Zwanghafte immer pedantischer und der Hysterische wird immer hysterischer, weil er den Eindruck hat, der Zwanghafte wolle ihm die Luft zum Atmen nehmen.

In beiden Fällen kann die Hilfe nur darin liegen, das Anliegen des jeweils anderen zu verstehen, ernst zu nehmen, und nicht aus Angst die eigene Struktur verhärten.

Wenn der Leser sich den Typen zuordnen möchte, sollte er nicht enttäuscht sein, wenn keine eindeutige Zuordnung dabei herauskommt. Gerade diese Verschwommenheit hält Fritz Riemann für ein Kriterium der Lebensnähe und Wirklichkeitsnähe seiner Typologie. Dabei empfindet er sein System nicht als eine von den Menschen erdachte Ideologie, sondern als eine Entsprechung der großen Ordnungen des Weltsystems auf unserer menschlichen Ebene.

Quelle:
"Grundformen der Angst" von Fritz Riemann, erschienen im Ernst-Reinhardt-Verlag, 1990. 200 Seiten.

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[/glow]

04.12.2004 17:05 • #4


Ehemaliger User


@Fieber  ;)

[glow=red,2,300]Versuch doch mal Liebe zu definieren, oder denkt mal an die Liebe selbst (versucht dabei bitte kein Gesicht zu sehen, das ist schwer was).  
[/glow]

Gute Frage und seit über drei Jahre versuche ich für mich eine akzeptable Definition für dieses scheusliche Wort zu finden, welches im Alltag oft grausam mißbraucht wird.

Hier ist eine davon, aber sie stellt mich nicht zufrieden.

Aber deine Einstellung und Überlegung gefällt mir ansonsten ganz gut.

Sie hat nur einen Haken, sie läßt sich so schlecht in der Praxis leben.  ;)

Aber vom Grundgedanken finde ich sie einfach wunderschön.

[glow=red,2,300]"Definition der Liebe?!"


- Ein Essay von elektroNICK -

Der folgende Text möchte versuchen, das Phänomen der Liebe (allgemein verstanden) etwas zu erhellen (deshalb das Fragezeichen im Titel) und soll gleichzeitig dazu auffordern, in jedem Bereich des Lebens aktiv zu lieben (deshalb das Ausrufezeichen im Titel).

Liebe allgemein ist sehr wichtig, denn sie allein (wenn man die Definition weit genug faßt) kann positive Lebensqualität geben. Wir Westeuropäer leben viel zu lieblos, deswegen sind unsere Leben so trist. Dies soll sich ab heute für den Leser ändern, deshalb die folgenden Gedankenanstöße: Existiert eine Definition für die Liebe? Kann man sie kurz beschreiben? Ich glaube ja:

- Liebe ist wohlwollende Zuwendung -

Die Definition besteht aus zwei Komponenten: sie sowohl wohlwollend, als auch zuwendend. Statt wohlwollend könnte man auch sagen: positiv, aufbauend, unterstützend, helfend, begeisternd. Statt Zuwendung könnte man auch sagen: Hingabe, Anziehung, Engagement, Nähe, Identifikation, Verschmelzung.

Es gibt verschiedene Ebenen, auf denen man lieben kann: man kann Mitmenschen lieben, man kann sich selbst lieben, man kann seine eigenen Handlungen lieben, oder eine Idee lieben.

Besondere Betonung möchte ich hier auf die eigenen Taten legen: liebt man das, was man tut. Liebt man seine Handlungen, oder hat man Probleme damit? Wenn man seine Handlung liebt, so bedeutet dies, daß man zu ihnen steht, sie mit Hingabe erfüllt. In diesem Augenblick ist kein Platz für nagende Zweifel oder Gedanken, was man statt dessen noch alles tun könnte oder müßte. Während man diese Handlung ausführt, genießt man das Gefühl der Hingabe. Der Gefahr, sich bei einer Handlung etwas Falschem hinzugeben, muß man nach Möglichkeit vorher entziehen. Bewußt oder unbewußt muß vorher eine Entscheidung getroffen werden, die man nach Möglichkeit konsequent realisiert.

