Sabine72
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ich bin neu hier und befinde mich, leider wie so viele, in einem bescheidenen Zustand.
Nach 13 Jahren Beziehung wurde mir eine Affäre gestanden. Mein Partner hat diese beendet, weil er sich für mich entschieden hat. Mit hat es den Boden unter den Füßen weggezogen. Wir/ich haben uns entschieden, der Beziehung eine Chance zu geben. 6 Wochen Qual habe ich durch, aber es gab auch sehr schöne Momente. Wir haben mehr denn je miteinander unternommen. Viel geredet, viel geweint. Ich habe viel über die Verarbeitung einer Affäre gelesen und wollte nach vorne schauen. Angeblich hatten wir Zeit unserer Beziehung eine Chance zu geben.
Jetzt hat mein Partner sich für eine Trennung entschieden, da er mir nicht garantieren kann, treu zu bleiben! Er hat noch Gefühle für die Geliebte. Bähm. Nächster Einschlag. Ich akzeptiere diese Entscheidung, da ich mir ja selbst nicht sicher war, ob ich verzeihen kann und am liebsten auch etwas Abstand gewollt hätte. Und ohne Treue gibt es für mich keine Beziehung. Durch diese Hölle möchte ich nicht noch einmal gehen! (Das es einen Grund für die Affäre gab, wir beide für den Verlauf der Beziehung verantwortlich waren ist klar. ).
Nun durchlebe ich natürlich wieder eine neue Hölle. Momentan leben wir noch in einem Haus und haben einen respektvollen Umgang. Er sucht eine Wohnung, was aber noch etwas dauern kann. Eigentlich ist es wie bisher, aber wir sprechen über die Zukunft und wie wir alles regeln, über Wohnungssuche, über das Aufteilen der Möbel. Ich versuche in jedem Moment in mich hinein zu fühlen, ob die Situation für mich ok ist. Ist es natürlich, denn wir waren lange zusammen.
Momentan habe ich nur leider das Gefühl, und das macht mir die Trennung noch schwerer, dass er es unterbewusst gar nicht abwarten kann mit seiner Geliebten eine neue Beziehung zu beginnen. Er streitet es natürlich ab, schließt es aber nicht aus. Ich habe eigentlich kein Recht auf Bedingungen, möchte aber nicht, dass er seine Beziehung zur Geliebten wieder aufflammen lässt, solange wir noch zusammen unter einem Dach wohnen. Ich fürchte, dann würde sich das für mich wieder wie Betrug anfühlen.
Wie es mir geht muss ich hier wohl niemand erzählen. Ich habe im Netz schon viel gelesen, was gegen den Schmerz helfen kann, was man unterlassen sollte. Nun liegt der Fall bei uns, durch das noch zusammen sein, etwas anders.
Vielleicht hat noch jemand eine Einschätzung/Hilfe für mich. Ich musste mir auch alles mal von der Seele schreiben und einfach teilen.