Auch wenn diese Handlung eigentlich keinen Spaß macht, kann man Ihr positives Abgewinnen, denn schließlich gibt es nichts rein negatives. Alle Oberflächlichkeit verschwindet und nachdem sich ein Ergebnis zeigt, genießt man den fruchtbaren Erfolg, statt sich schnell neuen Dingen zuzuwenden.

Wer liebt, verliert die Objektivität. Liebe ist immer eine Identifikation mit dem Geliebten, eine Hingabe und Zuwendung, die zur Nähe führt. Diese Nähe verhindert, daß man den gesamten Kontext sehen kann und erreicht schließlich, daß man unkritischer wird. Wenn sich dies immer weiter steigert, gipfelt die Nähe in einer Verschmelzung. Man wird Eins mit dem Geliebten und verliert damit jede Kritikfähigkeit.

Im Liebenden erkennt man aber auch die Polarität: wer sich etwas oder jemanden hingibt, der vernachlässigt etwas anderes, bzw. jemand anderen. Wenn man die subjektiv angenehme Identifikation mit dem Geliebten genießt, verrennt man sich vielleicht in etwas objektiv gefährliches.

Was ist das Gegenteil der Liebe? Bedingt durch die obige Definition existieren zwei verschiedene Gegenteile.

- Zum einen kann man die erste Komponente negieren, so daß die zweite Komponente ein entgegengesetztes Vorzeichen bekommt. Das Engagement, die Nähe, die Identifikation ist negativ, zersetzend, quälend und hindernd. Dieser Zustand wird häufig als Haß bezeichnet. Man sagt, Haß verbindet, und das ist richtig. Denn auch wenn die Zuwendung negativ ist, so besteht eine dennoch starke Verbindung zum Objekt oder Subjekt.

- Zum anderen läßt sich auch die zweite Komponente negieren, mit dem Resultat, daß die erste Komponente wertlos wird. Wenn aus der Zuwendung eine Ignoranz (nicht Toleranz) wird, oder Gleichgültigkeit, Teilnahmslosigkeit, Isolation, Abstand und Egoismus. Dieses Gegenteil von Liebe hat sich ganz vom anderen Objekt oder Subjekt gelöst.

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04.12.2004 17:12 • #5


Mirjam


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Hi Fieber,

ich gebe Dir vollkommen Recht, dass es hilfreich ist, den anderen gehen zu lassen und es einem selbst leichter zu machen, wenn man ihn loslässt, weil man denjenigen eben liebt, und will dass es ihm gut geht. Ich habe ihm damals in Gedanken allen Ernstes alles Gute gewünscht. Und wünschte mir, dass er glücklich wird auf seinem Weg, den er vor sich hat.
Genauso tat ich es damals auch, was Du nun geschrieben hast. Und mir gings ansich damit recht schnell gut.
Es war für mich eine plötzliche Befreiung, denn ich wusste, ich tat das richtige, ab dem Tag dann war ich neugierig auf meine Zukunft. (ja ich freute mich sogar auf das was wohl kommen möge, auf das Unbekannte)

Jeder wie er es mag, aber mir hat es wahnsinnig geholfen.
Jeder findet eben einen Weg damit klarzukommen, und mir hat eben auch dieser Weg erstaunlicherweise geholfen, andere haben mich für diese Gedanken die ich hatte natürlich für verrückt erklärt. Tja  ::)
Fragen wie: <"Warum hasst Du ihn nicht ? Wie kannst Du ihm nur alles Gute wünschen, nachdem was er Dir antat?"> musste ich mir anhören....tja...  :D


Gute Nacht
Mirjam

04.12.2004 23:56 • #6


Trauerweide


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@Mirijam

Schon seltsam, dem anderen etwas gutes zu wünschen, weil man ihn ja liebt! Weil der andere hat einen ja wahrscheinlich auch mal geliebt und will wenn er Schluss macht, ja nur SEIN bestes ohne an den anderen zu denken. Klar es kommen schon mal Sprüche wie "es ist auch besser für dich" aber wie kann der andere einschätzen, was das beste für einen ist???
Ich wünsche meinem Ex nur, dass es ihm mal so geht wie mir, damit er auch mal weiß wie das ist...nicht mehr und nicht weniger

Grüße Trauerweide

07.12.2004 09:58 • #7


Banshee


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@ Trauerweide

Den gleichen frommen Wunsch hatte ich für meinen Ex auch... sich einmal so mies fühlen.... und ich hab die feste Überzeugung, daß jeder irgendwann mal das bekommt, was er verdient....

Andererseits... mittlerweile.... ob nun in China ein Sack Reis platzt und wie es dem Ex geht hat für mich grad den gleichen Stellenwert. Offensichtlich heilt Zeit doch viele Wunden....

07.12.2004 12:12 • #8


Ehemaliger User


ÄÄhhh
Hallo.....
Bist du bei den Samaritern ???

Also,ich wünsche meinem ex zwar auch,dass es ihm gut geht.
Nur,ich wünsch mir aber gleichzeitig,dass er genauso leiden soll wie ich!

Sini

07.12.2004 12:47 • #9


Ehemaliger User


Wäre schön wenn alle so denken würden.

Habe es versucht, aber nachdem mir der pure Hass entgegenschlug konnte ich auch nicht mehr so denken.


W.

07.12.2004 14:23 • #10


Ehemaliger User


Hi Fieber,

du hast Recht, die Liebe ist ein diffuses Etwas, welches wir in der Zeit in der wir lieben mit einer bestimmten Person verbinden. Wenn man sich trennt, dann ist man irgendwann soweit, dass man dieses Liebesgefühl auf eine neue andere Person beziehen kann. Es ist wie der Duft von Rosen, man erkennt ihn sofort, doch jede Rosenart sieht anders aus.

Ich für meinen Teil habe - Gott sei Dank - nie Hass oder Rachegefühle meinem Ex gegenüber verspürt. Wut manchmal, Enttäuschung auch, aber ich habe ihm nie Schlechtes gewünscht, und ich möchte weiss Gott nicht, dass er irgendwann mal so leiden muss wie ich damals.
Ich würde ihm wünschen, dass es ihm gut geht, dass er glücklich ist oder wird, dass sein Leben voller Freude ist und er zur Ruhe kommt.

Er wird immer einen Platz in meinem Herzen haben, er war jemand Besonderes, der mir ein unbeschreibliches Gefühl von Liebe, Freude und auch Leid beschert hat. Man muss jemanden nicht weniger lieben, wenn man sich streitet, einander verletzt oder sich auseinander dividiert.
Es ist nicht die (verlorene) Liebe die uns schmerzt, sondern unser Stolz, unser Ego, die plötzliche Einsamkeit, das Gefühl von Verlorenheit, der Verlust von Küssen, Streicheleinheiten, gemeinsamen Unternehmungen etc.

Liebe tut nicht weh, nicht wenn man sie erfährt, und nicht, wenn sie einen verlässt.


Gruss
Thilde
 

07.12.2004 16:51 • #11


Ehemaliger User


[quote author=Thilde link=board=allgemeines;num=1102170154;start=7#10 date=12/07/04 um 16:51:41]Es ist nicht die (verlorene) Liebe die uns schmerzt, sondern unser Stolz, unser Ego, die plötzliche Einsamkeit, das Gefühl von Verlorenheit, der Verlust von Küssen, Streicheleinheiten, gemeinsamen Unternehmungen etc.
[/quote]

das hab ich mir heute auch schon gedacht, irgendwie

auch wenn ich es vielleicht fertig bringe SIE nicht mehr zu vermissen, vermisse ich doch das ganze drumherum.
Also den Kontakt die Gespräche, bin verletzt, weil das was zur Trennung führte eigtl. meine Reaktion auf ihre fehler war und ich mich oft schlecht behandelt gefühlt habe, vlt. verletzter stolz, weil ich meinte, dass sie mich nie so liebte wie ich sie liebte, dachte ich zumindest

07.12.2004 18:40 • #12


Ehemaliger User


@Sini

[glow=red,2,300]Also,ich wünsche meinem ex zwar auch,dass es ihm gut geht.
Nur,ich wünsch mir aber gleichzeitig,dass er genauso leiden soll wie ich! [/glow]

Hm, zwei Wünsche in einem?

Mir scheint, du denkst zu oft an Ü-Eier.  ;)

Und wenn dein Ex jetzt so leiden würde, was würde es an deinem Schmerz direkt ändern? Würdest du dann jetzt und heute weniger leiden?

Und wenn dein Ex in ein paar Jahren auch verlassen wird und er dann so leidet wie du heute, würdest du es dann spüren, wenn ihr gar keinen Kontakt mehr habt?

Tja, ist schon eine seltsame Sache, der Umstand mit den Gefühlen.  ;)

Und wenn du mal irgendwann wieder glücklich sein wirst, wünschst du dann deinem Ex auch, daß er dann auch wieder glücklich sein wird?  :o ::)

Oder wirst du ihn ein Leben lang mit einem Fluch belegen?  ;D

Hass und Wut sind zwei ganz schlechte Lehrmeister, daß wirst auch du noch erkennen.  ;)

Gruß







07.12.2004 18:45 • #13


Ehemaliger User


Hallo zusammen,

eigentlich hätte ich gedacht das ich mit meinen Gedanken auf härteren Widerstand stoße. Anders ausgedrückt, ich freue mich das andere Mensch doch auch so denken wie ich (kleiner Flash am Rande: .....wie!!! andere denken wie ich. Ich bin also nicht einzigartig. Ergo, der ex Partner/in kann auch mit einem/ner anderen glücklich werden, AHHA!!! , Ihr seht also ich bin noch nicht drüber weg, auch wenn es an manchen Stellen so klingt).

Sicher es ist auch unheimlich schmerzlich und man hat Wut, möchte dem anderen genau die gleichen Schmerzen spüren lassen um ihm diese Unermesslichkeit vor Augen zu führen, ist Verletzt und das Ego liegt auf Eis, man hat das Gefühl das einem die Zukunft gestohlen wurde und dazu noch von der Zukunft selbst.......ich könnte ewig so weiter schreiben.

ABER, wenn ich "meine Vergangenheit" mit einem negativen Gefühl hinter mir lasse ( mal egal mit welchem ) dann lade ich mir doch selbst den Kummer auf. Es ist nur "meine Vergangenheit" die ich mitnehme, oder glaubt ihr etwa eure früheren Partner haben später mal die gleiche Vergangenheit/Meinung  wie ihr.......  ;-)   ,never. Was ich meine ist einfach, wenn ich es Ihr/Ihm heute heimzahle dann tu ich mir das doch nur selber an. Wie gesagt es ist "meine Vergangenheit" und die eines anderen kann ich mit keinem Gefühl der Welt beeinflussen. Ist irgend wie so wie: Was du nicht willst das man (du) dir tut das füg auch keinem anderen zu. (ach, ich lese übrigens keine esoterischen Bücher oder so, gehöre auch keiner fundamentlistische Sekte an......kleine Ironie am Rande).

Um wieder eine Brücke zu meinem ersten Beitrag zu spannen (Liebe sollte Liebe bleiben, auch wenn man hassen könnte).
Vielleicht liegt der Schlüssel darin das wir uns selbst im Moment nur so sehr lieben können wie wir den anderen noch lieben. Und wenn ich jetzt jemanden hasse dann hasse ich mich.
Das Gefühl der Liebe selbst sollte also bleiben. Ausserdem möchte ich es ja auch nicht vermissen, und das ist wovor wir Angst haben, oder?

07.12.2004 19:46 • #14


Jacqueline


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Hallo Fieber,

ich empfinde wie du. Hass oder Rachegedanken kamen mir nie in den Sinn. Auch habe ich nicht ein einziges mal gedacht, er solle so leiden wie ich. Immer war es mir wichtig ihm zu zeigen, dass ich versuche sein handeln zu verstehen, auch wenn ich so manches nicht verstehen konnte.

Durch mein Gefühl der Liebe zu diesem Menschen war und ist es für mich ganz klar, ihm nur gutes zu wünschen. Warum soll ich ihn dafür verurteilen, dass er "Liebe" nicht so lebt, fühlt, denkt wie ich.

Liebe Grüße
Jacqueline



07.12.2004 20:01 • #15




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